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“Dem Schöpfer am nähesten”: Mit Halil Tasdelen in der Bayreuther Moschee

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Der Bayreuther Stadtrat Halil Tasdelen ist Muslim. Neben seinem Beruf bei einem Bauunternehmen, seiner politischen Karriere und seiner Familie geht er jeden Tag seinem Glauben nach. Das ist auch in Bayreuth möglich. Denn obwohl es wahrscheinlich die wenigsten wissen, besitzt Bayreuth drei Moscheen. Auch wenn diese den Einwohnern und Besuchern der Stadt nicht so ins Auge fallen, wie die christlichen Kirchen, gehören sie für einige Bayreuther zum täglichen Leben, so auch für Stadtrat Tasdelen.

Einen Einblick in die Bayreuther Moschee im islamischen Kulturzentrum in Videoform gibt’s über dem Text.

Für uns hat Halil Tasdelen die Türen zum Islamischen Kulturzentrum Bayreuth geöffnet. In einem unscheinbaren Gebäude in der Friedrich-Puchta-Straße kommen hier Moslems zum Beten zusammen.

Die Gebete finden fünf Mal am Tag statt. Jeder Gläubige muss daher auch fünf Mal am Tag beten. Allerdings ist es keine Pflicht, dies auch in der Moschee zu tun. Während sich unter der Woche, aufgrund von Arbeit, teilweise nur sieben bis zehn Leute zu den Gebetszeiten im Kulturzentrum einfinden, sind die Räume am Wochenende voll. Insbesondere am Freitag ist sehr viel los: Für die Muslime ist der Tag der wichtigste Wochentag, der “Tag des Versammelns”.

“Mohammed sagt, ‘Wenn du nachts satt zu Bett gehst und dein Nachbar hungert, so gehörst du nicht zu mir’.”
(Halil Tasdelen zitiert den Koran)

Im Rahmen der Serie “bt öffnet Türen” war Redakteur Frederik Eichstädt auch im Hochbehälter Hohe Warte. Dort sieht es aus wie in einem James Bond Film.

Weltfrauentag in der Bürgerbegegnungsstätte Bayreuth,

Volles Haus zum Weltfrauentag: “Heut’ ist euer Tag”

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Frauen mit bunten Kopftüchern, Gehwagen, Jeans und T-Shirt – sie alle sind am Freitagabend in der Bürgerbegegnungsstätte am Sendelbach in Bayreuth zusammen gekommen, um den Internationalen Frauentag gemeinsam zu verbringen. Dicht an dicht stehen und sitzen die Frauen. Sie kommen mit Freundinnen und Geschwistern. Viele haben sich hübsch gemacht.

Nach gut einer Stunde sind bereits 150 Frauen im Raum. Mit so viel Andrang hat auch Organisatorin Tina Karimi-Krause nicht gerechnet. “Ich habe vielleicht die Hälfte erwartet. Aber das ist echt Wahnsinn”, sagt sie.

Die größte Sorge des Abends: Hoffentlich reicht das Essen. Es gibt ein internationales Buffet. Nur Selbstgemachtes – aus dem Iran, dem Irak, Somalia, Algerien und Deutschland. Jeder, der will, darf etwas dazu beisteuern.

Der Abend unter dem Motto “Kennenlernen – Vernetzen – Austauschen” wird von einem Chor von Mitarbeiterinnen der Uni Bayreuth begleitet. Außerdem spielt das Damen-Salon-Orchester Cappuccino vor Ort und bricht das erste Eis zwischen den Damen.

Bei einer kurzweiligen Runde mit Kennenlern-Spiel, tauschen die Frauen immer wieder die Plätze. Es geht darum, Gemeinsamkeiten hervorzuheben. Wer tanzt gerne? Wer ist verheiratet? Wer ist das erste Mal in der Bürgerbegegnungsstätte?

Das sagen die Frauen vor Ort zu Veranstaltung

Es gefällt mir gut. Es ist hier so interessant. Ich habe heute andere Iranerinnen kennen gelernt und bei uns am Tisch sitzen auch Frauen aus der Türkei.

(Ahu aus dem Iran)

Ich habe mit beim Organisieren geholfen. Ich erwarte mir, Kontakte zu knüpfen, ein gemütliches Zusammensein unter Frauen. Dieses internationale Flair finde ich so schön. Und das Ganze ist generationen-übergreifend.

(Susanne aus Bayreuth)

Ich erhoffe mir, viele interessante und engagierte Frauen kennen zu lernen. Hier sind einige Gesichter, die ich aus anderen Bereichen kenne. Ich finde es klasse, dass sich Frauen hier gemeinsam engagieren.

(Maria aus Bayreuth)

Es sind verschiedene Vereine hier vertreten und auch viele Ehrenamtliche vor Ort. Wirklich schön, dass in der Bürgerbegegnungsstätte heute so viel Leben ist.

(Ingrid Heinritzi-Martin, Vorsitzende der Tafel Bayreuth & Lavenir)