Tigers-Stürmer Kolb: „Nichtabstieg – das ist doch kein Ziel!“

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Am Freitag sind die Bayreuth Tigers wieder in der DEL2 gefordert. Auswärts spielen die Bayreuther dabei gegen den EC Bad Nauheim. Tigers-Angreifer Nico Kolb stand noch im letzten Jahr bei den Hessen unter Vertrag. Im Interview äußert er sich zu seinem Start bei den Tigers, den Saisonzielen und der Partie gegen seinen Ex-Club.

Ein ehrgeiziger Sportler

Für Nico Kolb ist das Saisonziel klar: mit den Bayreuth Tigers die Playoffs erreichen. Denn um Erfolg zu haben müsse man klare Ziele ausgeben. Nur so würden diese auch erreicht werden können.

Foto: Peter Kolb

Playoffs will jeder spielen. Nichtabstieg – das ist doch kein Ziel!

(Nico Kolb)

Der Angreifer der Tigers sieht sich selbst als ehrgeizigen Sportler an. Insbesondere in einer Liga wie der DEL2 sei dieser Eigenantrieb wichtig, um erfolgreich sein zu können, so Kolb. 

Bayreuth und Bad Nauheim: Nach zwei Spielen in der Vorbereitung trifft man sich nun auch in der DEL2. Foto: Karo Vögel.

Das Spiel gegen den Ex-Club

Am Freitag geht es nun für Kolb mit den Tigers nach Bad Nauheim, zu dem Club, für den er die letzten zwei Jahre gespielt hat. Natürlich freue er sich, seine alten Kollegen auf und neben dem Eis wiederzusehen, zumal er auch im Vorbereitungsspiel in Hessen nicht dabei gewesen ist. 

Eine unglaublich hohe Bedeutung möchte der Tigers-Angreifer der Partie gegen seine ehemaligen Teamkameraden dennoch nicht beimessen. 

Ich habe zwar die letzten zwei Jahre dort gespielt, aber an sich ist Bad Nauheim für mich auch ein Gegner wie jeder andere.

(Kolb über das anstehende Duell der Tigers mit Bad Nauheim)

Ein kleiner Vorteil könnte es für die Bayreuther dennoch sein, einen Mann im Kader zu haben, der die Spieler, den Coach und die Spielphilosophie der Roten Teufel kennt. Gerade wenn es eng werden sollte, könne das unter Umständen schon den Ausschlag geben, wie der Stürmer ausführt. 

Das Eisstadion in Bayreuth,

Das Eisstadion in Bayreuth. Foto: Carolin Richter

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Bei den Tigers hat sich der Stürmer gut eingelebt. Zwar sei zum Feiern und für andere größere Unternehmungen in der Wagnerstadt bislang kaum Zeit gewesen, aber auf dem Eis und in seinem neuen Team fühle er sich wohl, wie er erklärt. Das sei ja auch erstmal die Hauptsache. 

Für ihn sei das Eisstadion daher auch interessanter als Opernhaus und Co, denn Kolb sei generell kein Mensch, der sich groß für Sehenswürdigkeiten interessiere.

Wenn ich Urlaub habe, mache ich auch keine Städtetrips. Daher bin ich auch in Bayreuths eher fernab der Sehenswürdigkeiten unterwegs.

(Nico Kolb)

Die Tigers im Training. Foto: Alex Vögel.

Luft nach oben

Im Allgemeinen fällt Kolbs Bilanz zum Saisonstart eher gemischt aus. Nach zwei Siegen aus vier Spielen stehen zwar bereits fünf Punkte mehr auf dem Konto als in der letzten Saison, dennoch sei das Team, laut Kolb, mit der Spielweise noch nicht so zufrieden.

Wir haben noch nicht so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Defensiv waren wir zwar schon recht stabil, offensiv geht aber auf jeden Fall noch mehr!

(Kolb über die bisherigen Spiele)

Daher hätten sich die ersten zwei Siege auch nicht wirklich angefühlt wie Erfolge, denn es sei schon recht viel Glück dabei gewesen. Folglich war auch die Tabellenführung der Tigers nach dem zweiten Spiel kein Thema in der Kabine. 

Positiv war es natürlich dennoch, mit zwei Siegen gestartet zu sein, denn letztes Jahr hätten die Tigers derartige Spiele wohl verloren, wie Kolb die Stimmung aus der Kabine beschreibt. Gegen Bad Nauheim gehe es nun darum, den nächsten Schritt zu machen. 

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