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Schule fertig und dann? Ausbildungstrends in Bayreuth

Mit dem Erhalt des Zwischenzeugnisses kommt für viele Jugendliche die Frage nach der beruflichen Zukunft auf. Damit beginnt auch die heiße Phase der Bewerbungszeit. Wir haben uns bei der Agentur für Arbeit umgehört wie die Situation am Ausbildungsmarkt momentan ist. 

Industriekaufmann/-frau auf Platz 1

Unterscheidet man zwischen weiblichen und männlichen Bewerbern auf dem Ausbildungsmarkt, so sieht man, dass bei den Schülerinnern allgemein kaufmännische Berufe wie Kauffrau für Büromanagement, Bankkauffrau oder auch Verwaltungsfachangestellte sehr begehrt sind. Aber auch Medizinische Fachangestellte, Verkäuferin oder Friseurin stehen bei den Mädchen weiterhin hoch im Kurs.

Bei den Jungs werden viele technische Berufe wie Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker oder Elektroniker nachgefragt. Begehrt sind momentan aber auch Ausbildungsstellen als Tischler oder Fachinformatiker.

Ganz klar an der Spitze steht bei allen jungen zukünftigen Azubis in Bayreuth aber eine Ausbildung zum Industriekaufmann/-frau.

Entwicklung zum Bewerbermarkt

Laut Agentur für Arbeit sind in Stadt und Landkreis Bayreuth rund 1.200 offene Stellen gemeldet. Alle oben genannten Wunschberufe befinden sich auch unter den Top Ten der gemeldeten Ausbildungsstellen. Dies zeigt, dass nicht automatisch davon ausgegangen werden kann, dass viele offene Stellen in einem Ausbildungsberuf auf eher unbeliebtere oder unattraktive Berufe schließen lassen.

In den vergangenen Jahren hat sich der Ausbildungsmarkt zu einem sogenannten Bewerbermarkt entwickelt. Das bedeutet für den Raum Bayreuth, dass den 1.200 offenen Ausbildungsstellen aktuell rund 780 Jugendliche gegenüber stehen, die sich grundsätzlich für eine Ausbildung interessieren. Es besteht ein deutlicher Überschuss an freien Ausbildungsplätzen.

Bei Fragen zur richtigen Berufswahl hilft das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit weiter.