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Fußgängerampeln beschädigt - Lkw-Fahrer begeht Unfallflucht. Symbolfoto: Pixabay

Fußgängerampeln umgemäht – Lkw-Fahrer begeht Unfallflucht in Oberfranken

Am Sonntag (13.9.2020) hat ein bislang unbekannter Lkw-Fahrer in Wunsiedel gleich zwei Ampelschirme für Fußgänger beschädigt.

Riedinger Straße: Die Ampel steht, leuchtet aber noch nicht

Die Kabel sind verlegt, die Ampel steht. Zwischen Cybex und Real-Markt kommen Fußgänger bald zum ersten Mal wirklich sicher über die Riedinger Straße. Bevor das Ampellicht an Bayreuths ehemals illegalem Fußüberweg zum ersten mal leuchtet, muss die Stadt den Boden entlang des Überwegs aber noch markieren.

Es müssen noch die entsprechenden Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden. Dies wird in Kürze erfolgen, so dass die Ampelanlage voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche in Betrieb gehen kann.

(Joachim Oppold, Sprecher der Stadt Bayreuth)

Riedinger Straße: Die Ampel steht schon, die Bodenmarkierung fehlt noch. Foto: Thorsten Gütling

Am 28. Februar wurde der Zebrastreifen in der Riedinger Straße entfernt. Das bayerische Innenministerium hatte die Stadt darauf aufmerksam gemacht, dass der Überweg nach der Straßenverkehrsordnung dort nicht zulässig war. Ein Zebrastreifen über zwei Fahrspuren in die selbe Richtung sei unzulässig, da, wer vor einem wartenden Auto die Straße kreuzt, von den Fahrzeugen auf der zweiten Spur übersehen werden kann.

Fußgängerüberwege dürfen nur angelegt werden, wenn nicht mehr als ein Fahrstreifen je Richtung überquert werden muss. Dies gilt nicht an Kreuzungen und Einmündungen in den Straßen mit Wartepflicht.

(Paragraph 26 der Verwaltungsvorschrift der Straßenverkehrsordnung)

Abhilfe hätte eine Verkehrsinsel wie in der Erlanger Straße geleistet. Dafür ist nach Aussagen der Stadt in der Riedinger Straße aber kein Platz. Folglich täuschte der Zebrastreifen eine Sicherheit vor, die es nicht gab und musste weg.

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Sowohl Polizei als auch Autobahndirektion hatten infolgedessen auf die Notwendigkeit einer Ampel hingewiesen.  Einer Ampel, die den Verkehr nicht unnötig bremst, sondern nur dann leichtet, wenn wartende Fußgänger einen entsprechenden Knopf drücken. Eine Ampel werde vor allem dann wichtig, wenn ab dem Jahr 2021 die Hochbrücke im Industriegebiet über vier Jahre hinweg abgerissen und neugebaut wird. Der Verkehr soll dann unter anderem über die Riedinger Straße umgeleitet werden.

Die Riedinger Straße wird für Fußgänger sicher gemacht. Zwischen Cybex und Real-Markt leuchtet bald bei Bedarf eine Ampel. Foto: Thorsten Gütling

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Die Kosten für den Bau der Ampel schätzt die Stadt auf rund 35.000 Euro.

Antrag: Richard Wagner soll Ampelmännchen werden

In Emden ziert Otto Waalkes die Ampeln, in Trier Karl Marx, in Bremen die Stadtmusikanten, in Mainz die Mainzelmännchen und in Friedberg leuchtet Elvis. Geht es nach vier Stadträten zieht Bayreuth bald nach. Auf Antrag von Stephan Müller (BG), Klaus Wührl-Struller (Grüne), Christa Müller-Feuerstein (fraktionslos) und Halil Tasdelen (SPD) hat der Bayreuther Zeichner und Wagner-Karikaturist Matthias Ose den Pinsel gezückt. Herausgekommen sind zwei Ampelmännchen, die an Richard Wagner erinnern. Schon bald sollen sie den Weg vom Hauptbahnhof zum Festspielhaus weisen.

Fotomontage: Sven Lutz

Zur Verdeutlichung der Verbundenheit der Stadt mit den Bayreuther Festspielen fänden wir es charmant und sympathisch, die durch den  Zeichner Matthias Ose entworfenen Motiv-Entwürfe von Richard Wagner als “augenzwinkernde Wegweisung” an den Fußgängerampeln entlang der Bahnhofstraße und Bürgerreuther Straße anzubringen.

(aus dem Antrag)

Zeichnung: Matthias Ose

“Umgerüstet” sollen demnach vier Fußgängerampeln an Carl-Schüller- und Feustelstraße, dazu an Meistersinger- und Nibelungenstraße. In einigen Städten sorgten derartige Ampelmännchen aber auch schon für Ärger und Rechtsstreitigkeiten. Unter anderem in Bamberg wurden sie nicht genehmigt. Als in der Heimatstadt des Schriftsteller Paul Maar das Sams an den Ampel leuchten sollte, fürchtete man im Innenministerium, derlei Ampelmännchen würden von Verkehrsteilnehmern nicht ernst genommen.

Das sagen der Initiator und der Zeichner dazu:

Stellen das Wagner-Ampelmännchen vor (von links): Halil Tasdelen, Stephan Müller, Zeichner Matthias Ose, Christa Müller-Feuerstein und Klaus Wührl-Struller. Foto: Carolin Richter

Wir sehen an diesen Fußgängerampeln durch die abweichende Gestaltung keine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern.

(aus dem Antrag)

Die Kosten für die Umrüstung dürften überschaubar sein. Den Antragstellern zufolge änderte beispielsweise die Stadt Innsbruck gleich 36 Ampeln und bezahlte dafür gerade einmal 1.400 Euro. Beim Überqueren der Straße sind dort seitdem Skifahrer, Wanderer und Snowboarder zu sehen. Das Anfertigen einer entsprechenden Schablone würde rund 450 Euro kosten, jedes Duplikat nur 8 Euro.