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Rettung für Gewässer: So kann Mikroplastik gefiltert werden

Fionn Ferreira hat eine Methode entwickelt, um Mikroplastik aus dem Wasser zu filtern. Der 18-Jährige Hobbyforscher kommt aus einem Dorf an der südlichen Küste Irlands. Das Leben direkt am Meer, hat ihn inspiriert sich damit zu beschäftigen, wie die Natur funktioniert, wie er sagt.

Forscher Fionn Ferreira
Fionn Ferreira: Foto: Google Science Fair

Im Rahmen der  „Google Science Fair“, einem internationalen wissenschaftlichen Wettbewerb für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren, hat Fionn Ferreira für seine Idee, Mikroplastik mithilfe von Ferrofluid aus dem Wasser zu filtern, den Hauptpreis gewonnen.

Wie die Methode funktioniert

Angelehnt sind Ferreiras Versuche an einen Artikel von Arden Warner, in dem Magnetit verwendet wurde, um gegen eine Ölverschmutzung vorzugehen. Ferreira testete seine Methode, bei der er Magnetit-Pulver hinzugab, an den zehn gängigsten Arten von Mikroplastik – also an Plastikteilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind.

Zu einer Suspension, einer Flüssigkeit mit Schwebeteilchen, deren Konzentration mit Mikroplastik davor bekannt war, hat Ferreira Öl hinzugegeben. Die Teilchen wanderten in die Ölschicht. Dann gab er Magnetit-Pulver hinzu, das sich mit dem Mikroplastik verband.

Etwa 85 Prozent des enthaltenen Mikroplastiks konnte ich aus der Flüssigkeit entfernen, indem ich starke Magnete verwendet habe. 

(Fionn Ferreira)

Filtern in der Kläranlage

„Ich schließe daraus, dass ich mit meiner Methode eine effektive Extraktion von Mikroplastik aus dem Wasser ermöglichen kann“, so Ferreira. Künftig müsse man sie noch auf industrielle Maßstäbe übertragen. Ferreira möchte, dass die Methode bald in Kläranlagen eingeführt wird, damit das Mikroplastik erst gar nicht ins Grundwasser gelangen kann.

Fionn Ferreiras Methode im Video

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