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„Mehrere Zehntausend Euro sind ersatzlos weggefallen“: Filmemacher Paule Porter aus Bayreuth über Job, Corona und die Liebe

„Ich werde das Filmemachen nie aufgeben“: Paule Porter (31) über seinen Job, Corona und darüber, wie ihn die Liebe nach Bayreuth verschlagen hat.

Der Bayreuther Filmemacher Paule Porter (31) kommt eigentlich aus Berlin. Vor fünf Jahren hat sein Leben eine entscheidende Wendung genommen, von der er heute sagt: „Ich werde das Filmemachen nie aufgeben“. Das bt hat ihn bei der Arbeit besucht. Zuletzt in der bt-Berufeserie: “Mein Beruf ist mein Hobby”: Bäckermeister Reinhard Müller (69) aus Oberfranken denkt nicht ans Aufhören.

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Paule Porter – ein Filmemacher aus Bayreuth: Sein Job, Corona und die Liebe

Filmemacher Paule Porter ist eigentlich Sportökonom. Bayreuth sei bekannt für den entsprechenden Masterstudiengang. „Die Uni hat den besten Ruf“, sagt er. So kommt der Berliner, der eigentlich Christopher heißt, nach Oberfranken und ist hier geblieben: der Liebe wegen.

Es war ein Praxissemester bei einer Agentur im Bereich Motorsport, das ihn zum Filmemachen gebracht hat. Dort wurde er gefragt, ob er sich vorstellen kann, ein Video zu schneiden. „Ich hatte keine Ahnung von Videoschnitt“, erinnert sich Paule Porter, „gesagt habe ich: ‚Ja klar!'“

„Lernen durch sinnlose YouTube-Videos“: Wie Sportökonom Christopher zu Paule Porter wurde

Mit dem Videoschnitt war Paule Porters Interesse geweckt. „So schwer ist das gar nicht“, resümiert er. Dann wollte er auch an die Kamera.

„Mit der ersten digitalen Spiegelreflexkamera habe ich mit meinem Bruder zusammen Lichtschwertduelle gedreht und auf YouTube gestellt. Mit dem Material war ich nicht zufrieden.“

(Paule Porter, Filmemacher aus Bayreuth)

Durch dieses und andere sinnlose Videos habe er schnell dazu gelernt bis er schließlich von seiner Arbeit als Filmemacher leben konnte.

Vom Hochzeitsfilm zum Tourismusmarketing

Bis zum Cinematographer war es noch ein weiter weg für den heute 31 Jahre alten Paule Porter. „Mein erster Auftrag war ein Hochzeitsfilm“, erzählt er. Alle seien von seiner abgelieferten Arbeit begeistert gewesen und das, obwohl ein Hochzeitsfilm ein ganz besonderes Genre ist.

„Meinen ersten Coup landete ich 2017 nach einer Reise mit meiner Freundin in die Schweiz.“

(Paule Porter, Filmemacher aus Bayreuth)

Seine Filmaufnahmen von dort hat Porter geschnitten und an die dortige Tourismusbehörde geschickt. Schließlich meldete sich eine Agentur aus dem Bereich Tourismusmarketing. Ergebnis: Seit 2018 reist Paule Porter rund um den Globus für solche Filme. „Wo es geht, ist meine Freundin mit dabei.“

Mit Online-Kursen gegen die Corona-Pandemie

Fünf Jahre nach seinem ersten Videoschnitt ist Paule Porter ein gemachter und gefragter Mann, wenn es um professionelle Videoproduktion geht. Die Corona-Pandemie habe ihn mehrere Zehntausend Euro gekostet.

„Drei bis vier Projekte sind ersatzlos gestrichen worden, aber weil ich letztes Jahr sehr gut gewirtschaftet hatte, ist das nicht existenzbedrohend.“

(Paule Porter, Filmemacher aus Bayreuth)

Porter gibt mittlerweile Online-Kurse bzw. macht Videos für Menschen, die auch gerne Cinematograph werden wollen. Die Inhalte dafür produziert er zusammen mit Bastian Röber, einem Schüler aus Bayreuth. Der filmt Paule Porter beim Filmen und Erklären, was er da tut. Röber (17) will später mal auch Filmemacher werden und hilft Porter, wann immer er Zeit hat.

Vor Kurzem hat Paule Porter bei einer Firma in Bayreuth gedreht. Das bt hat ihn begleitet.

Die bt-Berufeserie: Cinematographer Paule Porter aus Bayreuth. Foto: Raphael WeißDie bt-Berufeserie: Cinematographer Paule Porter aus Bayreuth. Foto: Raphael Weiß

Filmemacher Paule Porter aus Bayreuth über Corona: „Mehrere Zehntausend Euro sind ersatzlos weggefallen“

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Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß