HaSpo Bayreuth empfängt die beste Defensive der Liga

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Im letzten Heimspiel des Jahres wollen sowohl die Bayernliga-Männer gegen den TSV Lohr als auch die Bayernliga-Damen von HaSpo Bayreuth gegen Aufsteiger TSV Winkelhaid einen Erfolg feiern. Anschließend geht es in die vierwöchige Winterpause. 

Ein Ex-Nationalspieler im Team

Für den Spitzenreiter der Männer-Bayernliga steht um 19:30Uhr nochmal eine harte Aufgabe an. Mit dem TSV Lohr kommt die beste Defensive der Liga ins Schulzentrum Ost und zudem haben sie seit dieser Saison einen ehemaligen spanischen Nationalspieler in ihren Reihen. Carlos Prieto, der in 96 Länderspielen für Spanien 111 Tore vom Kreis erzielte und 2008 die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Peking für sein Land holte, hat sich vor der laufenden Saison den Unterfranken angeschlossen, nachdem er 2016 seine Profikarriere beim Bundesligisten HSG Wetzlar beendet hat.

Die Blütezeit seiner Karriere verbrachte der in Mérida geborene Spanier bei spanischen Top-Clubs. Mit drei gewonnenen Champions-League-Titeln (1998 und 1999 mit dem FC Barcelona und 2006 mit Ciudad Real) ist er auch mit Vereinstiteln hoch dekoriert. Hinzu kommen noch vier spanische Meistertitel und zwei Pokalsiege.

Die beste Defensive der Liga

Zusammen mit dem Tschechen Lukas Horky hält er die Abwehr der Lohrer zusammen und das bisher ziemlich gut. Mit 224 Gegentreffern, also 22,4 pro Spiel, haben sie den besten Schnitt der Liga. Auf der anderen Seite haben sie mit erst 223 erzielten Toren derzeit die wenigsten Tore geworfen, sodass HaSpo mit seiner 3:2:1-Abwehr den Grundstein legen könnte für den achten Saisonsieg, der gleichzeitig zur Folge hätte, dass man an der Tabellenspitze überwintert.

Obwohl Lohr mit einem Punktekonto von 12:8 nur als Siebter anreist, sind sich die Bayreuther Trainer Marc Brückner und Michael Werner der Schwere der Aufgabe bewusst: „Lohr stellt eine sehr stabile Abwehr, die ordentlich zupacken kann und die wir in Bewegung bringen müssen. Zudem benötigen wir eine über die komplette Spielzeit engagierte Leistung und wir dürfen uns keine so schwache erste Halbzeit wie zuletzt in Regensburg leisten.“ 

Im bt-Steckbrief spricht Fabio Nicola über sein Ritual vor den Spielen, seinen härtesten Gegenspieler und mehr.

Theresa Stöcker in Aktion. Die HaSpo-Damen spielten am Wochenende beim 1. FCN 30:30

Theresa Stöcker, Archivfoto: HaSpo Bayreuth

Ein Heimsieg zum Abschluss

Für die HaSpo-Damen ist ein Heimsieg am Samstag das klare Ziel, wenn ab 17:30 Uhr Aufsteiger und der aktuell Vorletzte TSV Winkelhaid zu Gast ist. Die Gäste aus Mittelfranken sind genau wie HaSpo auswärts noch ohne Punktgewinn. Ihre bisher vier Zähler holten sie durch zwei Heimsiege gegen die HSG Fichtelgebirge (22:17) und den TSV Haunstetten II (29:24). Erfolgreichste Schützin in Reihen der Mittelfränkinnen ist Verena Götz mit 61 Treffern.

Für die Bayreutherinnen, die mit einem Erfolg ein ausgeglichenes Punktekonto von 12:12 mit in die Winterpause nehmen könnten, wird es darum gehen, wieder das Heimgesicht aufzusetzen und so den sechsten Erfolg in eigener Halle hintereinander einzufahren. Personell ist das Team von Trainer Udo Prediger nahezu komplett, sodass genügend Optionen zur Verfügung stehen. Lediglich Torhüterin Hanna Bauer ist privat verhindert. Jedoch stehen mit Antonia Goetjes und Clara Benz zwei Torhüterinnen zur Verfügung.

HaSpo-Spielerin Hanna Duchon klärt im Steckbrief über ihren Lieblingsort in Bayreuth auf und offenbart, mit welcher Teamkollegin sie sich am besten versteht.


Text: David Schreibelmayer