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Platzmangel in den Kitas: Grunau baut aus

Mehr als 100 zusätzliche Betreuungsplätze in Bayreuths Kindertagesstätten hat die Stadt zu Beginn des neuen Kindergartenjahres im September geschaffen. Für die Kindertagesstätten in Grunau und in der Saas hat die Stadt zum Beispiel Container aufgestellt, in denen die Kleinen betreut werden. Insgesamt 84 neue Betreuungsplätze wurden so allein in diesen zwei Einrichtungen geschaffen.

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Kita Grunau braucht mehr Platz

Wegen einer neuen Hortgruppe in der Kindertagesstätte in Grunau werden dort derzeit rund 100 Kinder in der Mittagszeit betreut. Der Speiseraum platzt aus allen Nähten. Die Kinder müssen bisher in den Gruppenräumen essen. „Eine unbefriedigende Lösung“, sagte Baudirektorin Urte Kelm in der Sitzung des Bauausschusses. Deshalb hat der Betreiber der Einrichtung einen Anbau beantragt. Der Erweiterung stimmte der Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, den 8. Oktober zu.

Der neue Speiseraum soll sowohl vom Erdgeschoss, als auch vom Untergeschoss aus, zugänglich sein. Die beiden Geschosse sollen mit einer Treppe für das Betreuungspersonal verbunden sein. Ein Aufzug soll den barrierefreien Zugang und den Transport des Essens ermöglichen. Im Untergeschoss werden weitere Toiletten gebaut.


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Mehr Kinder bedeuten auch mehr Portionen. Deshalb muss auch die Küche der Kita vergrößert werden, um weiterhin frische Mahlzeiten für die Kinder zubereiten zu können. Zudem braucht die Küche einen Fettabscheider für das Küchenabwasser.

Der Speiseraum soll später groß genug für 100 Kinder sein, wenn diese in zwei Schichten essen. Das heißt, auf beiden Geschossen wird es je 25 Plätze geben.

75 Quadratmeter mehr Platz

Rund 75 Quadratmeter zusätzlicher Platz will der Betreiber mit der Maßnahme bis zum Kindergartenjahr 2021/22 schaffen. Die Stadt plant für den Erweiterungsbau, den Aufzug und den Fettabscheider 350.000 Euro ein.

Die Höhe der Baukosten für das geringe Bauvolumen entsteht nicht durch den Erweiterungsbau selbst, sondern ist durch den Mehraufwand für zusätzliche Umbau- und Anpassungsarbeiten im Bestandsgebäude begründet.

(Baudirektorin Urte Kelm)

Baubeginn 2020

Die Baudirektorin erwähnte hier insbesondere den Einbau des Behindertenaufzuges für die direkte Anbindung an den Flur und Eingangsbereich.

Baubeginn soll im Herbst 2020 sein, vorausgesetzt die Stadt erhält bis dahin die Zustimmung der Förderstelle für die Fördermittel. Rund neun bis zehn Monate Bauzeit seien vorgesehen.

Es wird eine Förderung in Höhe von 45.000 bis 75.000 Euro angestrebt.

(Baudirektorin Urte Kelm)

Eine Erweiterbarkeit der gesamten Kindertagesstätte sei zunächst nicht berücksichtigt, erklärte Kelm auf Nachfrage der Stadträte. Das Grundstück sei aber groß genug, um bei Bedarf die Kita weiter auszubauen.