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St. Georgen swingt: Sechs Acts aus fünf Ländern

Freunde der Jazzmusik und alle, die es werden wollen, haben seit heute einen Grund mehr zur Freude: Der Verein St. Georgen swingt hat bei einer Pressekonferenz im Kulturkiosk das Line-Up für sein gleichnamiges Jazz-Festival in der Wilhelminenaue bekanntgegeben. Am Freitag, 12., und Samstag, 13. Juli, verwandelt sich das Areal zwischen Seebühne und Kulturkiosk wieder in das Festivalgelände. Und nicht nur das: Zum ersten Mal organisiert der Verein nach dem traditionellen Gottesdienst am Sonntag in der Ordenskirche St. Georgen, bei dem das Musical „Motion in Jazz“ aufgeführt wird, einen Nachmittag für die ganze Familie auf dem Festivalgelände. Der Eintritt ist frei. 

Moritz Möller, Wolfgang Lethaus (2. Vorsitzender), Steffen Winkler, Regine Gareis( Vorsitzende) und Christian Möckel (von links) vom Verein St. Georgen swingt gaben das Line-Up des Jazz-Festivals bekannt. Foto: Redaktion/dzi

Das Line-Up

Die Verantwortlichen haben es sich auch in diesem Jahr nicht leicht gemacht und aus rund 400 Bewerbungen die besten sechs Künstler ausgewählt. Das Programm verspricht Musik der Extraklasse: von New Orleans Jazz, Funk, Swing, Blues, Soul & Latin, Pop, Boogie, Gospel, Sinti-Jazz und Rockabilly bis hin zu Piano und mehr.

Los geht es am Freitag um 18 Uhr mit der Band „Hiss“ aus Stuttgart. Sie eröffnet das Festival nach der offiziellen Begrüßung durch Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe mit einer musikalischen Mischung aus Polka, Country, Rockabilly, Latin, Walzer und Blues.

Weiter geht es um 19.45 Uhr mit „Conexion Cubana“ aus Kuba. Die Formation verbreitet kubanische Lebensfreude in den Wilhelminenauen und lädt mit ihren heißen Rhythmen zum Tanzen ein.

Den Freitag lässt ab 21.30 Uhr „the Voice of Blues“ Sydney Ellis mit ihrer Band, den „Midnight Preachers“ aus Amerika ausklingen. Mit ihrer Leidenschaft für Blues, Soul und Jazz und ihrer kraftvollen Stimme wird die Sängerin mit Sicherheit auch die Bayreuther begeistern. So klingt die Powerfrau mit der außergewöhnlichen Stimme:

Der Samstag beginnt bereits um 17.30 Uhr. Vier Frauen aus Spanien, „Las Migas“, schwingen auf der Seebühne die Hüften. Die Flamenco tanzenden Musikerinnen überzeugen mit außergewöhnlichen Stimmen und mediterranem Klang.

Legendär wird es im Anschluss um 19.30 Uhr: Wolfgang Dauner kommt mit seinem Sohn Florian Dauner (Drummer der „Fantastischen Vier“) nach Bayreuth. Wolfgang Dauner gilt als Pionier des elektronischen Avantgarde-Jazz.

Für den krönenden Abschluss sorgt ab 21.30 Uhr eine Soulstimme zum Niederknien: Myles Sanko, geboren in Ghana, swingt mit seiner sechsköpfigen Band auf der Bühne. Hier gibt es vorab eine kleine Hörprobe von Myles Sanko zur Einstimmung auf das Festival:

Die ersten Tickets sind schon weg

Dustin und Jenny Weiß haben bei der Pressekonferenz die ersten Tickets für das zweitägige Jazz-Festival ergattert und ihre Bändchen bereits zu Hause. „Wir sind aus Bindlach und regelmäßig bei dem Festival dabei“, sagt Dustin Weiß. Das Beste an St. Georgen swingt ist für die beiden selbstverständlich die Musik. „Es gibt gute Live-Acts zu einem guten Preis“, findet das Paar. Doch auch das Ambiente und die Weitläufigkeit in den Wilhelminenauen machen das Festival für die beiden Fans zu etwas ganz Besonderem.

Vorverkauf beginnt

Bereits morgen gibt es Tickets für einen oder beide Festival-Tage im Vorverkauf zu kaufen. Das Tagesticket für den Freitag kostet 17, für den Samstag 22 Euro. Wer das Festival an beiden Tagen besuchen möchte, zahlt 29 Euro. Tickets können auch online unter tickets.stgeorgen-swingt.de oder an der Abendkasse erworben werden.

Verein sucht helfende Hände

Rund 14 kreative Köpfe des Vereins St. Georgen swingt stecken hinter dem Festival. Sie alle haben ein Ziel: Den Jazz in der Kulturlandschaft Bayreuths nachhaltig zu etablieren sowie Kultur und Brauchtum fördern, Spaß haben und dabei ganz viel Gutes tun. Doch das geht nicht allein. Deshalb suchen die Verantwortlichen auch für die neunte Auflage des Festivals noch nach Musik- und Kulturbegeisterten und Teamplayern, die freiwillig helfen wollen, und zum Beispiel Flyer verteilen, Plakate aufhängen, Musiker chauffieren, eine Band betreuen, Tickets verkaufen oder beim Auf- und Abbau und dem Aufräumen helfen.