SpVgg Bayreuth vs. 1. FC Nürnberg

SpVgg vs. Garching: “Die Mannschaft hat einiges gutzumachen”

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Am Samstag empfängt die SpVgg Bayreuth ab18 Uhr den VfR Garching zum Heimspielauftakt der Regionalligasaison 2019/20. Nach der 0:4-Niederlage gegen Aschaffenburg, wollen die Altstädter sich dieses Mal deutlich besser präsentieren. Vor dem Spiel hat bt-Redakteur Frederik Eichstädt mit dem Sportlichen Leiter der Spielvereinigung über das Spiel, Saisonziele und die Kaderplanung gesprochen.

Das komplette Video-Interview finden Sie über dem Text, die wichtigsten Aussagen im folgenden Artikel.

Wolfgang Mahr im bt-Interview bei Frederik Eichstädt. Foto: Thorsten Gütling.

Freude bei der Altstadt

Den großen Umbruch wie im Vorjahr gab es bei der SpVgg Bayreuth in diesem Sommer nicht. Dennoch ziehen in der neue Saison sieben neue Männer das Altstadt-Trikot in der Regionalliga über, während vier Fußballer den Verein verlassen haben.

Die Verantwortlichen der SpVgg sind mit dem Kader für die neue Saison zufrieden, wie Wolfgang Mahr versichert. Letztlich war ja auch die Stürmersuche erfolgreich, die sich bis kurz vor Saisonbeginn gezogen hat. Die Lösung, der Transfer von Sascha Marinkovic, ist für den Sportliche Leiter erfreulich.

Wolfgang Mahr. Archivfoto: SpVgg Bayreuth

Ich freue mich über Sascha Marinkovic, alles andere ist Schnee von gestern!

(Wolfgang Mahr)

Zuvor waren die Gelb-Schwarzen auch mit anderen Spielern im Gespräch gewesen. Einer habe sogar schon einen Vertrag unterschrieben, dann aber doch noch abgesagt. Nun spiele er eine Klasse tiefer in der Landesliga.

Wir hatten zwei bis drei Kandidaten, mit denen wir gesprochen haben. Einer hat schon einen Vertrag bei uns unterschrieben, ist dann aber wieder abgesprungen und hat sich in die Bayernliga begeben.

(Wolfgang Mahr)

Geschäftsführer Wolfgang Gruber mit Neuzugang Sascha Marinkovic (v.l.)

Geschäftsführer Wolfgang Gruber mit Neuzugang Sascha Marinkovic (rechts). Archivfoto: Peter Glaser

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Sich selbst ein Bild machen

Mahr stelle die Arbeit als Scout regelmäßig vor neue Aufgaben. Neben den fußballerischen Qualitäten seien auch zwischenmenschliche und charakterliche Aspekte wichtig. Doch dafür gebe es kein Schema F.

Man holt keine Maschinen. Man holt Menschen. Der Mensch kann bei seinem bisherigen Verein der größte Chaot gewesen sein, dann kommt er her und es passt alles.

(Wolfgang Mahr)

Um den potentiellen Spieler vorab so gut es geht kennenzulernen, müsse man sich selbst ein Bild machen. Neben Gesprächen mit dem Spieler selbst, könnten auch ehemalige Mitspieler, Trainer oder das Umfeld gute Hinweise geben.

Das Scouting

Die Suche nach neuen Spielern laufe in der Regionalliga anders ab als im Profifußball. Weder habe man genug Personal um seine Scouts zu Spielen im ganzen Bundesgebiet zu schicken, noch sei genügend Videomaterial für Analysen vorhanden. Dennoch sei man auch bei der SpVgg Bayreuth als Kaderplaner viel unterwegs und spreche mit Leuten, die noch mehr unterwegs sind.

Die Neuzugänge der SpVgg (v.l.n.r): Tim Sulmer, Nils Schätzle, Philip Messingschlager. Foto: Magdalena Dziajlo

Danach wird gemeinsam mit dem Trainer eine Marschroute festgelegt. Dort klären Rost, Mahr und Co., auf welchen Positionen der Kader sich verbessern muss. Dann gehe es an die Spielersuche.

Bei den Spielern ist das unterschiedlich. Manche werden uns von Beratern angeboten, manche sprechen wir an.

(Wolfgang Mahr)

Am Ende hänge natürlich alles davon ab, ob der Spieler zur SpVgg Bayreuth möchte und ob der Verein ihn sich leisten kann, so Mahr. Das neue Trainingsgelände beim Post-SV sei dabei ein wichtiger Faktor. Die ständigen Wechsel des Trainingsplatzes der letzten Jahre seien eher suboptimal gewesen.

Die SpVgg Bayreuth beim Training. Foto: Frederik Eichstädt.

“Das Team hat etwas gut zu machen”

Der Sommer lief gut. Zu gut, wie Mahr erklärt. Nach dem sehr guten letzten Testspiel, das für Mahr eine der  besten Teamleistungen der letzten Jahre war, erlebte man in Aschaffenburg einen klassischen Fehlstart.

Nach dem schnellen 1:0 hat sich die Mannschaft versteckt und nicht zu ihrem Spiel gefunden.

(Wolfgang Mahr)

Im Heim-Debüt soll es nun besser laufen.

Ich bin überzeugt, dass alle die am Samstag gegen Garching auflaufen, etwas gut machen wollen.

(Wolfgang Mahr)

Saisonziel

Was die Saisonziele anbelangt, ist Mahr zurückhaltend. Während manche Experten die Bayreuther als Geheimfavorit auf die Meisterschaft sehen, stapelt der Sportliche Leiter tief.

Wir müssen am Boden bleiben. Wir sind letzte Saison dem Abstieg knapp von der Schippe gesprungen (…) Aber ich bin von dieser Mannschaft überzeugt. Ich bin mir sicher, dass sie in der Saison besser abschneiden wird als in der vergangenen Saison.

(Wolfgang Mahr)