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Cheerdancing

Bayreuther Cheerleader: Deutsche Meister im Fernsehen bei Thomas Gottschalk

Sandra Stockinger ist Trainerin der Cheerdancers Diamonds. Als Tänzerin holte sie zwischen 1990 und 1998 selbst Pokale, stand bei Basketballspielen in der Oberfrankenhalle auf dem Parkett und tanzte sogar bei Thomas Gottschalk im Fernsehen. 

Seit März 2020 dürfen die Cheerdancers Diamonds bei den Heimspielen von medi bayreuth nicht mehr dabei sein: wegen der Corona-Pandemie. „Das Adrenalin und die Energie der Fans in der Oberfrankenhalle fehlt vielen der Mädchen schon“, sagt Trainerin Sandra Stockinger. Sie weiß, wovon sie spricht. In den 90er-Jahren stand sie selbst als Tänzerin bei Basketballspielen in Bayreuth auf dem Parkett. Trotz des Lockdowns sind die heutigen Bayreuther Cheerleader, die Diamonds, weiter an der Seite von medi bayreuth.

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Cheerdancing aus Bayreuth: Deutsche Meister im Fernsehen bei Thomas Gottschalk

Los ging das mit dem Cheerdancing für Stockinger 1990: damals hieß sie noch Sandra Benker. „Andrea Möckel hat damals für das damals neue Football-Team eine Cheerleader-Gruppe gegründet und mich gefragt, ob ich dabei sein möchte.“ Natürlich war die gebürtige Benker an Bord. „Vorher habe ich Aerobic und Modenschauen gemacht. Bei den neuen Cheerleadern habe ich mir dann von Anfang an die Tänze ausgedacht“, erinnert sich Stockinger. Kurz darauf habe sie dann die Gruppe übernommen: mit Erfolg.

Beim Spirit Bowl 1991 holten die damaligen Bayreuther Cheerdancers den zweiten Platz und wurden zum beliebtesten Team der Zuschauer gewählt. Ein Jahr später gewannen die Tänzerinnen dann die bayerische Cheerleading-Meisterschaft in Bamberg und die deutsche Meisterschaft in Düsseldorf.

TV-Auftritt bei Thomas Gottschalk „sehr aufregend“ – besondere Ehre für Bayreuher Cheerdancers

Den Bayreuther Cheerdancers wurde dann eine besondere Ehre zuteil: Sie wurden ins Fernsehen in die Late Night Show mit Thomas Gottschalk eingeladen. „Das war sehr aufregend“, erinnert sich Sandra Stockinger. Das komplette Team sei richtig professionell geschminkt worden und war über die ganze Sendung hinweg immer wieder Teil der Show.

Im Mittelpunkt des Auftritts der Bayreuther stand natürlich ein Tanz. „Der Kontakt kam damals über Eventplaner Michael Angerer zustande“, erinnert sich Stockinger, die immer wieder gerne an den TV-Auftritt zurückdenkt.

Cheerleader von Steiner Bayreuth: „Wir waren damals schon etwas Besonderes“

Nach zwei Spielzeiten an der Seitenlinie bei den Bayreuther Footballspielern wechselten die Cheerleader die Sportart und feuerten fortan das Basketball-Team bei seinen Spielen in der Halle an. „Tom Schneeman hat uns damals dazu geholt“, erzählt Stockinger.

Für die Cheerdancers habe das Vorteile gehabt. „Beim Football steht man auf diesem riesigen Feld. Da geht man total unter. Das Wetter macht es auch nicht gerade einfacher“, sagt Stockinger mit einem Grinsen im Gesicht. Von Sonnenbränden und klitschnassen Pompons wechselten die Cheerdancers in die heutige Oberfrankenhölle.

„Damals gab es noch nicht so viele Tanzgruppen. Wir waren damals schon etwas Besonderes. Folglich hatten sie keine Wahl: Sie mussten uns nehmen.“

(Sandra Stockinger)

1998 endete das Engagement der Cheerdancers bei Steiner Bayreuth dann. Nach einem Abstieg veränderte sich auch das Personal. Auf Cheerdancing sei dann nicht mehr so viel Wert gelegt worden, erinnert sich Stockinger. „Die Wertschätzung war einfach nicht mehr da. Für uns war das damals sehr ärgerlich, denn kurz darauf ist unsere Gruppe auseinandergebrochen und wir haben uns aufgelöst.“

„Dance4Fun“: So entstanden die Cheerdancers Diamonds

Für Stockinger ging das Leben weiter: Sie gründete eine Familie. Doch das Tanzen ließ sie nicht los. „Nach einer Pause von sechs Jahren hat mich ein Bekannter gefragt, ob ich nicht an der VHS Eckersdorf einen Tanzkurs geben möchte. Ich habe zugesagt. Daraus sind dann die heutigen Diamonds entstanden.“

Nach der Gründung der neuen Tanzgruppe 2004 dauerte es acht Jahre, bis die Diamonds das erste Mal bei einem Basketballspiel in der Oberfrankenhalle auf dem Parkett standen. Vorher fuhren die Tänzerinnen sogar zwei Saisons lang nach Nürnberg zum Team von Derrick Taylor und tanzten dort.

Bei medi bayreuth fühlen sich die Cheerdancers Diamonds nun aber angekommen. Die Tänzerinnen sind komplett andere als damals 2004, nur eine ist immer noch dabei: Coach Sandra Stockinger, die auch schon 1993 bei den Spielen des Basketball-Teams auf dem Parkett stand. Mit dem Tanzen werde sie sicher verbunden bleiben, so lange es die Diamonds gibt. „Ich bin einfach nicht wegzukriegen“, sagt sie mit einem Grinsen im Gesicht. „Naja…irgendwann vielleicht schon. Aber ein paar Jährchen habe ich schon noch“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

Bildergalerie: Cheerleading in Bayreuth von 1990 bis heute

  • Die ersten Pompons der Bayreuther Cheerdancers waren aus Hartgummi.

    Die ersten Pompons der Bayreuther Cheerleader waren aus Hartgummi. Foto: Privat
  • Sandra Stockinger tanzte in den 90er-Jahren für Steiner Bayreuth. Heute trainiert sie die Cheerdancers Diamonds.

    In den 90er-Jahren tanzte Sandra Stockinger für Steiner Bayreuth. Fotos: Privat
  • Die Cheerleader von Steiner Bayreuth in der Oberfrankenhalle.

    Die Bayreuther Cheerdancers in den 90er-Jahren in der Oberfrankenhalle. Foto: Privat
  • Sandra Stockinger – von der Cheerleaderin zur Trainerin.

    Cheerleaderin Sandra Stockinger in den 90er-Jahren. Foto: Privat
  • Heute trainiert Stockinger die Cheerdancers Diamonds.

    Sandra Stockinger ist Trainerin der Cheerdancers Diamonds. Foto: Günter Grünbauer
  • Sandra Stockingers Tochter Eileen tanzt bei den Diamonds.

  • Die Cheerdancers Diamonds.

  • Cheerdancing aus Bayreuth.

    Die Cheerdancers Diamonds supporten medi bayreuth: Auch in der Corona-Krise. Archivfoto: Günter Grünbauer

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Frederik Eichstädt