Tigers: Ravensburg kommt im Tigerkäfig unter die Räder

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Am Ende wurde es dann doch knapper als während des Spiels gedacht. Mit 5:3 besiegen die Tigers die von Tabellenplatz 2 und damit als Favoriten ins Wochenende gestarteten Towerstars aus Ravensburg.

Schnell steht es 4:0

Die kamen zu Beginn der Partie im Tigerkäfig vor 1.400 Zuschauern fürchterlich unter die Räder. Nach 28 Minuten und Toren von Järveläinen, Richter, nochmal Järveläinen und Kronawitter lagen die Tigers mit 4:0 in Front. Innerhalb von 20 Sekunden fiel dann auf beiden Seiten noch ein Tor, sodass Raphael Kapzan, einer der beiden Interims-Trainer der Ravensburger, nach dem Spiel anerkennen musste: “Bis wir umgeschaut haben, hat es 4:1 für Bayreuth gestanden.”

Trainerentlassung am Vortag

Allerdings: Die ambitionierten Ravensburger reisten auch mit untypisch wenig Selbstvertrauen in Bayreuth an. Erst Stunden zuvor hatte die Vereinsführung nach zwei Jahren und für viele völlig überraschend Trainer Jimi Ehrenberger entlassen. Denn die Leistungen ließen zuletzt zu wünschen übrig.

Mit zwei Toren wieder spielentscheidend: Ville Järveläinen. Foto: Karo Vögel

Niederlage gegen Crimmitschau

Nach zwei Spielzeiten in denen sich der Verein viel vorgenommen hatte und enttäuscht wurde, war man diesmal vielsprechend gestartet in die neue Saison. Über einen Monat lang hatten die Towerstars, für die einst auch Tigers-Coach Petri Kujala zum Ende seiner aktiven Laufbahn die Schlittschuhe schnürte und mit denen er in die 2. Liga aufgestiegen war, mit teils großem Vorsprung von der Tabellenspitze gegrüßt. Dann allerdings brachte eine Länderspielpause die Mannschaft aus dem Tritt. Noch am Freitag verloren die Ravensburger mit Ehrenberger auf der Bank ihr Heimspiel gegen Crimmitschau. Da zogen die Bosse die Notbremse und nahmen die Spieler in die Pflicht. Dem ein oder anderen Towerstar war die Belastung auf dem Bayreuther Eis anzumerken. Selten hat man von einer Mannschaft, die über kurz oder lang in die DEL will und für sogar ein neues Eisstadion plant, so viele Stockfehler gesehen.

Herden ist Mann des Spiels

Allerdings: Im Laufe des Spiels kämpften sich die Racensburger wieder heran. Goalie Timo Herden geriet im dritten Drittel regelrecht unter Beschuss. Dass er am Ende zum Mann des Spiels auf Seiten der Gastgeber gewählt wurde, überrascht wenig. Das Aufbäumen der schwer angeschlagenen Gäste kam dann aber zu spät. Zum Glück für die Bayreuther, möchte man meinen. Der Treffer zum 5:2 fiel neun Minuten vor Schluss, das Tor zum 5:3 erst zehn Sekunden vor dem Ende.

“Verheerender Auftritt”

Auf die Ravensburger kommen jetzt schwere Tage zu. Bezeichnete deren Heimatzeitung, die  Schwäbische Zeitung, die Towerstars noch im November als das “Maß aller Dinge” in der DEL 2, spricht sie nach dem Spiel in Bayreuth von einem “verheerenden Auftritt”.

Ganz anders ist die Lage jetzt bei den Tigers. Mit sieben Niederlagen in die Saison gestartet, liegen die Bayreuther jetzt auf Platz 9. Rang 10 berechtigt zur Teilnahme an den Pre-Playoffs.