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Bezirkskrankenhaus: Der Bezirk zahlt wieder nach Tarif

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Die Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO), darunter auch das Bezirkskrankenhaus in Bayreuth, kehren zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) zurück. Das hat der Verwaltungsrat der oberfränkischen Bezirkskliniken jetzt beschlossen Demnach erhalten rund 1.100 Mitarbeiter rückwirkend zum 1. Januar 2,5 Prozent mehr Lohn.

Wir setzen mit der kompletten Rückkehr zum Tarif ein deutliches Zeichen der Wertschätzung gegenüber unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (…) Die heutige Entscheidung bringt eine spürbare Verbesserung für unsere Belegschaft mit sich.

(Henry Schramm, Bezirkstagspräsident)

Zwar seien bereits in der Vergangenheit Schritte zur Anpassung der Vergütung an den TVöD unternommen worden, rund die Hälfte der Mitarbeiter mussten jedoch weiterhin einen Abschlag von 2,5 Prozent ihres Lohnes in Kauf nehmen. Ursprünglich war eine Rückkehr zum Tarif erst für Ende 2021 vorgesehen.

Damit werden wir als Arbeitgeber auch für Bewerber attraktiver. Der Lückenschluss in der Vergütung war der letzte Mosaikstein hin zum TVöD.

(Katja Bittner, GeBO-Vorstand)

Um weiteren Nachwuchs im Pflegebereich zu gewinnen wurden bereits zwei weitere Klassen in den GeBO-eigenen Berufsfachschulen für Krankenpflege in Bayreuth und Kutzenberg eingerichtet und ein Krankenpflegehelferkurs gestartet.

Erst am Dienstag hatten Beschäftigte des Bezirkskrankenhauses bei einem Aktionstag der Gewerkschaft Verdi für eine bessere Personalausstattung demonstriert.

Probetraining mit Kindern: Raoul Korner zu Gast am BKH

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„Eins, zwei, drei, Team!“ Lauthals schreien die neun Kinder zusammen mit Raoul Korner den Schlachtruf in der Mitte der Sporthalle. Am Mittwoch trainierte der Coach des Bayreuther Basketballteams Medi Bayreuth eine Stunde lang zusammen mit den Kindern und Jugendlichen der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth. Eine willkommene Abwechslung am Ende der Sommerferien.

Leuchtende Augen

Neun Augenpaare leuchten, als der Basketballtrainer die Sporthalle betritt. „Also du heißt Raoul“, antwortet ein Junge auf Korners Frage, ob denn alle wissen, wer er ist. Er geht vor den Kindern in die Hocke, um ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Schließlich ist Korner 1,90 Meter groß. Aber immerhin um einiges kleiner als sein größter Spieler. Der misst nämlich 2,12 Meter. Für die Kinder ein Riese.

Die Idee für den prominenten Besuch kam von Nadja Kratzer. Sie leistet derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst in der Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Bezirkskrankenhaus ab. Eine spannende Aufgabe, von der sie auch Raoul Korner vor einiger Zeit berichtete. Die beiden kennen sich gut. „Ich spielte selbst lange Zeit Basketball und bin großer Fan der Mannschaft“, sagt Kratzer.

Groß gegen klein

Zurück in die Halle: Zuerst steht Aufwärmen auf dem Programm. Den Ball von einer Hand in die andere werfen, ihn um den Bauch kreisen, sitzend dribbeln – gar nicht so einfach mit kleinen Kinderhänden. Danach wird Fangen gespielt. Die Turnhalle bebt. Das Kindergeschrei ist ohrenbetäubend.

Als nächstes versuchen sich Korners kleine Spieler in Korbwürfen. „Wow, ein Naturtalent“, ruft er, als ein Mädchen den Ball aus großer Distanz wirft und trifft. Stolz lächelt sie und fängt den Ball, den ihr der Trainer wieder zuwirft. Danach geht’s beim Match ums Ganze. Raoul Korner und Nadja Kratzer gegen den Rest.Erst nach dem 8:0 erzielen die Erwachsenen ihre ersten zwei Punkte. Am Ende steht es 14:4 für die Nachwuchsspieler. „Ihr habt uns absolut keine Chance gelassen“, sagt der Trainer erschöpft.

Ziel: Selbstwert steigern

Für eine kleine Autogrammstunde reicht seine Kraft aber locker noch aus. Stolz halten die Kinder ihre Zettel mit seinem Namen in den Händen. „Das Autogramm war mir am wichtigsten“, ruft einer der Jungs begeistert. Den Selbstwert steigern, das Gruppenerlebnis fördern, Freude am Sport bereiten – und das in Verbindung mit einer prominenten Persönlichkeit – das war das Ziel der Aktion. „Raoul Korner gelingt es, mit einer erfrischenden Mischung aus Motivation, Wertschätzung und Disziplin auf die herausfordernden Verhaltensweisen der Kinder einzugehen und ihnen ein positives Erfolgserlebnis im Klinikalltag zu ermöglichen“, sagt Moritz Küssner, Pflegerische Leitung der Tagesklinik der Kinder und Jugendpsychiatrie.