HaSpo Bayreuth verliert Topspiel in Landshut knapp

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Mit einem Auswärtssieg wollten die HaSpo-Männer beim Tabellendritten TG Landshut ein Ausrufezeichen setzen. Am Ende standen sie vor allem aufgrund einer schwachen ersten Hälfte mit leeren Händen dar, denn sie verloren mit 27:28 (10:16). Landshut rückte durch den Erfolg bis auf einen Zähler an HaSpo heran.

Ein Dreikampf um die Meisterschaft

Zumindest ein wenig aufgeheitert wurde die Stimmung im Bayreuther Lager einen Tag darauf. Am Sonntag unterlag nämlich der VfL Günzburg, der immer noch die besten Karten im Aufstiegsrennen hat, überraschend mit 23:30 bei der abstiegsbedrohten DJK Rimpar II. Somit ist die Meisterschaftsfrage wieder zu einem Dreikampf geworden. HaSpo liegt mit 29:9-Punkten vor Günzburg (28:8) und Landshut (28:10), wobei Günzburg ein Spiel weniger absolviert hat.

Ein schwacher erster Durchgang für HaSpo

Die zuvor sechs Mal hintereinander ungeschlagenen Bayreuther starteten schlecht in die Begegnung, ließen vorne einige Angriffe ungenutzt und gewährten den Gastgebern in der eigenen Defensive zu viele Freiheiten. Im Angriff leisteten sie sich zudem einige technische Fehler und scheiterten ein paar Mal am Torwart. Vom 2:2 (7.) zogen die Hausherren über 5:2 und 11:6 bis zur Pause auf 16:10 davon. Insgesamt zeigten die HaSpo-Männer in allen Mannschaftsteilen eine schwache Vorstellung im ersten Durchgang. 

Bayreuth kämpft sich in die Partie

Mit umso mehr Schwung kamen die Männer der Trainer Michael Werner und Marc Brückner dann aus der Kabine. Nach dem 17:10, das die höchste Landshuter Führung darstellte, warf HaSpo alles rein, kämpfte sich Tor um Tor ins Spiel und meldete sich beim 14:17 (34.) wieder zurück. Die Defensive der Bayreuther agierte nun viel besser, erzielte Ballgewinne und vorne wurden die eigenen Chancen verwertet, sodass beim 17:18 (37.) der Anschluss hergestellt war und beim 19:19 (43.) der erste Ausgleich seit dem 2:2 erzielt wurde. 

Die Entscheidung fällt kurz vor dem Ende

So furios die Bayreuther Aufholjagd bis dahin war, so leichtsinnig ging HaSpo daraufhin mit seinen Chancen um. Sowohl beim Stand von 19:19 als auch beim 20:20 hatten die Gäste beste Wurfchancen, um in Führung zu gehen, ließen diese jedoch ungenutzt. Stattdessen ging Landshut wieder in Front und baute diese in den letzten zehn Minuten vom 22:22 auf 25:22 (55.) aus. Im Anschluss an die von Werner genommene Auszeit kam HaSpo erneut zurück und schaffte beim 26:26 (59.) nochmals den Ausgleich. Landshut ließ sich davon aber nicht beirren und entschied die Angelegenheit durch zwei Treffer rund 30 Sekunden vor Schluss für sich. 

Werner sagte nach dem Spiel: „Die erste Hälfte war eine zu große Hypothek, wie sich am Ende herausgestellt hat, auch wenn der Sieg dennoch möglich gewesen ist. Mit der zweiten Halbzeit können wir zufrieden sein. Jetzt gilt es die nächste Aufgabe in München konzentriert anzugehen und weiterzumachen.“


Text: David Schreibelmayer