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Silke Launert: Elektrifizierung, sonst Wasserstoff!

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Bayreuth – Schnabelwaid und weiter nach Nürnberg hat die Bayreuther Bundestagsabgeordneten Silke Launert (CSU) in einem Schreiben an den bayerischen Verkehrsminister Hans Reichhart gefordert. Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussion sei es nicht mehr zu vermitteln, dass Oberfranken in Sachen Elektrifizierung weiter außen vor bleibt.

Die Region als Diesel-Insel

Während in Oberbayern fast alle Bahnstrecken längst elektrifiziert seien, gelte der nordostbayerische Raum gemessen an den gefahrenen Kilometern noch immer als die Diesel-Insel Deutschlands, sagt Launert. Deshalb sei jetzt, wo es die Oberfranken-Achse nach dem Bundesverkehrswegeplan nicht in den vordringlichen Bedarf geschafft hat, der Freistaat am Zug, was die Elektrifizierung der Teilstrecke Bayreuth – Schnabelwaid angeht.

Launert kritisiert dabei die strikte Orientierung des Bundesverkehrswegeplans an der Wirtschaftlichkeitsberechnung. Es könne nicht sein, dass nur dann zukunftsträchtige Bahninvestitionen erfolgen, wenn sie sich aktuell schon aufgrund der Fahrgastzahlen rechnen.

Mit dieser Methode wird immer mehr der Ballungsraum gestärkt und der ländliche Raum unattraktiver gemacht. Mobilität ist heute für die Menschen von besonderer Bedeutung und so ziehen die Menschen dahin, wo gute Verkehrsanbindungen bestehen.

(Silke Launert)

Für alternative Antriebsarten bewerben

Die Abgeordnete fordert den Freistaat außerdem auf, zweigleisig zu planen. So sollte er sich außerdem um Fördergelder in Sachen alternative Antriebsarten bewerben. Es sei wichtig, technologieoffen zu sein, so Launert. So sollte beispielsweise gerade entlang der Oberfranken-Achse das Thema Wasserstoffantrieb auch für den Schienenverkehr weiterverfolgt werden.