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Science-Fiction wird Realität: Japaner züchtet Tier-Menschen

Das gab es noch nie: Zum ersten Mal in der Geschichte darf ein Forscher einen sogenannten Mensch-Tier-Chimären nicht nur erzeugen, sondern ihn auch gebären lassen.

Der Forscher heißt Hiromitsu Nakauchi und arbeitet an der University of Tokyo. Einem Bericht des Fachjournals „Nature“ zufolge, will er Tier-Embryonen mit menschlichen Zellen ausstatten und diese dann einem Muttertier einpflanzen. Konkret geht es um Ratten. Zuerst hatte „Der Spiegel“ darüber berichtet.

Bisher war nach 14 Tagen Schluss

Schon heute dürfen Forscher in mehreren Ländern der Erde genetisch veränderte Embryonen in einem Muttertier reifen lassen. Länger als 14 Tage durften die Versuche bisher aber nie laufen. Zur Geburt ist es daher  noch nie gekommen. Ein neues Gesetz macht jetzt in Japan genau das möglich. Eine offizielle Genehmigung für das Vorhaben steht Medienberichten zufolge noch aus, soll aber auf Rat eines Expertengremiums noch im August erteilt werden.

Ziel: Kranken helfen

Ziel des Experiments sei es, menschliche Organe in einem Tier wachsen zu lassen und diese später kranken Menschen zu transplantieren. Unter anderem das Problem fehlender Spenderorgane soll so behoben werden.

Dem Forscher zufolge seien die mit menschlichen Zellen ausgestatteten Ratten nach 16 Tagen fast vollständig ausgebildet. Die Tier-Menschen sollen dann geboren und ihre Organe wiederum Schweinen eingepflanzt werden, wo sie weiter wachsen können.