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Klare Strukturen bei der SpVgg: Warum der Verein jetzt wieder Alleingesellschafter ist
Die SpVgg Oberfranken Bayreuth 1921 e. V. hält wieder sämtliche Anteile an ihrer eigenen Profifußball-Abteilung. Die bisherigen Gesellschafter der Spielbetriebs-GmbH haben ihre Geschäftsanteile komplett auf den Verein übertragen. Damit liegt die „Oldschdod“ wieder vollständig in den Händen ihres Stammvereins.
Für die Bayreuther Fans ändert sich dadurch im Alltag zunächst wenig: Der Spielbetrieb, das sportliche Personal um Cheftrainer Lukas Kling und die operativen Strukturen bleiben von der Anteilsübertragung unberührt. Doch strukturell ist der Schritt bedeutsam – er beendet ein Kapitel, das seit der Ausgliederung der Fußballabteilung geprägt war von wechselnden Gesellschaftern und wirtschaftlichen Turbulenzen.
Warum die Gesellschafterstruktur bei der SpVgg überhaupt ein Thema ist
Seit 2013 ist der Profifußball der SpVgg Bayreuth in eine eigene GmbH ausgegliedert, die Spielvereinigung Oberfranken Bayreuth 1921 Spielbetriebs-GmbH. Ursprünglich hielt der Verein 60 Prozent der Anteile, der Rest lag bei privaten Gesellschaftern, die sich finanziell und persönlich engagierten. In den vergangenen Jahren kamen zeitweise weitere Gesellschafter hinzu, etwa im Zuge einer Kapitalerhöhung nach dem Aufstieg in die 3. Liga.
Diese Konstruktion half der SpVgg durch wirtschaftlich schwierige Phasen – zuletzt musste der Klub sogar eine Crowdfunding-Kampagne starten, um eine finanzielle Lücke zu schließen. Mit der jetzigen Rückübertragung sämtlicher Anteile an den e. V. wird diese über Jahre gewachsene, teils unübersichtliche Struktur nun wieder vereinheitlicht.
Das sagt die SpVgg-Geschäftsführung zur neuen Struktur
„Unsere bisherigen Gesellschafter haben in einer schwierigen Zeit Verantwortung für die SpVgg übernommen und sich über viele Jahre persönlich für den Verein eingesetzt. Mit der Übertragung ihrer Anteile auf den e. V. schaffen sie nun eine klare und einheitliche Struktur. Für ihr Engagement, ihr Vertrauen und ihre Verbundenheit mit der SpVgg sind wir ihnen sehr dankbar“
— Lorenz Röthlingshöfer, Geschäftsführer der SpVgg-Spielbetriebs-GmbH
Röthlingshöfer, der die Geschäftsführung erst im Sommer 2026 von Nicole Kalemba übernommen hat, sieht in der neuen Struktur vor allem eine Grundlage für die weitere Arbeit:
„Die neue Gesellschafterstruktur schafft Klarheit und ermöglicht eine enge Abstimmung zwischen dem e. V. und der Spielbetriebs-GmbH. Entscheidend ist nun, dass wir diese Grundlage nutzen, um die SpVgg gemeinsam verlässlich und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln“
— Lorenz Röthlingshöfer
Welche Rolle spielt der Vorstand um Christian Wedlich?
Die Vorstandschaft des e. V. um den ersten Vorsitzenden Christian Wedlich bleibt eng in die weitere Entwicklung eingebunden. Bemerkenswert: Teile der Vorstandschaft waren in den vergangenen Jahren zugleich als Gesellschafter der Spielbetriebs-GmbH aktiv – diese Doppelrolle bringt nun Kontinuität in die neue, einheitliche Struktur.
Ein neuer Abschnitt für Verein und GmbH
Mit der vollständigen Bündelung der Anteile beginnt für die Spielbetriebs-GmbH nach eigenen Angaben ein neuer Abschnitt. Verein und GmbH wollen künftig enger abgestimmt zusammenarbeiten, um die SpVgg sportlich, organisatorisch und wirtschaftlich weiterzuentwickeln.
„Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Gleichzeitig spüren wir im gesamten Verein eine große Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam etwas zu bewegen. Diese Geschlossenheit gibt uns Zuversicht für die weitere Entwicklung der SpVgg“
— Lorenz Röthlingshöfer
Häufige Fragen
Wem gehört die SpVgg Bayreuth jetzt?
Die SpVgg Oberfranken Bayreuth 1921 e. V. hält wieder 100 Prozent der Anteile an der Spielbetriebs-GmbH, die den Profifußball des Klubs organisiert. Zuvor waren Teile der Anteile bei privaten Gesellschaftern.
Ändert sich etwas für den Spielbetrieb oder die Mannschaft?
Nein. Der laufende Spielbetrieb sowie die sportlichen und operativen Strukturen bleiben von der Anteilsübertragung unberührt, ebenso die sportliche und organisatorische Ausrichtung.
Warum gab es bei der SpVgg überhaupt private Gesellschafter?
Seit der Ausgliederung der Fußballabteilung in eine eigene GmbH im Jahr 2013 waren neben dem Verein auch private Gesellschafter beteiligt, die den Klub vor allem in wirtschaftlich schwierigen Phasen unterstützten.
Wer leitet die Spielbetriebs-GmbH aktuell?
Geschäftsführer ist seit Sommer 2026 Lorenz Röthlingshöfer, der auf Nicole Kalemba folgte. Für den sportlichen Bereich ist weiterhin Cheftrainer Lukas Kling verantwortlich.
Wer ist Vorstandsvorsitzender des SpVgg-Vereins?
Erster Vorsitzender des e. V. ist Christian Wedlich, der zugleich eng in die weitere Entwicklung von Verein und Spielbetriebs-GmbH eingebunden bleibt.












Demo nach Anschlag vom 24. Juli NEWS5 / Kevin Weddig
Reiskörner als Beispiel, um zu zeigen, wie viel eine Milliarde ist: 2 g entsprechen 10.000 Euro, 200 g einer Million Euro, 200 kg einer Milliarde Euro. © bt-Redaktion