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Musik

Grappy: Ein Bindlacher Rapper will aus “Scheiße Gold machen”

Lucas Gräbner kommt aus Bindlach. Beruflich beschäftigt sich der 26-Jährige gelernte Bürokaufmann mit Motorrädern. Seit 2010 ist Gräbner aber auch als Rapper aktiv.

Lucas Gräbner kommt aus Bindlach. Beruflich beschäftigt sich der 26-Jährige gelernte Bürokaufmann mit Motorrädern. Seit 2010 ist Gräbner aber auch als Rapper aktiv. Unter dem Namen Grappy veröffentlicht der Bindlacher über YouTube, Spotify und Co. nun seine Lieder.

In Folge 8 des RaPod erzählt Gräbner von seinem Werdegang, seiner Einstellung zu Musik und lässt das Rap-Jahr 2019 zusammen mit den Moderatoren Frederik Eichstädt und Johannes „Quasi“ Besold Revue passieren.

Das Podcast-Interview mit Grappy zum Anhören

Von eigenen Kinderlieder zu Rap-Songs

Begonnen hat das mit der Musik für Lucas Gräbner 2005. Bei der Geburt seiner Schwester begann der Bindlacher damit, Kinderlieder selbst umzuschreiben – zur Unterhaltung seines kleinen Geschwisterchens. Fünf Jahre später wurde aus Gräbner dann Grappy und der damals 17-Jährige begann, eigene Rap-Songs zu machen. Heute erreicht der Bindlacher mit seinen Liedern über das Internet Leute weit über die Grenzen von Bindlach hinaus.

Den ersten Track produzierte er mit einem Headset für sechs Euro. Professionell war das ganze damals natürlich nicht, aber für einen Anfang taugte es alle Mal. Die Motivation war geweckt. Inzwischen reicht es Gräbner nicht mehr einfach nur irgendwelche Texte zu schreiben und sie auf irgendwelche Instrumentalstücke aus dem Internet zu rappen. Das Gesamtpaket müsse stimmen.

“Aus der Scheiße Gold machen, die man hat”

Gräbner selbst sieht sich nicht als typischen Rapper. Er will zeitlose Musik machen. Dabei möchte er sich seine Lieder auch in 20 Jahren noch guten Gewissens anhören können. Textlich setzt sich der Bindlacher trotzdem kaum Grenzen. Zwar möchte er nicht in die, im Rap weit verbreitete Praktik mit einstimmen und die Erzeugerinnen seiner Sprechgesangskollegen verbal penetrieren, doch davon abgesehen, nehme er kein Blatt vor den Mund.

Grappy ist sich bewusst, dass bei ihm nicht alles perfekt sei. Da er die Videos auch mal am Handy schneide, könne es sein, dass Teile des Videos zum Beispiel etwas asynchron zur Musik laufen. Doch das werde sich mit der Zeit ändern, wenn die Erfahrung größer wird und das Geld für besseres Equipment da ist.

Genau das macht den Hip Hop doch aus: Man muss aus der Scheiße, die man hat, Gold machen.

(Grappy)

Sich immer weiter verbessern

Ein Album plant der Bindlacher derzeit nicht. Dennoch können Interessierte seine Songs im Internet problemlos finden, zum Beispiel auf YouTube und Spotify. Das Thema Album werde bei Grappy erst dann aktuell, wenn er seinen Sound zu 100 Prozent gefunden hat und komplett dahinter stehen kann. Im Studio wird er sich in der Zwischenzeit dennoch oft aufhalten, denn er möchte sich stetig verbessern und natürlich auch regelmäßig weitere Songs veröffentlichen. Daneben ist er auch für Auftritte aller Art immer offen.

Das ist Grappy

NameGrappy
HeimatstadtBindlach
Geboren1993
Erstes Rap-AlbumBushido – Electro Ghetto
Bisher letztes Rap-AlbumSamy Deluxe – Hochkultur
Bestes Rap-Album nationalSamy Deluxe – Dis wo ich herkomm
Kool Savas - tot oder lebendig
Bestes Rap-Album internationalDrake – Take Care
Einflussreichste KünstlerSido, Kool Savas, Samy Deluxe, Aggro Berlin
Bestes Rap-ZitatWir reden über Hip Hop, sie finden uns witzig – doch wir stürmen in die Redaktion und schreien fick dich! (Sido – Masafaka)
Bestes MusikvideoJay Z – The Story of OJ
Dieser Künstler sollte erfolgreicher seinCr7z, Grappy
Rap ist für mich...Leidenschaft und Leben.
Wieso mache ich RapEs ist für mich Therapie. Außerdem mache ich es aus Liebe zur Musik.
Worüber rappe ichIch rappe über alles und behandle alle Themen, die mich bewegen.
Mit diesem Trend in der Musik kann ich gar nichts anfangenRap ausschließlich über Marken.
Würde ich nicht rappen, ......würde ich mehr malen.

Mehr zum RaPod

Der RaPod ist ein regelmäßig erscheinendes Podcast-Format von Frederik Eichstädt und Johannes “Quasi” Besold. Mehr Infos dazu finden Sie in Kürze auf unserer Website.

Die RaPod-Moderatoren Frederik Eichstädt und Johannes “Quasi” Besold. Foto: Carolin Richter

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Frederik Eichstädt