HaSpo Bayreuth erkämpft sich Unentschieden in Regensburg

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Die Bayernliga-Männer von HaSpo Bayreuth haben sich am Wochenende ein 23:23-Unentschieden bei der heimstarken SG Regensburg erkämpft und sind somit weiterhin Tabellenführer der Handball Bayernliga. Die HaSpo-Damen blieben bei ihrem Gastspiel beim Tabellenzweiten HC Erlangen ohne Chance. Sie unterlagen deutlich mit 20:36 (8:17).

Kurz vor Schluss in Führung

In Regensburg tat sich die Mannschaft der Trainer Marc Brückner und Michael Werner sehr schwer. Am Ende war ein Auswärtssieg dennoch im Bereich des Möglichen. In der 58. Minute lag HaSpo zum ersten Mal in Führung, doch verpasste es, diese bis ins Ziel zu verteidigen. Aufgrund des Spielverlaufes war es insgesamt für Bayreuth dennoch ein gewonnener Punkt bei den Regensburgern, die bis dato eine weiße Heimweste hatten. Doch der Reihe nach.

Kontertore für Regensburg

Die Hausherren, die unter anderem den Drittligaabsteiger HSC Coburg II (25:24) schon zu Hause geschlagen haben, gaben von Beginn an ein hohes Tempo vor. HaSpo tat sich über weite Strecken gegen die stabile und körperlich starke Defensive der Oberpfälzer schwer und produzierte einige Ballverluste, die die Gastgeber mit Kontertoren bestraften. Vom 8:8 weg, ließen die Gäste Regensburg bis auf 13:8 enteilen und der Vier-Tore-Rückstand zur Pause ging vollends in Ordnung. 

Bayreuther Kampfgeist

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Oberfranken jedoch, dass sie eine gesunde Moral besitzen. Zwar lief immer noch nicht alles rund: Zwei Würfe auf das leere Tor, da Regensburg nun öfter mit dem siebten Feldspieler agierte, und ein 7-Meter blieben ungenutzt. Der Kampfgeist der Bayreuther war in der zweiten Halbzeit vorhanden, wenngleich sie stets einem Rückstand von zwei bis drei Toren hinterherrennen mussten.

Erst in Minute 51 gelang der 19:20-Anschluss und beim 21:21 (55.) war der Rückstand egalisiert. Zwar war nun auch der zur Pause nicht mehr für möglich gehaltene doppelte Punktgewinn möglich. Die angesprochene 23:22-Führung konnte aber nicht konserviert werden und letztlich war das 23:23 ein gerechtes Ergebnis.

Mit 18:4-Punkten stehen die Bayreuther zwar weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze. Allerdings haben mit dem VfL Günzburg und der TG Landshut zwei Teams nach Punkten zu den Wagnerstädtern aufgeschlossen und auch Coburg II liegt nur einem Zähler hinter dem führenden Trio.

Antonia Wülfert von HaSpo Bayreuth im Angriff. Foto: HaSpo Bayreuth.

Unter die Räder gekommen

Ohne etwas Zählbares mussten die ohne ihre Kapitänin Kim Koppold angetretenen HaSpo-Damen ihre Heimreise vom Bayernliga-Auswärtsspiel beim HC Erlangen antreten. Mit 20:36 (8:17) kamen die Mädels von Trainer Udo Prediger sogar richtig unter die Räder. Gegen die spielstarken Mittelfränkinnen, die auf dem zweiten Platz stehen, war die Fehlerquote einfach zu hoch, um die Begegnung positiver zu gestalten. Von Beginn an wurde klar, dass es sehr schwer für die Gäste werden würde. Erlangen bestrafte die Bayreuther Fehler gnadenlos mit ihrem schnellen Umschaltspiel und zog über die Stationen 6:3 und 10:4 bis zur Pause vorentscheidend auf 17:8 davon.

Eine deutliche Niederlage

Nach der Pause wurde es dann noch deutlicher und zu einem Debakel für die HaSpo-Damen. 25:9 und 32:15 waren die Stationen auf dem Weg zum höchsten Rückstand der Partie (35:17). Vor allem der starke Rückraum um die Führende der Torschützinnenliste und elffache Torschützin Franziska Peschko sowie das Tempospiel bereitete HaSpo große Probleme. 

Es gilt die deutliche Niederlage schnell abzuhaken und den Fokus auf die kommende wichtige Heimaufgabe gegen den TSV Winkelhaid zu richten, denn gegen den Aufsteiger ist ein Heimerfolg das klare Ziel.


Text: David Schreibelmayer