Tierheim

Einsam und traurig: Diese Hunde warten im Bayreuther Tierheim noch immer auf ein liebevolles Zuhause

Im Bayreuther Tierheim ist ein Kommen und Gehen. Einige Tiere warten allerdings schon länger auf ein neues und liebevolles Zuhause. Das bt stellt zwei Tiere vor.

Das Team vom Tierheim in Bayreuth kümmert sich um die Vermittlung von Tieren. Leider finden manche nicht so schnell ein neues und liebevolles Zuhause. Das bt stellt zwei besondere Hunde vor, die schon sehr lange  darauf warten müssen.

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Diese Hunde warten im Bayreuther Tierheim noch immer auf ein Zuhause

Es gibt auch gute Nachrichten aus dem Tierheim in Bayreuth: Es gebe derzeit keine nennenswerten Neuzugänge. Dagegen würden gerade bei den Hunden zwei besonders traurige Fälle stehen. Das bt stellt sie vor:

Hündin Kibar: „Mag mich den niemand, nur weil ich so groß bin?“

Seit nun mehr als zweieinhalb langen Jahren wartet die Kangal-Hündin Kibar im Bayreuther Tierheim darauf, dass ihr jemand ein schönes Zuhause bietet. Nach einer Beschlagnahmung aus schlechter Zucht kam sie ins Tierheim. Ende November 2020 hatte das bt Kibar vorgestellt.

Auch wenn die Hündin ihre Macken hat, hat sie doch nichts böses an sich. Foto: Katharina Adler

Der Tierpfleger vermutete bereits im November 2020, dass ihre Größe abschreckend wirken könnte. „Dabei ist sie eine ganz liebe Maus“. Man müsse nur mit kleineren Tieren aufpassen und ihr deswegen beim Spazierengehen einen Maulkorb anlegen. Einen Menschen habe sie bislang nicht gebissen. „Sie akzeptiert nur keine kleinen Tiere.“

Die Hündin könne auf keinen Fall nur in einer Wohnung gehalten werden. „Sie braucht ein großes Grundstück, damit sie draußen ihre Bewegung hat.“ Bekommt sie diese nämlich nicht, fordere sie diese ein.“ Wünschenswert sei entweder ein großer Garten, in dem sie die Möglichkeit hat, sich wieder nach innen zurückzuziehen oder eine eigene, gut gedämmte Hütte auf dem Grundstück.

Hund Toni: „Ich suche jemanden, dem ich mein Herz schenken kann“

Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren muss der Mischlings-Rüde Toni im Bayreuther Tierheim sein Dasein fristen. „Toni wurde 2011 geboren und hatte es  vor seiner Zeit im Tierheim nicht leicht“, erklärt die Tierpflegerin. Das hatte Tierpflegerin Nadine Schön vom Bayreuther Tierheim Anfang des Jahres im Rahmen der Tiervorstellung berichtet. „Mit Fremden hat er ein Problem. Da ist er recht unsicher – vor allem bei Männern.“ Deswegen liege die Vermutung nahe, dass Toni ein unschönes Erlebnis mit einem Mann hatte. Genaueres wisse man im Tierheim nicht.

Tonis „Happy-Place“ ist in erster Linie ein erfahrener Hundehalter. „Er braucht Menschen, die ihn in brenzligen Situationen anleiten, Doch wenn er einen erstmal kennt, ist er zu 100 Prozent verlässlich.“ So habe sie es auch geschafft, zu Toni durch zu dringen, so Nadine Schön bei der Erstvorstellung des Hundes beim bt. „Toni ist total verschmust und drückt sich an einen ran, wenn man sich mit ihm beschäftigt.“ Der Hund sauge alle schönen Erlebnisse förmlich wie ein Schwamm auf. „Er kuschelt sich wie ein Baby in den Arm rein oder will auf den Schoß.“ Toni sehne sich nach Streicheleinheiten und sei im Kern ein lieber Hund.

Toni ist ein lieber Hund. Foto: Tierheim Bayreuth

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß