Nachrichten

Silvesternacht: Einsatzkräfte ziehen Bilanz

Viele unterschiedliche Einsätze hatten die oberfränkischen Polizeibeamten in der Nacht des Jahreswechsels zu bewältigen – obwohl die Oberfranken überwiegend friedlich in das neue Jahr feierten. Hier ein Auszug.

Erhöhtes Einsatzaufkommen

Annähernd 100 zusätzliche Kolleginnen und Kollegen sorgten zwischen 19 Uhr am Silvesterabend und 7 Uhr am Neujahrsmorgen in den oberfränkischen Dienstbereichen für sichtbare Präsenz und eine zügige Abarbeitung der rund 426 Einsätze. Die Beamten schlichteten u.a. zahlreiche Streitigkeiten und bändigten betrunkene Randalierer. Dabei nahmen die Polizisten unter anderem 48 Anzeigen wegen Körperverletzung auf.

Bei einem Einsatz, kurz nach Mitternacht, gegen 0.30 Uhr, in der Bamberger Straße „Fabrikbau“ ermittelt nun die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg wegen Bedrohung und Sachbeschädigung. Eine Frau verließ im psychischen Ausnahmezustand nach einem Streit mit ihrer Familie die Wohnung und trug ein Messer bei sich. Im Treppenhaus beschädigte sie mehrere Wohnungstüren und traf auf eine 28-jährige Amerikanerin. Hierbei fuchtelte sich unkontrolliert mit dem zirka 30 Zentimeter langen Messer rum, wobei die Amerikanerin glücklicherweise keine Verletzungen davontrug. Auf der Straße griff die 39-jährige Deutsche dann unvermittelt einen 29-Jährigen an. Sie kratze ihn mit ihren Fingernägeln am Hals. Der Mann erlitt hierbei leichte Verletzungen. Polizisten konnten die Frau in Tatortnähe festnehmen, sie befindet sich derzeit in ärztlicher Behandlung.

Schwere Verletzungen durch Feuerwerkskörper

Am Neujahrsmorgen, gegen 1 Uhr, warf ein 26-Jähriger in Oberhaid, im Landkreis Bamberg, einen Pfennigkracher, welcher versehentlich auf der Hose seines Bekannten landete. Dieser entzündete mehrere Kartuschen Leuchtspurmunition, welche der 23-jährige Mann in seiner Hosentasche trug. Die Munition explodierte und der 23-Jähriger erlitt dabei schwere Verbrennung an seiner Hand und an seinem Oberschenkel. Der Mann musste zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ebenfalls durch Feuerwerkskörper erlitt ein 19-Jähriger im Landkreis Coburg eine schwere Augenverletzung, als eine Rakete von einem Baum abprallte und in unmittelbarer Nähe des jungen Mannes explodierte.

Bei 21 gemeldeten Ruhestörungen konnten die oberfränkischen Beamten in der Regel rasch Abhilfe schaffen. Darüber hinaus wurden in der Silvesternacht rund 15 Sachbeschädigungen angezeigt, bei denen ein Gesamtschaden von knapp 60.000 Euro entstand.

Der größte Sachschaden durch einen Brand entstand am Dienstagmorgen, gegen 8 Uhr, in Eckersdorf, im Landkreis Bayreuth, als ein Holzunterstand mit eingelagerten Kaminholz in Brand geriet. Das Feuer griff auf das angrenzende Haus über und es entstand ein Schaden von rund 25.000 Euro.

Insgesamt kam es in Oberfranken zu elf Verkehrsunfällen in der Silvesternacht. Nur eine Person erlitt dabei leichte Verletzungen.

Brände in der Silvesternacht in Bayreuth

Während der Silvesternacht wurde die Bayreuther Feuerwehr zu sechs kleineren Einsätzen gerufen. Damit bewegt sich das Aufkommen im – für den Jahreswechsel – üblichen Rahmen. Innerhalb weniger Stunden rückten die Einsatzkräfte der Abteilungen Ständige Wache, Innere Stadt, Sankt Georgen und Altstadt zu vier Mülltonnenbränden, einer noch brennenden Feuerwehrksbatterie auf einer Straßenkreuzung sowie einer ausgelösten Brandmeldeanlage aus. Dieser Einsatz im Industriegebiet stellte sich jedoch sehr bald als Fehlalarm heraus. Alle weiteren Kleinbrände in den Stadtteilen Burg, Neue Heimat, Birken, Innenstadt und Altstadt konnten durch den schnellen Einsatz eines Löschfahrzeuges rasch gelöscht werden.

Ähnliche Artikel

Close