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„Zu marode“: Zwei Brücken in Bayreuth müssen erneuert werden

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Bayreuth braucht zwei neue Brücken. Neben der Sanierung der Hochbrücke, müssen nun auch die Brücken zwischen Laineck und St. Johannis erneuert werden, weil eine Sanierung nicht mehr rentabel ist. Das wurde bereits im Vorfeld der Bauausschusssitzung vom Dienstag (10.3.2020) bekannt. 

Neubau muss her

Wann der Neubau beginnen soll, steht derzeit noch nicht fest. Klar ist bislang nur eines: Die Brücken müssen kurz- bis mittelfristig abgerissen und neu gebaut werden. Denn sie sind schon so marode, dass die Belastungsgrenze schon vor längerem reduziert werden musste. Außerdem ist das Baureferat der Stadt Bayreuth unzufrieden mit der momentanen Ausbausituation der Straße, weil auch die Verkehrssicherheit darunter leidet. Diese sei als “unzureichend” einzustufen, sagt Baureferentin Urte Kelm. Zudem wird das Tiefbauamt die Brücken in diesem Jahr neu prüfen. Zuletzt wurden sie 2010 geprüft und haben eine drei erhalten. “Eine vier bedeutet, dass ein Neubau zwingende erforderlich ist”, sagt sie. Diese Prüfung entscheidet darüber, wie schnell es zu einem Brückenabbruch kommen wird.

Es gibt verschiedene Lösungsvorschläge

Deswegen schlägt die Verwaltung vor, die Straße auf der Westseite der Warmen Steinach zum Teil neu zu trassieren. In die Überlegung wäre auch eine Verlegung des Flussbetts mit einzubeziehen, sagt Kelm. Die jetzige Straße müsse abgerissen und die Brücken abgebrochen werden, damit der Fluss und die Natur an der Stelle renaturiert werden könne. Doch es gäbe auch Punkte, die bei dieser Lösung bedacht werden müssen. Dazu gehört die Erreichbarkeit des Freizeitgeländes des ASV Laineck.
Eine andere Überlegung wäre, die bestehenden Brücken zu erhalten und eine dritte zu errichten. Fest steht eines: es ist günstiger zwei Brücken neu zu bauen, als drei Brücken zu erhalten und zu sanieren, sagt die Baureferentin. “Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch nicht möglich eine Kostenrechnung abzugeben”, sagt Urte Kelm.

Die Brücken auf der Steinachstraße müssen erneuert werden. Foto: Katharina Adler

Brücke nur für Radfahrer?

“Wir halten die Verlegung der Straße auf die Westseite der Steinach für sinnvoll”, sagt Stefan Specht (CSU). Er stellt sich die Frage, ob die bestehenden Brücken ausschließlich für den Radverkehr nutzbar wären. Stephan Müller (BG) findet den Vorschlag prinzipiell gut, gibt aber zu bedenken, dass dann drei Brücken zu unterhalten wären. Zudem wäre es nicht schlimm, wenn Radfahrer 150 Meter auf der Straße fahren müssten. Halil Tasdelen ist dagegen der Meinung, dass die Brücken nicht so marode sind, wie gesagt. “Wir haben uns intensiv mit dem Vorschlag beschäftigt und würden dem Vorschlag der Verwaltung zustimmen”, sagt Klaus Wührl-Struller (Grüne).

Fußgängerüberweg muss berücksichtigt werden

Dennoch müsse bei der Planung auf eine gute Radweglösung geachtet werden, die für alle “Kampfradler” und Familien zufriedenstellend sei, gibt Wührl-Struller noch zu bedenken. Jörg Grieshammer (SPD) findet einen Fußweg unbedingt notwendig. “Von gegenseitiger Rücksichtnahme ist in den Sommermonaten nichts zu spüren”, klagt Grieshammer an. Denn die Zufahrt zum Golfplatz sei gerade in den Sommermonaten stark frequentiert und für Fußgänger nicht ungefährlich.

Verwaltung schlägt Beschluss vor

Die Verwaltung schlägt vor, der vorläufigen Entwurfsplanung zuzustimmen. Zudem soll die Verwaltung die weiteren Planungen und Unterlagen konkretisieren, sowie die erforderlichen Abstimmungen vornehmen. Zu diesen Planungen zählen beispielsweise Brückenentwürfe, Pläne für die Landschaftspflege und die Klärung von Fördergeldern. Stadtrat Heinz Hofmann beantragte zusätzlich noch die Erweiterung des Fußwegs in der Entwurfsplanung. Beide Beschlüsse wurden angenommen.

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HausWahnfried

Foto: red

Harald Rehm, CSU-Stadtratsmitglied, ist mit der Lage nicht zufrieden. Er beantragte die Prüfung eines weiteren Standorts, bevor sich der Bauausschuss entscheidet – und zwar an der Richard-Wagner-Straße 47, wo auch die Busse halten. Dem schloss sich auch SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Bauske er. Er plädierte zudem für Container-Toiletten, ähnlich denen im Winterdorf, statt einer fest gebauten Anlage.

Rehms Antrag stimmten die meisten Mitglieder zu. Bis die Toilette kommt kann es also noch etwas dauern. Die Planung muss warten.