Nicklas Mannes und Johan Lorraine bleiben Tiger

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Nicklas Mannes, während der Saison zu den Tigers gewechselt, hat seine Zusage für eine weiter DEL2-Spielzeit in Bayreuth gegeben. Der im November nachverpflichtete Linksschütze, der zuvor bei der Düsseldorfer EG unter Vertrag stand und als Förderlizenz-Akteur für den EC Bad Nauheim aufs Eis gegangen war, hat sich schnell eingelebt und im Team der Wagnerstädter zurechtgefunden.

Weiter an der Seite von Karlsson

Meist an der Seite des ebenfalls während der Saison dazu gestoßenen Verteidiger-Kollegen Karlsson, hat der 20-jährige kampfstarke Rheinländer inzwischen 26 Partien für die Tigers absolviert und dabei zwei Mal ins Tor getroffen und einen weiteren Treffer vorbereitet. Viel wichtiger als die reine Statistik ist jedoch der Wille des jungen Ratingers, keine Scheibe verloren zu geben und seinen Job in der defensiven Zone zu 100 Prozent zu erledigen. Dazu kommt, dass Mannes äußerst fair agiert und generell sehr wenige Strafen zieht. Die Strafbank ist ihm in den bisherigen Partien für die Tigers fremd geblieben – null Strafminuten stehen derzeit in seiner Statistik.

Auch Johan Lorraine bleibt

Auch der kürzlich zu den Tigers gestoßene Johan Lorraine bleibt bis zum Ende der laufenden Saison. Nachdem der 29-jährige Schwede zwei Spiele absolviert hat und in diesen sowie auch in den abgehaltenen Trainingseinheiten die Verantwortlichen überzeugen konnte, hat man sich darauf verständigt, den vorerst als Tryout begonnen Vertrag bis Saisonende zu verlängern.



Nicklas Mannes im Interview

Nicklas, seit gut zwei Monaten bist du in Bayreuth. Wie gefällt es dir hier?

Nicklas Mannes: Ich habe mich sehr schnell einleben können. Da ich mit Tobi (Kirchhofer) und Noah (Nijenhuis) in einer WG wohne, unternehmen wir natürlich auch viel zusammen. Das Kennenlernen vieler Dinge in Bayreuth ging dann recht schnell.

Als Rheinländer nach Oberfranken – wie groß war die Umstellung?

Nicklas Mannes: Das war und ist kein Problem. Ich komme ja aus Ratingen und das ist auch nicht die ganz große Stadt. Mir gefällt es sehr gut hier und ich freue mich, die Stadt auch im Sommer – wenn es wieder los geht zur neuen Saison – kennenzulernen.

Du hast erwähnt, dass du mir anderen jungen Spielern eine WG bildest. Wie ist es innerhalb der Mannschaft? Versteht man sich mit allen gut oder gibt es die sogenannte „Grüppchenbildung“?

Nicklas Mannes: Es ist ganz unterschiedlich. Natürlich hängen die jüngeren Spieler untereinander mehr zusammen ab, aber wir unternehmen auch als Team einiges. Man geht mal zusammen weg oder wir haben alle zusammen den Super Bowl geschaut. Da sind dann junge Spieler, unsere etablierten Jungs oder die Kontingentspieler alle zusammen. Die Stimmung insgesamt kann man als sehr gut beschreiben. Ich sehe es auch als gutes Zeichen, dass bis jetzt schon einige Jungs verlängert haben. Das ist auch für mich einer der Gründe, weiter in Bayreuth spielen zu wollen. Man weiß schon jetzt im Groben, was einen im nächsten Jahr erwartet, was den Kader anbetrifft.

Bereits in Bad Nauheim hast du unter Petri Kujala gespielt. War der Trainer auch ein Grund für deine Entscheidung in Bayreuth zu bleiben?

Nicklas Mannes: Es gibt ja einiges abzuwägen, wenn man sich entscheidet, einen Vertrag zu unterschreiben. Und natürlich war auch die Trainer-Position einer der Gründe. Petri kennt mich und hat mich auch nach Bayreuth geholt. Ich kenne seine Arbeitsweise. Er gibt mir sehr viel Eiszeit und Vertrauen, was für mich als noch jungen Spieler natürlich sehr gut ist, um mich weiterzuentwickeln.

Du spielst in der Regel mit Simon Karlsson. Ein gutes Team?

Nicklas Mannes: Ich denke schon. Wir harmonieren inzwischen ganz gut und können uns gegenseitig auf den anderen verlassen. Die Verständigung funktioniert oft ohne große Worte, weil wir häufig ganz ähnlich spielen wollen.

Die letzten Ergebnisse am vergangenen Wochenende waren nicht so berauschend.

Nicklas Mannes: Das ist richtig. Gegen Dresden waren wir meiner Ansicht nach gar nicht schlecht und hätten genauso als Sieger das Eis verlassen können. Gegen Deggendorf ist es schwer bis gar nicht zu erklären. Da läuft es einfach nicht.

Nun geht es nach Kassel und dann gegen Freiburg. Wie sieht die Zielsetzung aus?

Nicklas Mannes: Wir werden wieder angreifen und unser Spiel machen. Wir haben in den letzten Monaten ja bewiesen, dass wir es können und wollen wieder Punkte einfahren. Wir haben noch einige Spiele vor uns und haben meiner Meinung nach noch die Chance, die Pre-Playoffs klar zu machen.



Der Kader für die Spielzeit 2019/20 sieht jetzt so aus:

Trainer: Petri Kujala

Tor: Brett Jaeger

Abwehr: Martin Heider, Henry Martens, Simon Karlsson (DEL2), Nicklas Mannes (DEL2)

Angriff: Michal Bartosch, Sebastian Busch (DEL2), Kevin Kunz, Ivan Kolozvary, Tim Richter (DEL2)