HaSpo Bayreuth: Mit Schwung ins heiße Duell gegen den TV Erlangen Bruck

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Für die Bayernliga-Teams von HaSpo Bayreuth stehen am Wochenende hohe Hürden auf dem Plan. Am Samstag haben sowohl die HaSpo-Damen (17:30 Uhr) mit Spitzenreiter HSG Würm-Mitte als auch die HaSpo-Männer (19:30 Uhr) mit dem TV Erlangen-Bruck einen Absteiger aus der dritten Liga zu Gast im Bayreuther Schulzentrum Ost.

HaSpo tabellarischer Favorit gegen TV Erlangen-Bruck

Obwohl die Mannschaft von Erlangen-Bruck als Top-Team gilt, stehen die Chancen für einen HaSpo-Heimsieg nicht schlecht. Wenn man der Tabelle Glauben schenken möchte, dann sind die Bayreuther der klare Favorit. Die Gäste aus Mittelfranken stehen mit 17:13-Punkten ganze sieben Zähler hinter den oberfränkischen Gastgebern (24:6), die mit einem Sieg den Anschluss an den Tabellenführer TG Landshut (26:4) halten wollen.

Wer sich jedoch auskennt im bayerischen Handball, der weiß, dass die tabellarische Situation in dieser ausgeglichenen Liga kein Maßstab sein sollte, denn bereits im Hinspiel lieferten sich die beiden fränkischen Kontrahenten einen offenen Schlagabtausch, der letztlich 29:29-Unentschieden endete.

Unentschieden im Hinspiel

Dabei hatte HaSpo zwischenzeitlich schon mehrfach mit drei Treffern geführt, jedoch zu viele Chancen liegen gelassen und am Ende sich mit einem Punkt zufriedengeben müssen. Dieses Mal soll die volle Punkteausbeute eingefahren werden, wie die HaSpo-Trainer Michael Werner und Marc Brückner betonen: „Zu Hause ist unser Ziel ganz klar ein Sieg. Wir wissen aber auch, dass Erlangen-Bruck über eine sehr gute Mannschaft verfügt mit Spielern, die sowohl Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe als auch gutes Eins-gegen-eins Verhalten mitbringen.“

Ein besonderes Augenmerk muss die Bayreuther Defensive dabei auf den linken Rückraum der Gäste haben, wo mit dem ehemaligen HaSpo-Spieler Florian Funke und dem dritten der Torschützenliste Christopher Härtl (84 Tore) gleich zwei wurfstarke Leute bereit stehen. 

Schnelles Umschaltspiel bei Erlangen

Ebenfalls gefährlich werden können die Erlanger durch ihr schnelles Tempospiel über ihre flinken Außenspieler Christian Eichhorn und Moritz Mücke, die nach Ballgewinnen immer postwendend umschalten. Technische Fehler und leichte Ballverluste sollte der HaSpo-Angriff daher tunlichst vermeiden, wenn er nicht gnadenlos ausgekontert werden möchte. Die dritte gefährliche Waffe der Gäste findet sich mit Mirko Scholten am Kreis wieder, denn den erfahrenen stämmigen Kreisläufer bedienen die Brucker sehr gerne.

Die leicht favorisierten Bayreuther tun also gut daran, den Tabellensiebten ernst zu nehmen. Zumal mit Lars Baldauf, Torhüter Nick Tornow (beide krank) und Kapitän Paul Saborowski (angeschlagen) gleich drei wichtige Akteure diese Woche im Training nicht zur Verfügung standen. Ein Einsatz ist bei allen drei Spielern noch fraglich. 

Foto: Heiko Kutzschmar.

HaSpo-Damen klarer Außenseiter

Als klarer Außenseiter treten die HaSpo-Damen ihr Heimspiel gegen den starken Tabellenführer HSG Würm-Mitte an. Mit 31:1-Punkten sind die Oberbayerinnen noch ungeschlagen und auswärts haben sie alle bisherigen Spiele gewonnen. Lediglich beim 29:29-Unentschieden in eigener Halle am fünften Spieltag musste der Drittligaabsteiger, der sich personell im Vergleich zur vergangenen Saison nicht verändert hat, Federn lassen. 

Trotz des beeindruckenden Punktekontos braucht der HaSpo-Gast jeden Zähler, denn Verfolger HC Erlangen (30:2) liegt nur einen Punkt dahinter. Das direkte Duell gewann Würm mit 26:23. An dritter Stelle folgt erst mit einem Acht-Punkte-Rückstand der VfL Günzburg. Dies zeigt, dass die beiden Teams an der Spitze quasi in ihrer eigenen Liga spielen und die Aufstiegsfrage unter sich klären werden. 

Deutlich unter die Räder gekommen

Wie stark die Würmerinnen sind, bekam HaSpo bereits im Hinspiel am vierten Spieltag zu spüren. Damals liefen die Bayreutherinnen von Beginn an einem hohen Rückstand hinterher und kamen letztlich sehr deutlich mit 20:37 unter die Räder. Seitdem ist viel Zeit vergangen und HaSpo ist sicherlich ein paar Schritte weiter, wie auch HaSpo-Trainer Udo Prediger erzählt: „Das Hinspiel hat einen Klassenunterschied gezeigt. Dieses Mal wollen wir zeigen, dass wir uns im Laufe der Saison verbessert haben und wollen uns in eigener Halle gut präsentieren. Wir können zwar ohne jeden Druck aufspielen, aber das Ziel muss es sein, die eigene Fehlerquote niedrig zu halten, um das sehr gute Tempospiel von Würm nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.“

Die Ausgangslage ist also klar, wenn am Samstag um 17:3 0Uhr angeworfen wird. Dennoch wird HaSpo alles reinwerfen, um es den Gästen so schwer wie möglich zu machen, denn es geht auch darum ein gutes Gefühl zu behalten für die anschließenden wichtigen Aufgaben. Personell ist der Kader nahezu komplett. Linksaußen Christina Hall und Torhüterin Hanna Bauer sind die einzigen Ausfälle.


Text: David Schreibelmayer