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Fußball

„Damit es den Spielern an nichts fehlt“: Dominik Höhl wäscht die dreckige Wäsche der SpVgg-Kicker

Am Samstag (24.10.2020) geht es für die 1. Mannschaft der SpVgg Bayreuth in der Regionalliga Bayern gegen die Zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg. Betreuer Dominik Höhl sorgt dafür, dass es den Bayreuther Spielern an nichts fehlt.

„Ich bin dafür da, dass es den Spielern an nichts fehlt“, sagt Dominik Höhl, Betreuer der 1. Mannschaft der SpVgg Bayreuth. So ist er natürlich auch bei den Auswärtsspielen wie am Samstag (17.10.2020) gegen den TSV Rosenheim dabei. Am Samstag (24. Oktober 2020) spielen die Bayreuther im heimischen Hans-Walther-Wild-Stadion gegen die Zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg. Auch hier wird Betreuer, Dominik Höhl, vor Ort sein.

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Hinter den Kulissen der SpVgg Bayreuth

Dominik Höhl spielt selbst keinen Fußball mehr: „Nach dem Dritten Muskelfaserriss war es vorbei“, erzählt der 33-Jährige. Schon als kleiner Bub war er fußballbegeistert und spielte beim TSV Donndorf-Eckersdorf. Hätte er sich nicht verletzt, wäre er selbst gerne mit den Spielern der SpVgg ins Hans-Walter-Wild-Stadion auf dem Platz gestanden, sagt er. „Aber so gut wäre ich nie geworden.“ Jetzt habe er andere Aufgaben.

„Dafür zu sorgen, dass es den Spielern an nichts fehlt“, bedeutet vor allem Wäsche zu waschen. Auf dem Trainingsplatz der 1. Mannschaft der SpVgg (Am Mühlgraben) stehen zwei Container: In einem sind mehrere Waschmaschinen und in dem anderen die Spinde der Fußballspieler. Das ist der Hauptarbeitsplatz von Betreuer Dominik Höhl.

Wäsche waschen Am Mühlgraben in Bayreuth

Drei bis vier Mal pro Woche ist Training, dazu kommen die Spiele: Immer wenn die Spieler vom Platz gehen, landen Socken, Hosen, Trikots und Jacken in Körben in der Spielerkabine, dazu die Handtücher. Höhl bringt sie anschließend zu den Waschmaschinen und startet eine Ladung nach der anderen.

„Ich bin verheiratet, habe ein Kind: Ich muss zuhause auch waschen“, sagt der Betreuer. Vor dem nächsten Training und dem nächsten Spiel legt er wieder alles bereit – entweder in den Spinden am Trainingsplatz oder eben in der Spielerkabine im Stadion. Bei der Wahl des Weichspülers haben die Spieler nichts zu melden.

Abseits vom Fußball der SpVgg Bayreuth: „Wir reden auch schon mal über Privates“

Dominik Höhl arbeitet als Minijobber bei der Spielvereinigung. Pro Training sei er rund vier Stunden im Einsatz. „Bei den Spielen ist das natürlich anders.“ Sind die Fußballspieler zu einem Auswärtsspiel unterwegs, kocht er schon mal Kaffee für den Bus oder steht am Spielfeldrand und reicht den Spielern Jacken.

Die kleinen Unterschiede kennt Höhl natürlich, genau wie die Namen zu den Rückennummern. Es sei ein freundschaftliches Verhältnis. „Wir reden auch schon mal über Privates.“ Natürlich werde auch Freud oder Leid bei Sieg oder Niederlage geteilt: „Wir stehen zusammen.“

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß