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Handball/HaSpo Bayreuth

HaSpo Bayreuth gewinnt erstes Heimspiel der dritten Liga – der Kapitän macht zehn Tore

Die Handball-Herren von HaSpo Bayreuth spielen in der Saison 2020/21 in der Dritten Liga. Nach dem Aufstieg wollen die Handballer jetzt eine Liga höher gute Ergebnisse erzielen.

Die Herren von HaSpo Bayreuth spielen in der Saison 2020/21 in der Dritten Liga: zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte. Alles zur Saison der HaSpo-Damen gibt’s hier.

Meldung vom 12. Oktober 2020: HaSpo Bayreuth gewinnt erstes Heimspiel in Liga drei deutlich

Im zweiten Anlauf hat es für die Drittligahandballer von HaSpo Bayreuth geklappt mit dem ersten Saisonsieg. Im Heimspiel gegen den TSV Blaustein setzte sich der Liganeuling im heimischen Schulzentrum Ost vor 150 Zuschauern deutlich mit 31:22 (14:8) durch.

Die Gastgeber starteten rasant in die Partie. Eine stabile Defensive mit einem stark haltenden Nick Tornow im Tor kombiniert mit gutem Tempospiel brachte HaSpo Bayreuth nach gut vier Minuten mit 4:1 in Front. Die Gäste waren offensichtlich überrascht ob der aggressiven und agilen Abwehr der Hausherren. Beim 7:3 (12.) sah sich der Gäste-Trainer bereits zur ersten Auszeit gezwungen. 

HaSpo Bayreuth lässt sich nicht verunsichern – der Kapitän macht zehn Tore

Diese zeigte jedoch nur kurz Wirkung, denn vom zwischenzeitlichen 6:8-Anschluss ließen sich die Bayreuther nicht verunsichern, sondern setzten sich angeführt vom starken HaSpo-Kapitän Paul Saborowski, der am Ende mit zehn Treffern Toptorschütze der Partie war, bis zur Pause auf 14:8 ab. Das konnte auch die zweite Auszeit des TSV Blaustein in Minute 24 nicht verhindern.

An die überzeugende Leistung des ersten Abschnittes konnte der Aufsteiger im zweiten Durchgang nur bedingt anknüpfen. Zwar baute HaSpo den Vorsprung zunächst auf 16:9 aus (33.). Im Anschluss geriet der Angriffsmotor der Wagnerstädter jedoch ein wenig ins Stottern. Vorne fehlte nun die vorher noch gezeigte spielerische Klasse und in der Abwehr bekam man nicht mehr den Zugriff wie noch in Durchgang eins. Über 16:12 und 17:14 kamen die Gäste aus Baden-Württemberg wieder gefährlich nahe heran und beim 18:20-Anschluss drohte das Spiel nochmal zu kippen. 

HaSpo: Saborowski nutzt die Lücken in Blausteins Defensive

Doch auch hier blieben die Bayreuther – wohlgemerkt war es für nahezu die komplette Mannschaft das erst zweite Drittligaspiel ihres Lebens – überraschend ruhig und sorgte durch zwei Treffer hintereinander zum 22:18 wieder für entspannteres Fahrwasser. Abermals war es der spielfreudige Saborowski, der die Lücken in der Gästeabwehr nutzte und auch der andere Linkshänder im Rückraum Tom Elschner, der zuletzt einige Wochen verletzt fehlte, trug vier Treffer zum Erfolg bei. Letztlich sorgte dann spätestens der Treffer zum 26:20 (54.) für eine Vorentscheidung und das Bayreuther Publikum bereitete sich auf den ersten Heimsieg der Saison vor. 

Die Krone setzte dem Spiel dann ein Youngster auf. Johannes Reif – vergangene Saison noch in der A-Jugend aktiv – nutzte seine Chance und trug sich in der Schlussphase gleich doppelt in die Torschützenliste ein. Im Anschluss zeigte sich Cheftrainer Mathias Bracher zufrieden: „Wir sind natürlich zufrieden, dass wir gewonnen haben. Vielleicht war der Erfolg am Ende ein wenig zu hoch, aber die Art und Weise, mit der die Mannschaft aufgetreten ist, hat mir heute gefallen.“ Des Weiteren fügte er noch an: „Dennoch gilt es für uns weiterhin, unsere Schwächephasen zu verkürzen, denn es werden sicherlich noch einige Teams kommen, die das postwendend bestrafen.“


Text: David Schreibelmayer


Meldung vom 9. Oktober 2020: HaSpo Bayreuth feiert Heimspielpremiere in der Dritten Liga

Eine Woche nach dem ersten Drittligaauftritt in der Fremde steht für den Drittliganeuling die Heimpremiere an. Dabei treffen die HaSpo-Männer des Trainergespanns Mathias Bracher und Nicholas Cudd am Samstag ab 19:30Uhr im Schulzentrum Ost auf das letztjährige Tabellenschlusslicht TSV Blaustein.

Über ein halbes Jahr nach dem letzten Auftritt in eigener Halle scheint die Aufgabe für die Bayreuther gleich eine machbare zu sein, wenngleich Cheftrainer Bracher warnt: „Wir dürfen nicht glauben, dass uns irgendwas geschenkt wird. Ich erwarte einen heißen Kampf von zwei Mannschaften, die sich auf Augenhöhe bewegen.“ In der Vorsaison schafften die Gäste den Klassenerhalt nur dank des Saisonabbruchs. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lagen die Ulmer Vorstädter nämlich mit nur fünf Zählern abgeschlagen am Tabellenende. 

HaSpo Bayreuth: Es ist Vorsicht geboten!

Dennoch ist Vorsicht geboten, denn gleich drei der fünf Punkte fuhr Blaustein gegen die talentierte zweite Mannschaft des HC Erlangen ein. Beleg genug dafür, dass der kommende HaSpo-Gast keineswegs im Vorbeigehen zu schlagen sein wird. In der Winterpause hat der TSV Blaustein außerdem an Erfahrung hinzugewonnen. Mit Kristzian Galli und Martin Bieger stießen zwei Akteure vom Drittligisten HSC Bad Neustadt zum Team hinzu. Auffällig ist, dass auf der anderen Seite viele Spieler – nämlich insgesamt zehn – schon in der eigenen Jugend spielten, das auf ein ähnliches Konzept hinweist, wie es HaSpo Bayreuth verfolgt. Auf Seiten von Bayreuth hat man in dieser Saison sogar zwölf Spieler im Kader, die bereits in den Jugendmannschaften von HaSpo aktiv waren.

HaSpo-Coach Bracher ist gegen die Gäste, die ihre erste Partie gegen Heilbronn-Horkheim mit 20:29 verloren haben, wichtig, die eigene Fehleranzahl herunterzuschrauben: „Wir müssen es schaffen, die schwachen Phasen zu verkürzen und unsere starken Phasen zu verlängern und den Gegner zu Fehlern zu zwingen.“ So möchte HaSpo im ersten Drittligaheimspiel der Vereinsgeschichte schon wieder einen Schritt vorankommen und aus den Fehlern des Auftaktspiels in Willstätt lernen. 

Nicht mit dabei sein können verletzungsbedingt Abwehrspezialist Lars Baldauf und Rückraumshooter David Klima. Auch ein Einsatz von Linksaußen Tobias Scheel ist noch fraglich. Höchstwahrscheinlich wieder mit an Bord sein wird dafür Linkshänder Tom Elschner, der zuletzt wochenlang ausfiel und am vergangenen Wochenende gegen Willstätt schon zu seinen ersten Drittligaminuten gekommen war.


Text: David Schreibelmayer


Update vom 5. Oktober 2020: HaSpo-Herren schnuppern nur kurz am Auswärtssieg

In der ersten Drittligapartie der Vereinsgeschichte hat es für die Handballer von HaSpo Bayreuth nicht zu etwas Zählbarem gereicht. Nach durchwachsener erster Hälfte und Pausenrückstand, kämpfte sich HaSpo zwar zurück und ging sogar in Führung. Am Ende musste sich das Team des Trainergespanns Mathias Bracher und Nicholas Cudd jedoch dem TV Willstätt aufgrund noch fehlender Erfahrung und Cleverness mit 25:29 (8:13) geschlagen geben.

Zu Beginn konnte man beiden Teams eine gewisse Nervosität anmerken, die sicherlich der Tatsache geschuldet war, dass es das erste Pflichtspiel seit einem guten halben Jahr war. Trotz einiger Unzulänglichkeiten in den ersten Minuten legte HaSpo vom Start weg vor, denn nach acht Minuten führten die Gäste mit 4:2. Im Anschluss fanden die Hausherren, die nahe der Grenze zu Frankreich beheimatet sind, jedoch besser in die Partie. Angeführt vom sehr starken Alexander Velz, der mit zehn Toren bester Werfer des Spiels war, drehte Willstätt die Begegnung und führte beim 9:5 erstmals komfortabel. Die Bayreuther schienen nun in ein Loch gefallen zu sein. In der Offensive fehlten die Ideen und die Durchschlagskraft und in der eigenen Defensive verlor man eine Vielzahl an Zweikämpfen zu leicht. Dass der Rückstand zur Pause beim 8:13 nur fünf Treffer betrug, war dem gut aufgelegten Nick Tornow im HaSpo-Gehäuse zu verdanken. 

HaSpo startet mit viel Schwung in Durchgang Nummer zwei

Die 225 Zuschauer in der Hanauerland-Sporthalle waren zufrieden, denn alles schien auf einen souveränen Heimsieg des TVW hinzudeuten. In den zweiten Durchgang startete HaSpo mit viel Schwung. Nach dem zwischenzeitlichen 9:15 platzte bei den Bayreuthern der Knoten: Defensiv stand man nun stabiler und schnappte sich einige Bälle der Gegner und im Angriff agierte man mit mehr Mut und Dynamik in den Aktionen. Zudem nutzte man zwei Überzahlsituationen gut aus. Über 12:16 und 15:17 kämpfte sich das Team von Coach Bracher Tor um Tor heran und beim 18:19 (48.) war der Anschluss geschafft. 

Gänzlich verstummte das Publikum als auf einmal das Momentum umschlug und die HaSpo-Männer aus dem 19:20 eine 21:20-Führung machten (52.). Das Blatt schien sich zu wenden. Doch gerade in diese Phase hinein schlichen sich einige technische Fehler in den HaSpo-Angriff ein, die die Gastgeber gnadenlos durch Konter ausnutzten. Und so war die eigene Führung so schnell wieder dahin wie sie gekommen war. Durch fünf Tore in Folge stellte Willstätt auf 25:21 und sorgte gut vier Minuten vor Schluss für eine Vorentscheidung. HaSpo konnte nicht mehr entscheidend verkürzen und musste sich so am Ende vorwerfen lassen, den Vorsprung nicht ins Ziel gebracht zu haben.

Dennoch lässt sich auf der Leistung der zweiten Halbzeit definitiv aufbauen. Bester Werfer im HaSpo-Team war Kapitän Paul Saborowski mit acht Treffern. Am nächsten Samstag geben die Bayreuther dann ihre Heimpremiere in der dritten Liga. Dann wollen sie im Schulzentrum Ost die ersten Zähler der Saison einfahren, wenn es ab 19:30 Uhr gegen den TSV Blaustein geht


Text: David Schreibelmayer


Meldung vom 3. Oktober 2020: HaSpo Bayreuth startet in erste Drittligasaison der Vereinsgeschichte

Vor einem halben Jahr bestritten die Handballer von HaSpo Bayreuth ihr letztes Pflichtspiel in der Bayernliga. Nach langer Ungewissheit schaffte man den Sprung über die Nachrückerliste in die dritthöchste Spielklasse und am Samstag ist es endlich so weit: Im ersten Drittligaspiel der Vereinsgeschichte tritt die Mannschaft des neuen Trainergespanns Mathias Bracher und Nicholas Cudd am Samstag ab 20Uhr beim TV Willstätt an.

Knapp vier Monate intensive Vorbereitung liegt hinter den HaSpo-Männern und nun ist man heiß auf den Saisonstart und das „Abenteuer Dritte Liga“. Auch das Trainerteam freut sich auf die Premiere: „Die Männer haben sich jetzt vier Monate lang geschunden, um fit zu sein für die intensive Saison. Wir sind gut gewappnet und jetzt wird es Zeit, dass die Mannschaft wieder um Punkte kämpfen darf“, sagt Athletiktrainer Alex Daut. 

Optimistisch stimmt die überwiegend positiv verlaufene Vorbereitungsphase. Zweimal konnte gegen die zweite Mannschaft des SC DHfK Leipzig (3. Liga Nordost) gewonnen werden und gegen den HSC Bad Neustadt (3. Liga Mitte) schaffte man ein Unentschieden. Sogar gegen den Zweitligisten EV Aue lag man eine Halbzeit in Führung, ehe die Erzgebirgler ihre Erfahrung ausspielten und noch deutlich mit 30:20 gewinnen konnten – auch begünstigt durch eine hohe Fehlerquote im HaSpo-Angriff. Dass aber auch nicht immer alles perfekt laufen kann, zeigte der Test beim HC Burgenland (3. Liga Nordost), den man mit 21:27 deutlich verlor.

HaSpo Bayreuth: “Wir können mithalten”

„Insgesamt haben die Ergebnisse der Vorbereitung gezeigt, dass wir mithalten können. Voraussetzung dafür ist immer, dass wir wenig eigene Fehler produzieren und unsere Chancen konsequent nutzen“, so Cheftrainer Bracher. Auch das Engagement in der Defensive war in den Vorbereitungsspielen stets hoch. Die erste Aufgabe beim TV Willstätt, der nahe der Grenze zu Frankreich und nur 15 Kilometer von Straßburg entfernt beheimatet ist, schätzt der Coach sehr schwer ein.

„Die diesjährige Mannschaft ist kaum mit der vom letzten Jahr zu vergleichen. Sie haben sich auf einigen Positionen gut verstärkt und stellen eine schlagkräftige Truppe mit einerseits kraftvollen und andererseits schnellen Spielern“, fasst Bracher zusammen. In der vergangenen Saison stand Willstätt zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auf einem Abstiegsplatz. In dieser Spielzeit peilt der Verein einen Platz im gesicherten Mittelfeld an. Der interessanteste Neuzugang ist wohl Spielmacher Alexander Velz, der vom schweizerischen Zweitligisten TV Möhlin an die französische Grenze wechselte.

In der abgelaufenen Saison war er mit 216 Treffern in 21 Ligaspielen Torschützenkönig der Schweizer B Liga. Im linken Rückraum spielt mit Felix Gäßler ein erfahrener Akteur. Neben mehreren Jahren Drittligaerfahrung war er in Diensten der HSG Konstanz auch schon in der zweiten Liga unterwegs. Petar Bubalo ist im rechten Rückraum zu finden und bringt auch einiges an Erfahrung mit. Neben seinem Engagement bei Zweitligist TV Hüttenberg war er auch schon mal im erweiterten Kreis des Nationalteams von Bosnien-Herzegowina. 

Es wartet also eine anspruchsvolle Aufgabe auf den Drittliganeuling, der zweifelsohne als Underdog in die Saison startet. „Wir müssen uns keinen Druck machen. Aber wir brauchen ein gesundes Selbstvertrauen“, fordert Bracher. Personell kann das Trainerteam auf nahezu alle Spieler zurückgreifen. Lediglich Lars Baldauf und David Klima fallen verletzt aus und der Einsatz von Linkshänder Tom Elschner ist noch fraglich.


Text: David Schreibelmayer

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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