Tigers-Goalie Herden: Den Puck auch mal mit Gewalt reindrücken

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Im bt-Interview spricht Timo Herden von der Krise bei den Bayreuth Tigers, der Ansprache von Geschäftsführer Matthias Wendel und der nächsten Partie gegen die Löwen Frankfurt. Das komplette Interview gibt’s im Video über dem Text, die wichtigsten Aussagen im folgenden Artikel.

Zurück zu den Grundlagen

Die Stimmung bei den Bayreuth Tigers sei zur Zeit etwas geknickt, bestätigt Torwart Timo Herden. Nach sieben Niederlagen am Stück sei das verständlich, helfe aber natürlich nicht dabei, das Ruder wieder herumzureißen.

Das Beste ist es jetzt, von Spiel zu Spiel zu gehen. Wir müssen zurück zu den Grundlagen kommen und mit Mut und Selbstvertrauen die Punkte holen.

(Timo Herden)

Im Moment sei natürlich jeder geknickt, denn keiner würde absichtlich schlecht spielen. In der Kabine könne es dann schon auch mal lauter werden. Das gehöre zum Eishockey dazu.

Timo Herden im Interview im Tigerkäfig. Foto: Susanne Jagodzik.

Es muss sich dringend etwas ändern

Auch Geschäftsführer Matthias Wendel hat sich kürzlich zur Krise seines Clubs geäußert. Mitte der Woche hat der Tigers-Chef eine Krisen-Ansprache an die Mannschaft gehalten und seine Kritik danach auch öffentlich gemacht. Timo Herden sieht den Schritt positiv, denn es müsse sich in der Mannschaft dringend etwas ändern.

Es war wohl ganz gut, dass mal jemand auf den Tisch gehauen hat. Die Punkte kommen nicht von alleine. Solche Leistungen wie gegen Ravensburg dürfen deshalb nicht mehr vorkommen.

(Herden über die Ansprache des Geschäftsführers)

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Es gibt keine Eintagsfliegen

Vor der Saison war das Gefühl bei den Tigers noch ein anderes. Da sei die Euphorie im Team und im Umfeld noch groß gewesen. Als Ziel wurde für die Saison die Playoffs ausgegeben. Anfangs schienen die Tigers dafür auch noch gut auf Kurs zu sein. Nach zwei Siegen in den ersten zwei Partien standen die Bayreuther auf Platz eins der Tabelle.

Nach den ersten zwei Siegen kam vielleicht ein bisschen der Schlendrian rein. Vielleicht hat der ein oder andere Spieler gedacht, dass es ganz von alleine läuft.

(Herden über die Talfahrt der Tigers nach Spiel zwei)

Doch so einfach gehe das in der DEL2 eben nicht.

In der Liga gibt es keine Eintagsfliegen, da kann Jeder gegen Jeden gewinnen.

(Herden über die Konkurrenz in der DEL2)

Herden pariert. Foto: Karo Vögel

Als Torwart kann man die Mannschaft pushen

Als Torwart sei Herden es gewohnt, seinen Mannschaftskameraden große Teile des Spiels zuzusehen. Doch auch im Tor oder auf der Bank könne er seine Kollegen unterstützen.

Im Tor kann man seine Saves machen um der Mannschaft Ruhe zu geben. Man muss einfach positiv bleiben und die Mannschaft in den Drittelpausen pushen.

(Herden über seine Rolle)

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Der Bayreuther Keeper Herden stoppt den Angriff der Bad Nauheimer. Foto: Karo Vögel.

Zu Gast beim Vizemeister

Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich dem Goalie der Tigers am Freitagabend in Frankfurt. Die Chance, dass der Vizemeister das Schlusslicht dabei unterschätzen würde, sehe Herden dabei nicht. Für Bayreuth komme es darauf an, dass jeder “Vollgas gibt” und bis zum Schluss für die Punkte kämpfe. Dabei sei egal, ob ein Tor schön herausgespielt sei oder nicht: Es gehe einzig und alleine um den Erfolg.

Es ist ja scheißegal ob da jetzt vier schöne Pässe zum Tor geführt haben oder ob der Puck einfach reingedrückt wurde. Das ist Wurst.

(Timo Herden)

Die Bayreuth Tigers im Fokus