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Purer Kampfgeist und Wille: HaSpo Bayreuth dreht Topspiel nach Rückstand

Es war ein spannendes sowie sehr intensives Spiel. Mit einer großartigen Kampfleistung haben die HaSpo-Männer zu Hause gegen die DJK Waldbüttelbrunn mit 27:23 (12:13) gewonnen. Zuvor hatten die HaSpo-Damen ihr Heimspiel gegen die HG Zirndorf mit 21:25 (15:13) verloren und kassierte damit die dritte Niederlage in Folge.

HaSpo Bayreuth gegen DJK Waldbüttelbrunn

HaSpo begann furios und zeigte von Beginn an eine gute Einstellung. Der 1:2-Rückstand wurde in ein komfortables 6:2 gedreht, sodass der Gästetrainer bereits nach zwölf Minuten zur ersten Auszeit gezwungen war. Bis zum 9:5 hielt die klare HaSpo-Führung, ehe die Gäste immer besser ins Spiel fanden und beim 10:10 ausglichen. Weil die Hausherren vorne ein paar Chancen liegen ließen und Waldbüttelbrunn im zweiten Abschnitt der ersten Hälfte immer wieder Lösungen gegen die Bayreuther Defensive fand, führte zum Seitenwechsel sogar der Gast mit 13:12.

Hochklassige Partie

Es war also das erwartet enge Aufeinandertreffen zweier Topteams der Bayernliga. Auch Durchgang zwei erfüllte alle Erwartungen an ein hochklassiges Bayernligaspiel. Zunächst konnte HaSpo wieder in Front gehen (16:15) und beim 18:16 sogar mal wieder auf zwei Tore enteilen. Dann bekamen die Unterfranken wieder Oberwasser und gingen durch fünf Treffer hintereinander mit 21:18 in die letzten zwölf Minuten des Spiels. Dank eines unbändigen Willens glichen die Hausherren durch drei Tore binnen zwei Minuten wieder aus (21:21) und egalisierten auch den anschließenden 21:23-Rückstand innerhalb einer Minute zum 23:23 (54.).

Purer Kampfgeist und Wille

Die letzten sechs Minuten waren dann purer Kampfgeist und Wille, die Punkte zu Hause zu behalten. HaSpo stellte auf 25:23, warf in der Abwehr alles rein und versetzte das Schulzentrum Ost durch den Treffer zum 26:23, der gleichzeitig die Vorentscheidung darstellte, in Ekstase. Das HaSpo-Trainerduo, für das es das erste Spiel nach Bekanntgabe ihres Rücktrittes war, sagte nach dem nervenaufreibenden Spiel: „Riesen Respekt vor der Leistung unserer Jungs. Sie haben bis zum Ende gekämpft und an sich geglaubt, obwohl Waldbüttelbrunn bis kurz vor Schluss vorgelegt hat. Diesen Erfolg hat sich das Team mit einer starken Mentalität verdient.“

Wegweisende Partie

Da sich zeitgleich der VfL Günzburg im direkten Duell mit der TG Landshut mit 27:24 durchsetzen konnte, stellt sich die Situation nun wie folgt dar. HaSpo liegt mit 29:7-Punkten an erster Stelle, wobei der VfL Günzburg auf Rang zwei mit 28:6-Punkten ein Spiel weniger absolviert hat. An dritter Stelle ist weiterhin die TG Landshut mit einem Punktekonto von 26:10. Die Bayreuther könnten mit einem Auswärtssieg am kommenden Samstag (20Uhr) in Landshut den Vorsprung auf die Niederbayern auf fünf Punkte ausbauen und die Meisterschaftsfrage zu einem Zweikampf mit den Günzburgern machen. 

Bauchlandung für die HaSpo-Damen im Spiel gegen Zirndorf. Foto: Thorsten Böhner.

Dritte Niederlage in Folge für die HaSpo-Damen

Nicht erfolgreich waren hingegen die HaSpo-Damen in ihrem Bayernligaheimspiel gegen die HG Zirndorf (5.). Trotz 15:13-Pausenführung unterlagen die Bayreutherinnen am Ende mit 21:25 und müssen nun zusehen, dass sie die Negativserie so schnell wie möglich stoppen. 

Krankheitsbedingt nicht mit dabei war Kapitänin Kim Koppold. Dennoch startete HaSpo gut, ließ sich durch zwischenzeitliche Rückstande (2:4 und 8:11) nicht verunsichern und ging verdientermaßen mit einem 15:13-Vorsprung in die Kabine. Die Hausherrinnen verteilten die Verantwortung auf viele Schultern, sodass jede Spielerin ihren Anteil zum mannschaftlich geschlossenen Auftritt beitrug.

Zirndorf nutzt die Schwächephase

Im zweiten Abschnitt wurde daran leider nicht angeknüpft. Nach dem 16:14 verlor das HaSpo-Offensivspiel etwas an Durchschlagskraft und Struktur und Zirndorf nutzte diese Schwächephase zu den eigenen Gunsten. Beim 19:16 machte sich erstmals Ernüchterung breit im Schulzentrum Ost. Wollte HaSpo doch unbedingt den ersten Heimsieg in diesem Kalenderjahr schaffen. 

Doch anstatt einer Aufholjagd sahen die Zuschauer im Bayreuther Schulzentrum Ost, dass die Gäste aus Mittelfranken, die auch keine Glanzleistung ablieferten, vom 21:19 bis zum vorentscheidenden 25:19 (56.) davonzogen, sodass spätestens zu diesem Zeitpunkt gewiss war: Auch im dritten Heimspiel des Jahres wird es eine Niederlage geben. Zu allem Überfluss verletzte sich schon im ersten Durchgang auch noch Laura Brahm am Knie. Wie lange sie ausfällt ist noch unklar. 

Der Blick geht nach unten

Nach der Pleite stehen die HaSpo-Damen zwar weiterhin an achter Position. Allerdings muss der Blick nun auch nochmal nach unten gehen, denn schon am kommenden Wochenende wartet ein sehr richtungsweisendes Spiel beim TSV Ebersberg. Die Oberbayerinnen liegen auf Platz zwölf und somit hinter HaSpo. Mit einem Sieg könnte sich die Mannschaft von Trainer Udo Prediger wieder etwas Luft verschaffen. Bei einer weiteren Niederlage könnte es langsam aber sicher nochmal eng werden.


Text: David Schreibelmayer