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Rathaus II blockiert Neues Wohnviertel – sind Container die Lösung?

Im Stadtteil Kreuz soll ein neues Wohnviertel entstehen. Bis dahin, muss allerdings erst das Rathaus II umziehen. Das geschieht jedoch nicht vor 2024. Die Bürgerinitiative “Zukunftsquartier Kreuz” hat diesen Umstand vor kurzem offen kritisiert. Das Bayreuther Tagblatt hat jetzt genauer bei der Stadt Bayreuth nachgefragt.

Aufwendige Sanierung: Umzug des Rathauses II zieht sich hin

Der Pressesprecher der Stadt Bayreuth, Joachim Oppold, erklärt auf Nachfrage des bt, dass das Wohngebiet vor 2024 wohl nicht umziehen werde. Dies habe organisatorische Gründe, denn mit dem neuen Wohnviertel könne erst dann begonnen werde, wenn das Rathaus II umziehe. Derzeit sei das noch nicht möglich.

Alle Räume im neuen Rathaus vom Keller bis zum 3. Obergeschoss müssen nach den Brandschutzbestimmungen saniert werden. Das funktioniere nur in mehreren Bauabschnitten, weil Teile bis auf die Rohdecken zurückgebaut werden müssen, teilt Oppold mit. Zudem werde eine neue Sprinkleranlage eingebaut.

Bürgerinitiative schlägt Container vor

Momentan stünden nämlich weder die entsprechenden Etagen im neuen Rathaus zur Verfügung, noch seien die Räume in der Schlossgalerie fertig zum Einzug, so Oppold. Insgesamt gehe es beim Umzug des Rathaus II um 127 Büroräume und 150 Arbeitsplätze, sagt der Pressesprecher der Stadt. Die Bürgerinitiative “Zukunftsquartier Kreuz” ist nicht glücklich über diesen späten Umzug.

Sebastian Norck von der Bürgerinitiative stellt die Überlegung an, ob der Umzug des Rathauses II zum Beispiel durch vorübergehende Container-Lösungen beschleunigt werden könne. Das müsse die Stadt jedoch vorher hinreichend prüfen. Außerdem befürchtet er, dass die aufwendige Brandschutzsanierung sich länger hinziehen wird als geplant und dadurch der Umzug bis 2024 nicht realisiert werden könne.