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Serie CO2-Fasten: Challenge 2 – Ein Tag ohne Handy

Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge 2 lautet: Ein Tag ohne Handy.

Einfach mal abschalten, wer wünscht sich das nicht in unserer hektischen Zeit? Dabei wäre der Einstieg in den Ausstieg so leicht. Zumindest was das Smartphone betrifft. Ab in die Schublade damit. Nichts leichter als das, sollte man meinen. Aber jeder Zehnte würde sich eher einen Finger amputieren lassen als auf sein Smartphone zu verzichten. Zeit für de zweiten Teil der CO2-Fasten Challenge.

Lieber ohne Sex als ohne Smartphone?

Jedem Siebten ist das Smartphone sogar wichtiger als Sex. Und jeder Zehnte würde sich eher einen Finger amputieren lassen. Dies sind Ergebnisse aus einer Umfrage des britischen Unternehmens Tappable aus dem Jahr 2018.

Wenn das zutrifft, dürfte ein Smartphone-Verzicht recht schwerfallen. Aber 24 Stunden müssten doch zu schaffen sein? Und diese Zeit könnte man wunderbar für die schönen Dinge des Lebens verwenden.

Wie viel CO2 kann gespart werden, wenn es alle machen würden

Nach einer Studie des Ökoinstitutes (August 2012) ist bei Smartphones im Realbetrieb mit einem jährlichen Stromverbrauch von 6,1 Kilowattstunden zu rechnen. Das ist zwar wenig im Vergleich zum Kühlschrank oder der Heizungspumpe. Aber die Menge macht’s: Deutschlandweit sind (2018) 57 Millionen Smartphones in Betrieb. Der Stromverbrauch für die täglichen Ladevorgänge beträgt zusammengenommen 348 Millionen  Kilowattstunden, bei deren Bereitstellung rund 180.000 Tonnen CO2 freigesetzt werden.

Hinzu kommt bei Smartphones der erhebliche, aber schwer zu quantifizierende indirekte Stromverbrauch durch die erforderliche Netzinfrastruktur mit ihren unzähligen Servern und Rechenzentren. Nicht zu vergessen die Emissionen, die bei der Herstellung der Geräte und der Gewinnung der Rohstoffe anfallen. Dies gilt natürlich auch für viele andere elektronische Geräte. Die Smartphone-Challenge steht somit stellvertretend für all die als unentbehrlich angepriesenen Smartwatches, Tablets oder Fitnessarmbänder, deren Verkaufszahlen rasant zunehmen.

Vorsicht Falle: Wer die Challenge mitmacht, sollte als „Ersatzdroge“ nicht auf den PC zurückgreifen. Denn dessen Stromverbrauch ist um ein Vielfaches höher als der eines Smartphones.

Den Blog der Klimaschutzmanager der Metropolregion Nürnberg finden Sie hier.