Bayreuth Tigers in Heilbronn: Chance zum Turnaround?

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Zurzeit läuft es bei den Bayreuth Tigers nicht so rund. Am Mittwochabend hat die Mannschaft das fünfte Spiel in Folge verloren. Am heutigen Freitag und am Sonntag stehen die nächsten Partien an. Schaffen es die Tigers, das Ruder herum zu reißen? Erst geht es um 20 Uhr in Heilbronn gegen ein Team der Stunde, die Falken, bevor am Sonntag um 17 Uhr der amtierende Meister Ravensburg in den Tigerkäfig kommt.

Junge Spieler, erfahrene Offensive und ein Ex-Tiger

Kaum irgendwo sonst steht die Ausbildung junger Spieler so im Mittelpunkt, wie in Heilbronn. Dort stehen extrem viele Spieler der Adler Mannheim im Kader und nehmen auch schon wichtige Schlüsselpositionen ein.
Trainer Mellitzer kann zum Beispiel mit Nemec und Pantkowski auf ein starkes Torhüter-Duo bauen. Hinten hat man mit dem Amerikaner Brady und Maschmeyer sowie Ex-Tiger Pavlu, Damon, Wruck (aktueller Topscorer) und Nikiforuk drei sehr erfahrene Offensivspieler mit Wurzeln aus Nordamerika, um die vielen Jungspunde etwas zu führen.

Harter Gegner

Da der Vertrag mit dem letztjährigen Topscorer Gibson erst sehr spät aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst wurde, kamen kurz vor Saisonstart mit Gervais und Koch noch zwei Neuzugänge an den Neckar, die inzwischen auch „Betriebstemperatur“ aufgenommen haben. Wie gut dieses breit aufgestellte Kollektiv aktuell funktioniert, zeigen die 14 Punkte aus den letzten fünf Spielen, die die Falken bis auf Platz drei nach vorne gebracht haben. Die überragende Powerplay-Bilanz von momentan über 33 Prozent Erfolgsquote ist dabei oft der „Dosenöffner“ für die effektivste Offensive der Liga, wo dela Rovere und Valenti mit schon vier Überzahl-Treffern herausstechen.

Amtierende Meister im Tigerkäfig

In Ravensburg wurde die größte Veränderung vermutlich auf der Trainerbank vorgenommen. Meistercoach Chernomaz wurde vom Finnen Valtonen beerbt, der daneben mit Wöllfl und dem Ex-Lausitzer Schmidt zwei neue Goalies, mit Hayes einen neuen Spielmacher und Haaranen in der Abwehr und Koskiranta im Sturm zwei Landsleute auf wichtigen Positionen neu im Team hat. Dazu noch mit Seifert hinten und Brandl vorne zwei weitere Neuzugänge, die zuvor lange in der DEL gespielt haben. Richtig rund läuft es bei den Towerstars allerdings noch nicht, denn zehn Punkte und Platz sieben entspricht sicher nicht ganz den Vorstellungen in der Spielestadt.

Risiko: Fehler in der Abwehr

Bei den Tigers war eine zu harmlose Offensive auffällig, aber inzwischen mehren sich auch die haarsträubenden Abwehrfehler zu einer gefährlichen Mischung, die auch schnell in eine mentale Abwärtsspirale münden können. Da wäre es wichtig, den Turnaround zu schaffen, aber der amtierende Meister und ein Team, das gerade einen tollen Lauf hat, sind da sicher nicht die leichtesten Aufgaben.