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Serie CO2-Fasten: Challenge 13 – Auf Butter verzichten

Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge 13 lautet: Heute mal auf Butter verzichten!

Butter? Heute gestrichen!

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Butter den größten CO2-Fußabdruck aller gängigen Lebensmittel hat? Und zwar mit großem Abstand. Diese Kostbarkeit sollte also mit Genuss und maßvoll verzehrt werden. Und es gibt gute Alternativen.

Foto: pixabay

Die durch Produktion, Lagerung und Transport von Nahrungsmitteln bedingten Treibhausgasemissionen betragen 2,2 Tonnen CO2-Äquivalente pro Person und Jahr (für Deutschland).  Dabei sind die Aktivitäten des Verbrauchers (Kochen, Einkaufsfahrten, etc.) nicht eingerechnet, da diese schon beim Stromverbrauch und Verkehr einbezogen werden.

Bezogen auf das Gewicht verursacht Butter mit fast 24 kg CO2 pro kg Butter den höchsten CO2 Ausstoß aller gängigen Lebensmittel, gefolgt von Rindfleisch, Hartkäse und Schweinefleisch. Nun isst ja kaum jemand Butter kiloweise, trotzdem lohnt es sich über Alternativen nachzudenken.  Aus Sicht des Klimaschutzes ist Margarine (am besten Sorten ohne Palmöl) der Butter vorzuziehen, da Margarine nur einen Bruchteil der Emissionen verursacht. Gleiches gilt für Pflanzenöle.

Tierische Lebensmittel haben die schlechteste Klimabilanz, besonders Rindfleisch und Milchprodukte. Bei der Verdauung von Rindern und aus der Gülle der Nutztiere entweicht Methan in die Atmosphäre, welches um ein Vielfaches klimaschädlicher als CO2 ist. In die Klimabilanz tierischer Lebensmittel fließt auch der Aufwand für Futtermittel, Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie für Lagerung, Kühlung und Transport ein.

Der CO2-Ausstoß durch biologische Lebensmittel liegt zwischen 6 und 29 Prozent unter dem der konventionell angebauten. Besonders hoch ist der Unterschied bei Tomaten.

Wieviel CO2 kann eingespart werden, wenn alle mitmachen?

Beispiel: Durch den Verzicht auf tierische Lebensmittel sowie den Einkauf von möglichst saisonalen und regionalen Bioprodukten können bis zu 40 Prozent der Emissionen für Lebensmittel vermieden werden.

Zurück zur Butter: Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt in Deutschland pro Jahr 5,9 Kilo. Würde man die Hälfte durch Margarine ersetzen, könnten deutschlandweit pro Jahr über fünf Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.

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