Inmitten von Kuhglocken und Smaragden – Hauserhof und die Enzianhütte – ein Naturerlebnis
Wenn man das Habachtal betritt, öffnet sich ein Stück Welt, in dem die Dinge noch im Gleichgewicht scheinen. Links und rechts steigen die Gebirgsketten auf, steinerne Hüter einer Landschaft, die seit Jahrhunderten Menschen, Tiere und Geschichten trägt. Mittendrin: der Hauserhof mit seiner Familie, seinen Tieren, seinen Wiesen – und ein Stück weiter oben auf 1.313 Metern die Enzianhütte, umgeben von klarer Luft, Murmeltieren und dem leuchtenden Grün der Alm.
Hier haben Matthias und Gitti Blaikner, gemeinsam mit Matthias’ Mutter, etwas geschaffen, das in unserer Zeit fast kostbarer wirkt als Smaragde, die dem Tal den Beinamen gaben: eine harmonische Verbindung von Landwirtschaft, Gastfreundschaft und Naturerlebnis. Sie leben vor, dass Urlaub auf dem Bauernhof nicht Kulisse, sondern gelebte Wirklichkeit ist.
Der Rhythmus des Hofes
Der Hauserhof ist ein Milchbetrieb, und wer hier einige Tage verbringt, begreift rasch, dass Milch nicht einfach im Supermarktregal steht. Frühmorgens erfüllt das leise Muhen der Kühe den Stall, die warme Atemluft mischt sich mit dem Duft von Heu. Gäste dürfen dabei sein, wenn gemolken wird – nicht als Attraktion, sondern als Teil des Alltags. Der moderne Milchautomat neben dem Stall ist ein Bindeglied zwischen Tradition und Gegenwart: Hier fließt die frische Milch direkt in die Kanne, so wie Generationen zuvor, nur eben mit heutiger Technik. Für Kinder ist es eine Welt, die zum Staunen einlädt. Kälbchen trinken gierig ihre Milch, Schafe scharren im Stroh, und wer mag, darf selbst Hand anlegen – beim Füttern, Ausmisten oder einfach beim Beobachten. Landwirtschaft wird begreifbar, sie verliert jede Abstraktion.
Eindrücke vom Hauserhof im Habachtal. ©Hauserhof / Olena Albert
Familienzeit inmitten der Natur
Doch der Hof ist nicht nur Stall und Arbeit. Er ist auch Rückzugsort, Ausgangspunkt und Heimat auf Zeit. Die Appartements und Zimmer sind schlicht, funktional und von warmem Holz geprägt. Lisbeth, die Mutter von Matthias, sorgt mit ihrer Hausmannskost für den kulinarischen Bogen zum echten Leben am Hof. Ein Frühstück mit frischem Gebäck, Butter und Käse aus der Region oder ein Abendessen nach alten Rezepten sind weit entfernt von Menükarte und Inszenierung – und gerade deshalb so nah am Herzen. Wer den Hof verlässt, steht inmitten des Nationalparks Hohe Tauern. Wanderwege ziehen sich wie Adern durch die Landschaft, vorbei an rauschenden Bächen und hinauf zu Almen, wo die Tiere frei weiden. Für Familien bedeutet das: Natur nicht nur sehen, sondern erleben. Kinder laufen barfuß durch die Wiesen, sammeln Steine, springen über kleine Bäche und lernen, dass Abenteuer nicht digital sein müssen.
Auf dem Weg zur Alm /Enzianhütte – hier laufen Schweine und Rinder noch frei umher. ©Hauserhof / Olena Albert
Die Enzianhütte – Einkehr mit Blick und Seele
Ein paar Höhenmeter weiter oben liegt die Enzianhütte, eingebettet in die Bergwelt des Habachtals. Wer hier nach einer Wanderung oder einer Schneeschuhtour einkehrt, spürt, dass Ankommen oft mehr bedeutet als ein Ziel zu erreichen. Auf der Sonnenterrasse eröffnet sich ein Blick, der die Gedanken weit werden lässt.
Die Speisekarte ist klein, bewusst überschaubar – und gerade darin liegt ihre Qualität. Pinzgauer Schmankerl, einfache Jausenbrote, Produkte aus der eigenen Landwirtschaft: Es sind Gerichte, die nicht plakativ auftreten, sondern die Region sprechen lassen. Kinder finden derweil am großen Spielplatz ihr Paradies – mit Rutsche, Schaukel, Sandkiste und sogar einem Murmeltierbau. Hier sind die Erwachsenen für einen Moment ganz ungestört, während die Kleinen ihrer eigenen Fantasie folgen. Und dann ist da noch das vielleicht größte Geschenk: die Murmeltierbeobachtung gleich hinter der Hütte. Wer still genug bleibt, entdeckt die kleinen Alpenbewohner in ihrer natürlichen Umgebung – ein Erlebnis, das jede noch so perfekt geplante Attraktion überstrahlt.
Die Enzianhütte und ihre Umgebung. ©Enzianhütte / Olena Albert
Pinzgauer mit Hörnern – Zeichen der Ursprünglichkeit
Wer durchs Tal wandert, begegnet ihnen: den Pinzgauer Rindern, deren charakteristische Zeichnung und oftmals noch erhaltene Hörner sie unverwechselbar machen. Sie sind Teil einer langen landwirtschaftlichen Tradition, die im Habachtal nicht museal konserviert, sondern lebendig bewahrt wird. Hier stehen sie nicht auf Postkarten, sondern auf den Weiden, robust und stolz, ein Sinnbild dafür, wie Natur und Kultur ineinandergreifen.
Mehr Informationen finden Sie unter: Urlaub im Hauserhof in Bramberg im Salzburger Pinzgau
Eindrücke zur und rund um die Enzianhütte. ©Enzianhütte / Olena Albert
Zum Autor
Christian Schwert ist Inhaber einer Beratungs- und Mediaagentur sowie Autor/Journalist für verschiedene Medien im Lifestyle- und Kulinarik-Segment.
Die Begegnungen und der Austausch/Vernetzungen mit Menschen steht für ihn immer im Vordergrund seiner Tätigkeiten. Seit über 25 Jahren ist er im Medienbereich tätig und gut vernetzt, was seinen Lesern:innen viele Insider/Geheim-Tipps ermöglicht.



























































































Stadtwerke-Chef Markus Rützel zeigt die neue Stadtwerke-App @Katharina Müller-Sanke
Symbolbild: Pixabay