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Fußball

100 Jahre SpVgg Bayreuth: Armin Veh und seine Erinnerungen an die Oldschdod

Armin Veh hat in seiner Karriere viel erreicht. 2007 holte er als Trainer mit dem VfB Stuttgart die Deutsche Meisterschaft. Gut 20 Jahre vorher stand er als Spieler für die SpVgg Bayreuth auf dem Platz. Am Freitag (24.1.2020) kehrte der Meistertrainer nun nach Bayreuth zurück.

Armin Veh hat in seiner Karriere viel erreicht. 2007 holte er als Trainer mit dem VfB Stuttgart die Deutsche Meisterschaft. Gut 20 Jahre vorher stand er als Spieler für die SpVgg Bayreuth auf dem Platz. Am Freitag (24.1.2020) kehrte der Meistertrainer nun nach Bayreuth zurück. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung zu 100 Jahren SpVgg Bayreuth sprach er auch mit dem Bayreuther Tagblatt über seine Erinnerungen an die Oldschdod.
Übrigens: die SpVgg wird erst im kommenden Jahr 100 Jahre alt.

Christian Höreth präsentierte den Rückblick auf die Vereinsgeschichte. Foto: Katharina Adler

Unterschied Amateurfußball und Profibereich

Armin Veh stand von November 1987 bis November 1990 für die SpVgg Bayreuth als Spieler auf dem Platz. Dann beendete er seine aktive Spielerkarriere aus gesundheitlichen Gründen. Als Trainer konnte er später Erfolge feiern. Das Highlight erlebte beim VfB Stuttgart, mit dem er in der Saison 2006/2007 die Deutsche Meisterschaft holte.

Auf dem Platz selber müsse in der 4. Liga genauso konzeptionell gearbeitet werden, wie auch in der 1. Liga, meint Armin Veh. “Allerdings mit geringeren Mitteln.” Der Trainer müsse mehr alleine machen. Die Möglichkeiten im Profibereich sind da natürlich vielfältiger. “Du hast mehr finanzielle Mittel, mehr Auswertungsmöglichkeiten, mehr Assistenten, andere Platzmöglichkeiten und kannst dich den Spielern anders mitteilen, weil du Analysten hast”, zählt er auf.

Gute Erinnerungen an Bayreuth

Auch das Leben in Bayreuth ist ihm in guter Erinnerung geblieben. Damals spielte Bayreuth Eishockey und Basketball in der 1. Liga und Fußball in der 2. Liga. “Als junger Mensch hast du dich in der Stadt getroffen und hattest viele Begegnungen. Alles war so lebendig. Die zwei Jahre waren vielleicht nicht hochprofessionell, aber es war eine angenehme Zeit”, erinnert sich Veh.

An Bayreuth habe er viele schöne Erinnerungen. Aber die Schönste stammt aus seinem ersten Jahr bei der Oldschdod. Die Vorzeichen waren schlecht: Als Veh im Winter dazu kam, war die Spielvereinigung Tabellenletzter. Am Ende schaffte Bayreuth dann doch noch den Klassenerhalt. “Eigentlich waren wir schon abgeschrieben”, sagt er. Damit habe keiner mehr gerechnet.

Alte Geschichten mit alten Bekannten

Die Veranstaltung am Freitag sei auf jeden Fall etwas Besonderes für Veh gewesen. Er habe ein paar alte Bekannte wieder getroffen, aber keinen seiner alten Teamkameraden. “Da ist ja heute keiner dabei”, sagt Veh. Seinen ehemaligen Trainer, Wolfgang Mahr, kennt er natürlich noch. “Da verliert man sich nie ganz aus den Augen, wenn man im Fußballgeschäft bleibt”, sagt er. Auch den ehemaligen Vereinsarzt, Walter Wagner, hat er wiedergesehen. Über was wird sich da wohl unterhalten? “Über lustige Dinge und alte Geschichten”, sagt Veh.

Armin Veh trifft auf alte Bekannte. Foto: Katharina Adler

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler