HaSpo Bayreuth erkämpft sich Unentschieden gegen Coburg

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Obwohl die Männer von HaSpo Bayreuth in ihrem Bayernliga-Derby gegen den HSC 2000 Coburg II schon mit 19:13 führten, mussten sie sich am Ende mit einem 26:26-Unentschieden zufriedengeben. Die HaSpo-Damen hingegen konnten ihr Duell gegen die HSG Freising-Neufahrn in einer torarmen Partie mit 18:17 (8:8) für sich entscheiden und so die ersten Zähler der Saison einfahren.

Auf Augenhöhe

Das Derby gegen Coburg war von Anfang umkämpft und intensiv geführt von zwei spielerisch guten Mannschaften. Dabei konnten zunächst die Gäste immer wieder vorlegen (2:4, 6:7). Durch einen kleinen 3:0-Zwischenspurt konnte HaSpo erstmals beim 9:7 erstmals seit dem 1:0 in Führung gehen und schaffte es diese mit in die Pause zu nehmen. Hätten die Bayreuther ihre Chancen konsequenter genutzt und wären nicht so oft am Gästetorwart gescheitert, hätte die Führung durchaus noch höher ausfallen können. Der knappe 13:12-Vorsprung für HaSpo war verdient.

Bayreuth legt vor, Coburg setzt nach

Im Anschluss an die Pause starteten die Gastgeber furios und stellten den Coburgern mit ihrer aggressiven 3:2:1-Abwehr nahezu eine Mauer entgegen, die die Gäste ganze zehn Minuten nicht durchbrechen konnten. Da stand es dann schon 18:12 für die HaSpo-Männer, bei denen David Schreibelmayer 15 Toren erzielte. Zudem war Nick Tornow im Bayreuther Gehäuse nun ein guter Rückhalt.

Trotz deutlicher Führung und klarer Überlegenheit, verloren die Hausherren in der Folge jedoch ein wenig die Leichtigkeit und scheiterten zudem zu häufig am gut haltenden Fabian Apfel im Coburger Tor. So kamen die Vestestädter immer näher heran und schafften beim 22:22 (53.) den Ausgleich. 

Dramatischer Schlussakt

In der Schlussphase konnte Coburg dann sogar vorlegen und hatte gut eine Minute vor Schluss beim Stand von 26:25 die Chance durch einen 7-Meter auf zwei Tore davonzuziehen. Doch Tornow parierte überragend und im Gegenzug erzielte Schreibelmayer den umjubelten Ausgleich für HaSpo. Den letzten Coburger Angriff verteidigten die HaSpo-Männer dann stark und ließen keine Wurfchance mehr zu, sodass am Ende aufgrund des wechselhaften Spielverlaufes eine wohl gerechte Punkteteilung stand.

Ein Sieg des Willens

Zuvor konnten die HaSpo-Damen durch eine starke Willensleistung ihren ersten Saisonsieg einfahren. Gegen die HSG Freising-Neufahrn setzten sich die Mädels von Trainer Udo Prediger mit 18:17 durch. Die erste Hälfte gestaltete sich weitegehend ausgeglichen und war geprägt von einigen Fehlern auf beiden Seiten, sodass die Angriffsreihen nicht ins Spiel fanden. Die Bayreutherinnen kamen dabei vor allem mit einer mannbezogenen Deckung gegen ihre wurfgewaltige Kapitänin Kim Koppold nicht zurecht. 

Ein grandioser Lauf entscheidet da Spiel

In Hälfte zwei war es weiterhin spannend, ehe sich HaSpo ab dem 10:10 eine Schwächephase leistete und die Gäste bis auf 11:16 (49.) davonzogen. Wenig deutete zehn Minuten vor Schluss noch auf einen HaSpo-Sieg hin. Doch es ging ein Ruck durch die Bayreuther Mannschaft, die von nun an in der Abwehr Ballgewinne provozierte und sich zudem auf eine gut haltende Hanna Bauer im Tor verlassen konnte.

Des Weiteren nutzten sie ihre eigenen Torchancen konsequent und kämpften sich immer weiter heran. Letztlich war es ein grandioser 7:0-Lauf zum 18:16, der den Ausschlag zum Sieg gab. Das Tor zum 18:17-Endstand wenige Sekunden vor Schluss änderte nichts mehr am umjubelten ersten Saisonsieg für die Bayernliga-Damen von HaSpo Bayreuth. 

Ausblick

Jetzt steht für beide HaSpo-Mannschaften zunächst ein freies Wochenende an, ehe jeweils schwere Auswärtsaufgaben anstehen. Die Damen reisen am 12. Oktober (17:30 Uhr) zum Spitzenreiter HSG Würm-Mitte und die Männer am selben Tag zum anderen Drittligaabsteiger TV Erlangen-Bruck (18Uhr).


Text: David Schreibelmayer