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Shisha statt Souvláki

Ein großes Gerüst umhüllt die ehemalige Traditionsgaststätte „Zur Linde“ im Kreuz. Gut ein Dreiviertel Jahr hat Thomas Dressel, Geschäftsführer der Firma Fritz Schmidt in Bayreuth und Besitzer des Gebäudes, nach einem geeigneten Pächter gesucht. Statt griechischer Küche vom Vor-Pächter gibt es nun Shishas in allen möglichen Geschmacksrichtungen zu rauchen.

Shisha-Bar eröffnet am 15. Mai

In gut vier Wochen soll das Gerüst verschwunden sein. Am 15. Mai dann will die „Cherry Hookah Bar“ dann öffnen. Denn der Innenausbau ist bereits abgeschlossen. Tische und Stühle mussten gemütlichen Ledersesseln und Bänken in den Farben schwarz und rot weichen. Die Bar ist nicht neu in Bayreuth sondern nur von der Kulmbacher Straße ins Kreuz umgezogen. Die ersten Gäste könnten kommen, wäre da nicht noch das Dach, das derzeit neu gemacht wird.

Erst beim Abdecken haben wir gesehen, dass auch die Gaube erneuert werden muss.

(Thomas Dressel, Geschäftsführer Firma Fritz Schmidt)

Deshalb zöge sich der Umbau noch etwas hinaus. Außerdem soll die Fassade neu gestrichen werden. Rund 80.000 Euro investiert Dressel in die Arbeiten. Über den Gasträumen befinden sich noch zwei Wohnungen, wovon eine vermietet ist. „Die andere, kleinere Wohnung war einmal die Pächterwohnung. Die steht allerdings seit 20 Jahren leer“, sagt der Geschäftsmann. Seitdem ist dort nichts mehr saniert worden. Zuletzt erneuert wurden die Fenster. In naher Zukunft will Dressel die Sanierung der Wohnung aber nun angehen. „2019 wird das aber nichts mehr.“

Die Suche nach einem geeigneten Pächter für die „Linde“ sei sehr schwierig gewesen. Schon vor gut eineinhalb Jahren habe der letzte Pächter, der Kroate, der griechische Spezialitäten kochte, das Lokal geschlossen. Seitdem habe Dressel keinen Nachfolger finden können. „Wir hatten ein paar Interessenten, die es kurz probiert haben, aber ernsthaft eröffnet hat keiner“, sagt der Inhaber des Gebäudes. Das liege häufig auch daran, dass es extrem schwierig sei, motiviertes Servicepersonal für die Gastronomie zu finden.

Pizzeria sucht Pächter

Auf etwas Halbseitiges und Unzuverlässiges wollte Dressel sich nicht einlassen. Deshalb ließ er die Gaststätte lieber einige Monate leer stehen. „Das spart Geld und vor allem Ärger.“ Umso mehr freut sich der Geschäftsmann nun darüber, dass er für die „Linde“ nun endlich eine gute Lösung gefunden hat. Und ist die Suche nach einem Pächter für das eine Lokal beendet, tut sich für das nächste eine neue auf: Aus gesundheitlichen Gründen musste der Besitzer der Pizzeria „Le 2 Lanterne“ sein Restaurant schließen. Das Gebäude gehört ebenfalls Dressel und nun muss auch hierfür ein neuer Pächter her.

Auch für die ehemalige Pizzeria „Le 2 Lanterne“ an der Leopoldstraße sucht Thomas Dressel einen neuen Pächter. Foto: Susanne Jagodzik

Die ehemalige Pizzeria besitzt einen großen und einen kleinen Gastraum, einen Abholbereich sowie einen Außenbereich. Der Betreiber einer Spielothek habe bereits sein Interesse für das Objekt bekundet. „Das ist aber erst zwei Wochen her. Sicher ist da noch nichts. Pachtinteressenten können sich jederzeit bei mir melden“, sagt Dressel.