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Coronavirus: Wie ernst ist die Lage bei medi bayreuth?

Bei medi bayreuth laufen die Vorbereitung auf die neue Basketball-Saison. Während im Juni noch zehn Clubs die aktuelle Saison in einem Turnier in München zu Ende bringen, bereitet man sich in Bayreuth schon auf die neue Spielzeit vor. Der Geschäftsführer von medi bayreuth, Björn Albrecht, hat sich jetzt dazu geäußert.

Bei medi bayreuth ist die Lage wie bei allen Clubs der Liga sehr angespannt, sagt Geschäftsführer Björn Albrecht in einem Interview auf der medi bayreuth-Website. Durch Maßnahmen wie Kurzarbeit, die Auflösung der Spielverträge und mehr konnte der Verein am Leben gehalten und stabilisiert werden. Spätestens ab August benötigt medi bayreuth allerdings „frisches Geld“, um die Ausgaben für Team und Spielbetrieb decken zu können. Dies werde eine große Herausforderung, so Albrecht. 

Wie ist die Lage bei medi bayreuth?

Aufgrund des Coronavirus sei es nicht absehbar, unter welchen Bedingungen der Trainings- und Spielbetrieb in der BBL wieder aufgenommen werden könne. Zudem sei nicht klar wann eine neue Saison starten werde, so Albrecht. Wichtig sei hierbei auch die Frage, ab wann wieder Zuschauer in die Hallen kommen dürfen. Daneben gebe es auch große Fragezeichen bezüglich der wirtschaftlichen Faktoren – bislang sei nicht klar, ob zum Beispiel der Mindestetat aufgrund der Corona-Krise herabgesetzt werde. 

„Im Wesentlichen benötigen wir vor allem wirtschaftlich Klarheit, um entsprechend agieren zu können. Diese Klarheit werden wir vorerst nicht bekommen und tappen daher weiterhin sprichwörtlich im Dunkeln. Eine Situation die wir mit den anderen Bundesligisten teilen.“

(Björn Albrecht, Geschäftsführer medi bayreuth)

Albrecht befindet sich derzeit in Gesprächen mit Sponsoren für eine Einschätzung der Lage zur wirtschaftlichen Situation. Die Krise betreffe nämlich auch so gut wie alle Partner medi bayreuths vom Handwerksbetrieb bis hin zum Hauptsponsor medi. Diese machen 70 Prozent des Etats der Bayreuther Basketballer medi bayreuth aus. Im Gespräch mit dem Bayreuther Tagblatt hat medi-Coach Raoul Korner die Lage eingeschätzt.

Eine Herausforderung für Verein, Fans und Sponsoren

Für Sponsoren stehe das Live-Erlebnis in der Halle im Mittelpunkt, sagt Albrecht. Im Falle von Geisterspielen würde dieses zu einem großen Teil wegfallen. Dies würde zwangsläufig dazu führen, dass neben ausbleibenden Zuschauereinnahmen auch ein massiver Einbruch der Sponsorengelder kommen werde. 

Was die abgelaufene Saison anbelangt, möchte Albrecht den Sponsoren, medi-Fans und Dauerkartenbesitzern danken, die zu einem großen Teil auf die Rückzahlungsansprüche für die ausgefallenen Spiele verzichtet haben. Aktuell mache sich der Verein über ein angepasstes Dauerkartenmodell für die Zukunft Gedanken. 

Ein großes Fragezeichen

Wie der Kader der Heroes of Tomorrow im nächsten Jahr aussehen werde, könne man derzeit noch nicht sagen. Mit Bastian Doreth und Lukas Meisner gebe es nur zwei Spieler, die auch einen Vertrag für die kommende Spielzeit besitzen, sagt Albrecht. Meisner habe allerdings eine Ausstiegsoption bis Mitte Juni in seinem Arbeitspapier. Das Bayreuther Tagblatt hat auch darüber mit Lukas Meisner gesprochen. Ein weiterer Spieler, den medi gerne behalten möchte, ist Andreas Seiferth. Durch die derzeitige Lage sind jedoch jegliche Vertragsgespräche derzeit auf Eis gelegt.

Das komplette Interview mit Björn Albrecht gibt’s auf www.medi-bayreuth.de

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Frederik Eichstädt