Bayreuth Tigers gegen EC Bad Nauheim: Sebastian Busch trifft auf Goalie Felix Bick. Foto: Karo Vögel

Bayreuth Tigers gegen EC Bad Nauheim: Unglaublich turbulentes Drittel im Tigerkäfig

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Die Bayreuth Tigers haben am Freitag (31. Januar 2020) im heimischen Eisstadion den EC Bad Nauheim empfangen. Gegen den (vor dem Spiel) Tabellenfünften aus Bad Nauheim mussten die Tigers mit argen Personalnöten antreten. Neben Verletzung und Krankheit wurde unter der Woche noch Drew Melanson von der DEL2 gesperrt. Die Tigers setzten sich allerdings dennoch durch: Die Tigers gewannen im heimischen Tigerkäfig mit 4:2.

Schläfriger Beginn der Bayreuth Tigers

Bad Nauheim dominierte die ersten Minuten auf dem Eis. Sie waren körperlicher, präziser und leisteten sich weniger Fehler. Die Tigers leisteten sich viele Leichtsinnsfehler: ungenaue Pässe, viele Stockfehler oder Lücken in der Verteidigung. Simon Karlsson vertändelte die Scheibe und wechselte kopfschüttelnd und mit einem lauten “Hör auf”-Schrei das Eis.

Erst gegen Ende des ersten Drittels kamen die Tigers in Schwung. Waren es noch Einzelleistungen von Juuso Rajala oder Sebastian Busch, scheiterten die Tigers kurz darauf nach der ersten gelungenen Kombination am überragend reagierenden Keeper, Felix Bick. So ging es mit 0:0 in die Drittelpause.

Turbulentes Drittel in Bayreuth

Nauheim startete wieder agiler und dominant. In der 23. Minute konnte Dani Bindels die Scheibe abfangen und beinahe unbedingt auf Jaeger zulaufen. Er nagelte den Puck ins Tor der Tigers zum 0:1. Aber die Tigers wurden dadurch motiviert. Im eigenen Powerplay spielten sie viele Chancen heraus und erzielten den Ausgleich, der allerdings erst per Videobeweis gegeben wurde. Torschütze zum 1:1 Tyler Gron.

Und die Tigers machten weiter. In Unterzahl holt sich Ivan Kolozary im eigenen Drittel, tanzt zwei Nauheimer aus und kommt nach einem Doppelpass wieder an die Scheibe. Er erhöht in Unterzahl auf 2:1. Er brachte damit nicht nur die Tigers in Führung, sondern auch den Tigerkäfig zum Kochen. Danach wurde jeder Scheibengewinn, jeder Pass, jeder Abschluss, jeder Zweikampf frenetisch gefeiert.

Gegen Ende des zweiten Drittels wurde es dann aggressiver. Beide Mannschaften spielten nach “übertriebener Härte” zu viert. Dann wurde es unfair: Der Nauheimer Andrej Bires attackierte Pascal Grosse von hinten gegen den Kopf. Seine Strafe: 2 + 10 wegen einem Check gegen den Helm.

Weiter ging’s mit den Strafzeiten: Wegen Beinstellen musste ein weiterer Nauheimer vom Eis. Das nutzten die Tigers. Im Powerplay stocherte Kolozvary die Scheibe zum 3:1 über die Linie. Doch die Tigers waren noch hungrig: Mit einem Gewaltschuss erhöhte Tomas Schmidt kurz vor der Drittelpause auf 4:1.

Letztes Drittel der Bayreuth Tigers

Zu Beginn des letzten Drittels mussten die Tigers kurzzeitig in doppelter Unterzahl ran: Halten (Rajala) und Spielverzögerung (Karlsson) drängten die Bayreuther ins eigene Drittel. Bad Nauheim nutzte die Unterzahl und erzielte das 4:2 durch einen Abstauber von Zach Hamill.

Danach gestaltete sich ein offenes Spiel. Beide Mannschaften hatten viele Chancen, scheiterten aber immer an den jeweiligen Goalies. Bayreuth bestimmte das restliche Drittel, auch weil Nauheim sich immer wieder Strafzeiten leistete. Die Tigers gewannen im heimischen Tigerkäfig mit 4:2.