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bt-Playlist mit Quasi und FegeR: Zwischen Erleuchtung und Mario Kart

Quasi & FegeR sind Rapper aus Bayreuth. Auch mit über 30 Jahren stehen die beiden Bayreuther immer noch vor dem Mikrofon und verpacken ihre Botschaften mit Wortwitz und Finesse im Takt des Beats. Insgesamt leben die beiden die Hip Hop-Kultur seit über 15 Jahren. Dabei haben die beiden unzählige Platten und Lieder gehört.

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10 Rap-Songs, die Quasi musikalisch beeinflusst haben

Für uns haben die beiden Rapper in ihren Plattenkisten gekramt und je zehn Rap-Songs herausgesucht, die sie in ihrem Werdegang beeinflusst haben. Dabei war Platz für Anekdoten, Rekapitulation und umfassende Analysen. Zuerst hat uns Johannes Besold, auch bekannt als Quasi, Einblick in seinen Soundtrack zum Leben gegeben.

Der Bayreuther Rapper Quasi. Foto: Privat.


1. Blumentopf – Flirtaholics

“Der Song beschreibt unser Lebensgefühl von damals perfekt. Immer wenn ich den Track höre, erinnert er mich an die gute alte Zeit und wie wir die Rapmusik damals gelebt haben.”


2. Mobb Deep – Get Away

Quasi: “Als ich angefangen habe Rap zu hören, kannte ich nur die Mainstream-Songs. Dann hat mir ein Kumpel dieses Lied gezeigt…und ich wurde erleuchtet.”


3. Aphrodelics feat. Masta Ace – Chromatic

Quasi: “Das habe ich damals auch von einem Kumpel bekommen. Direkt beim ersten Mal hat mich der Track umgehauen. Daher höre ich ihn auch heute noch gerne.


4. Fashawn feat. Sam Hook – Down that Road

Quasi: “Der Beat hat mich direkt beim ersten Mal hören umgehauen. Der gesungene Refrain steigert das ganze nochmal. Das passt einfach perfekt aufeinander. Für mich ist das Lied der perfekte Soundtrack für den Sommer.”


5. Jedi Mind Tricks ft. Young Zee & Peacewon – Design in Malice

Quasi: “Dieses Lied habe ich unzählige Male gehört. Das war fast schon ein Ritual. Früh zum ersten Kaffee, schallte dieser Song aus meinen Boxen. Anfangs habe ich den Text natürlich nicht verstanden, aber inzwischen schon. Der macht das Lied sogar nochmal besser.”


6. Zion I – Bird’s Eye View

Quasi: “Als das Lied rauskam, war das wie eine Offenbarung. Wir sind damals immer mit dem Opel eines Kumpels herumgefahren und haben den Track in Dauerschleife gepumpt.”



7. Sean Price – Resident Evil

Quasi: “Das Lied habe ich in den letzten Jahren ständig gehört. Das pumpt alles weg.”

https://www.youtube.com/watch?v=Q2r0HmXsOPU



8. Immortal Technique – Point of No Return

Quasi: “Point of No Return ist von 2003. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich diesen Track gehört habe. Fakt ist, der Song lässt keine Fragen offen. Das hat mich echt beeindruckt. Direkt vom ersten Mal hören an.”



9. LUX, Edgar Wasser & Fatoni – Dis is was ich mach

Quasi: “Das Lied hör ich seit nem Jahr Dauerschleife. Für mich ist es das geilste Deutschrapvideo aller Zeiten. Deswegen hat es mich direkt gepackt.”


10. Atmosphere – Trying To Find A Balance

Quasi: “So vor zehn Jahren hab ich das Lied 1000 mal im Walkman gehört, während ich durch Bayreuth gelaufen bin. Die Energie des Songs hat mich nicht losgelassen. Und die Aussage in dem Song unterstrich das Ganze nochmal extrem.”


10 Rap-Songs, die FegeR musikalisch beeinflusst haben

Jens Detzer, auch bekannt als FegeR, rappt seit über zehn Jahren zusammen mit Quasi seine Strophen in der Wagnerstadt. Hauptberuflich ist er jedoch Historiker und kramt beruflich gerne in der Vergangenheit herum. Für uns hat er das nun auch in seiner Freizeit gemacht und zehn Songs herausgekramt, die ihn auf seiner Reise durch die Hip Hop-Welt begleitet haben.

FegeR. Foto: Privat.


1. Torch – Gewalt oder Sex

FegeR: “Wir haben zur Jahrtausendwende immer bei einem Kumpel Mario Kart gezockt. Dessen Mutter war sehr Hip Hop-affin und hatte daher auch das damals aktuelle Torch-Album Blauer Samt. Das lief damals eigentlich die ganze Zeit. Gewalt oder Sex ist bei mir dann direkt hängengeblieben.”


2. Amewu – Schnittmenge

FegeR: “Für mich ist Amewu einer der besten Künstler der letzten Jahre. Gerade live ist er echt der Hammer. Dieser Song ist auf so vielen Ebenen großartig. Das Konzept ist wirklich super.”


3. Chefket – Identitäter

FegeR: “Dieser Beat ist einer der geilsten, die ich seit langem im Hip Hop gehört habe. Das Thema hat mich auch angesprochen, da es mich sehr an mich erinnert hat.”


4. The Pharcyde – Passin’ me by

FegeR: “Das war der Gegenentwurf zum Gangster Rap der 90er Jahre. Das hat mich sofort angesprochen. Es geht um Männer, die versuchen Frauen zu erobern. Diese merken das aber nicht. Die Thematik ist sehr witzig umgesetzt. Obendrein mit ungewöhnlichem Flow. Sehr einprägsam.”


5. Main Concept feat. Esther – Wer von euch?

FegeR: “Für mich ist David P. einer der talentiertesten und wortgewaltigsten sowie intelligentesten Rapper, die es gibt. Was er raus haut, hat Hand und Fuß.”



6. Bliss n Esso – Addicted (Running on Air)

FegeR: “Hier mal etwas aus Australien. Der Sound ist ganz anders als alles, was es damals in den Staaten oder Europa gab. Das Soundbild ist rockig, aber trotzdem melodisch total hochwertig.”


7. Jurassic 5 – Freedom

FegeR: “Dieser Song ist der Wahnsinn. Da fehlten mir die Worte. Da muss man auch nicht mehr dazu sagen. Der Track steht für sich selbst.”


8. Classified feat. Chad Hatcher – All about U

FegeR: “Classified ist ein kanadischer Rapper. Der Song handelt davon, aus sich selbst heraus das Glück finden zu müssen. Besonders zum Chillen ist dieses Lied perfekt.”


9. Umse – Liebe und Gefühl

“Umse ist ein großartiger Künstler. In der allgemeinen Wahrnehmung läuft er leider etwas unter dem Radar. Bei diesem Lied hat er sich aber sogar nochmal selbst übertroffen.”


10. Cyne – Tragic

FegeR: “Dieses Lied hat mich mein Leben lang begleitet. Genau verbalisieren kann ich nicht, wieso. Aber dieser Track war ewig auf meinem Handy und ich habe ihn immer wieder gehört. Abgesehen von diesem Lied hat Cyne glaube ich keinein einzigen weiteren guten Song, aber das Ding hier ist dafür umso besser.”



Die bt-Playlist von Quasi & FegeR auf Spotify

Bayreuth Tigers: Die Playlist aus dem Tigerkäfig

Viel Zeit zum Entspannen hat Lorenz Rank, Stadionsprecher der Bayreuth Tigers, an Heimspieltagen nicht. Denn während die Recken auf dem Eis um die Punkte kämpfen, verrichtet auch der Mann in der Kabine ganze Arbeit.

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Besonders auch das Einspielen der Musik, für das der Mann in der Kabine ebenfalls zuständig ist, ist schwieriger als man auf den ersten Blick vermuten mag. Es erfordert Fingerspitzengefühl, immer die richtigen Songs in der richtigen Situation zu finden. Seine Playlist, aus der er bei Tigers-Heimspielen die Lieder aussucht, umfasst inzwischen über 3.000 Titel. Für das Bayreuther Tagblatt hat er zehn der wichtigsten Songs ausgesucht und in einem Soundtrack aus dem Tigerkäfig zusammengestellt.


1. Beastie Boys – Fight for your Right

Für Lorenz Rank ist “Fight for your Right” ein Muss bei Tigers-Spielen. Er spielt das Lied bei jeder Partie kurz bevor die Starting Six vorgestellt werden. Es soll die Männer auf Betriebstemperatur bringen, sie motivieren und unmissverständlich klar machen: “Jetzt wird gefighted!”


2. ATHENA – Zorba Sirtaki Mix

Rank: “Ein Klassiker im Tigerkäfig. Der Song ist prädestiniert dafür, dass die Leute in Stimmung für das Spiel kommen, klatschen und richtig Dampf machen. Man hört es häufig auf Partys oder bei Hochzeiten zu später Stunde. Früher habe ich es auch immer kurz vor dem Jump beim Basketball gespielt.”


3. Two Steps from Hell – Heart of Courage

Rank: “Das typische Intro. Das Lied baut eine fantastische Stimmung auf und sorgt für die gewisse Atmosphäre auf dem Eis. Es unterstreicht das Heroische, das diese Sportart hat.”


4. Peter Wackel – Scheiss drauf!

Rank: “Diesen Song spiele ich immer gerne. Denn wenn dieser Song aus den Boxen ertönt, ist eigentlich schon sicher, dass die Tigers gewinnen. Ansonsten würde ich ihn nicht spielen. Das Lied animiert die Leute zum Party machen und mitsingen, weil es wirklich jeder kennt.”


5. Beach Boys – Surfin’ USA

Rank: “Oldies funktionieren in Bayreuth eigentlich auch immer gut. Es soll natürlich auch jede Altersgruppe von der Musik angesprochen werden. Und für das Ohr ist es ja auch mal schön, wenn nach drei rockigen Nummern auch mal wieder etwas leichtes kommt.”



6. Anna Maria Zimmermann – 1000 Träume weit (Tornero)

Rank: “Der Tornero ist Teil unserer Torhymne. Die Entstehungsgeschichte dazu ist recht witzig. Ich habe vor rund vier Jahren eine Nachricht im Internet bekommen. Darin wurde mir vorgeschlagen doch mal dieses Lied im Eisstadion zu probieren. Das tat ich, und es hat sofort funktioniert.”



7. Lorenz Büffel und Ikke Hüftgold – Wir sind wieder da

Rank: “Dieses Lied ist ein neuer Bestandteil unser Torhymne. Die Vorarbeit dazu liegt im Sonderzug nach Ravensburg. Damals sagte der Fanbeauftragte Carsten Herrmannsdörfer zum DJ, dass er den Song nach “jeder dritten Bahnschranke” spielen soll. Im Zug kam dabei richtig viel Stimmung auf. Auch im Stadion hat es dann sofort geklappt. Die Fans haben direkt mitgesungen und sich gefreut. Das ist nicht immer so. Anfang der Saison hatte ich zum Beispiel mal einen Song von Mickie Krause ausprobiert. Das hat den Zuschauern nicht gefallen. Dann habe ich es auch schnell wieder herausgenommen.”




8. Nickelback – Burn it to the Ground

Rank: “Zu diesem Lied kommt die Mannschaft auf das Eis. Man kann in den Titel natürlich viel hineininterpretieren. Er hat einen guten Zug und richtig Wumms. Der Song zeigt eindeutig ,Jetzt kommen die Tigers aufs Eis. Jetzt geht’s zur Sache!’. Bei Siegen wird er auf der Ehrenrunde auch nochmal gespielt, wenn die Mannschaft mit den Fans aus dem Block feiert.”



9. Ferris MC – Düstere Legenden

Rank: “Diesen Deutschrap-Klassiker spiele ich immer wenn das Team nach den Pausen zurück aufs Eis kommt. Dann ziehen wir das Tempo an. Der Song ist einzigartig für Bayreuth, der läuft, soweit ich weiß, in keiner anderen Eishalle. Und viele Zuschauer mögen das Lied, ich wurde nach den Spielen schon sehr oft danach gefragt, weil die Fans ihn auch Zuhause hören wollten.”



10. Gigi D’Agostino – L’Amour Toujours

Rank: “L’Amour Toujours ist ein totaler Klassiker. Der kommt immer gut an. Da können die Leute alle mitmachen und mitsingen. Außerdem macht er gute Laune.”



Die bt-Playlist “10 Songs aus dem Tigerkäfig” auf Spotify

Exklusives Mixtape: Desto & Nasher

Die Bayreuther Hip Hop Band Desto & Nasher präsentiert heute Abend im Lamperium ihr neuestes Album. Es ist das dritte des Duos: “Endlich immer noch”. Wir haben Sie vorab gebeten uns eine Playlist mit Songs, die sie beeinflusst haben, zusammenzustellen.

Wieso diese Playlist?

Desto & Nasher: Das ist ein kleiner Teil von Tracks, die in den letzten Jahren in unseren Köpfen und Playlists durchgehend präsent waren. Und seitdem auch nicht daraus verschwunden sind. Deshalb hatten sie indirekt, teilweise auch direkt Einfluss darauf, wie unser Album klingt. Viel mehr will ich nicht sagen. Hört’s euch an!

Was bedeutet euer neustes Album für euch? Was ist die Geschichte dahinter?

Desto & Nasher: Also im Moment bedeutet es uns natürlich unglaublich viel. Immerhin stecken darin alle Gedanken und Auseinandersetzungen mit Sound, Sprache und dem Leben allgemein, die wir in den letzten vier Jahren hatten. Im März letzten Jahres stand eigentlich schon der Großteil des Albums, als wir das ganze Konzept noch mal umgeworfen haben. Im Großen und Ganzen geht’s auf dem Album um die Enge der Kleinstadt, was sich nicht selten auch auf die geistige Bandbreite auswirkt. Man muss halt aufpassen, dass man sich davon nicht anstecken lässt. Es geht ums Ausbrechen, aber wieder Zurückkehren, weil man sich trotz aller Engstirnigkeit zu Hause fühlt. Es geht um die Kreise, in denen sich das Leben bewegt. Nasher und ich kennen uns, seitdem wir 3 Jahre alt sind und sind beide im selben Dorf aufgewachsen. Wege haben sich getrennt, zwar nie wirklich weit, aber zumindest so, dass wir 2018 das Gefühl hatten, wieder daheim angekommen zu sein. „Endlich immer noch” heißt also so viel wie „Endlich ist es wieder so, wie es eigentlich schon immer war”.

Wie sieht es mit Locations in Bayreuth aus? Gibt es genug, um sich als Künstler auszuleben?

Desto & Nasher: Da könnte man sehr weit ausholen. Aber Fakt ist, dass das „Künstlerdasein”, wenn man es so bezeichnen will, im Hinblick auf Locations schon eher von Frust geprägt ist. Zumindest wenn man, wie wir, Teil einer Subkultur ist, die in einer Stadt wie unserer so verrufen ist. Immerhin haben wir das Glück, auf die ein oder andere Location zurückgreifen zu können, weil man dort den Betreiber schon seit Jahren kennt. Natürlich gibt es in Bayreuth einige Personen, Institutionen und Locations, die das subkulturelle Leben hier bereichern und sehr bemüht sind. Trotzdem ist ein Mangel an guten und geeigneten Live-Locations nicht von der Hand zu weisen.

Spotify-Playlist “Ein Fluss” von Desto & Nasher

Wir haben uns bereits im Oktober mit Desto & Nasher getroffen. Entstanden ist daraus ein kleiner Podcast.

2018 – Ein musikalischer Jahresrückblick Teil 7: Deutsche Bands

In unserem letzten musikalischen Jahresrückblick richten wir den Blick mal auf uns. Also nicht als Personen, aber auf die Musik, die aus Deutschland kommt, oder zumindest Texte in deutscher Sprache hat. Songs abseits der Charts, teilweise ein wenig verschroben, was für Liebhaber eben. Alles frisch aus dem Jahr 2018 und fein säuberlich für euch sortiert! Wie immer ohne hirarchische Reihenfolge, wir haben alle Songs fast gleich lieb.

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1. Tocotronic – Electric Guitar

Eine Band, die auch den Unbelesenen unter uns die große Poesie in die Ohren pfeffert. Und mit diesem Album haben sie wieder jegliche Erwartung gesprengt. “Die Unendlichkeit” ist ein Konzeptalbum, dass uns durch ein ganzes Leben führt. Der große Hit auf der Scheibe: “Electric Guitar”, mit einer tollen Jasna Fritzi Bauer im zugehörigen Video.


2. Isolation Berlin – Serotonin

Das ganze Großstadtleben eines 25-Jährigen, gepresst in ein Album. Isolation Berlins Platte “Vergifte dich” ist so voll mit destruktiver Hoffnung, dass man es mit geschlossenen Augen fast wie einen Spielfilm genießen kann. “Wenn du mich suchst, du findest mich am Pfandflaschenautomat / Da hol ich mir zurück, was mir gehört / Und ich schwöre dir, ich schlage heute ein paar Fressen ein / Wenn mich noch einmal jemand dabei stört”


3. Element of Crime – Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

Gäbe es Gerechtigkeit auf dieser Welt, dann dürfte Sven Regener in keiner Liste über deutschsprachige Texte oder Musik fehlen. Auch wenn das Konzept seiner Band Element of Crime seit Jahrzehnten das gleiche ist, so ist doch jede Platte eine weiteres Buch im melancholischen Regal der deutschen Musikbibliothek. “Ich hab noch irgendwo ein warmes Bier zu steh’n / Du kannst die Blumen damit gießen / Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin”


4. Drangsal – Arche Gruber

Drangsal wird seit seinem ersten Album aus dem Jahr 2016 in der Musikszene gehypt und das völlig zu Recht. Seine zweite LP nennt sich “Zores” und sie ist deshalb so spannend, weil sie experimentell und mutig, aber gleichzeitig extrem melodiös und eingängig ist. Von englischer 80s-New-Wave-Party (Arche Gruber) zum Ärzte Sound (Turmbau zu Babel), die Grenzen verschwimmen zu einer ganz eigenen Schöpfung. Von den starken Texten ganz zu schweigen, sonst würde hier morgen noch geschwärmt werden.


5. Acht Eimer Hühnerherzen – Eisenhüttenstadt

Punk? Ja, vielleicht ein bisschen. Kluge, wilde und auch ein bisschen gemeine Texte. Dazu noch wilde und unkontrollierte Gitarren und ein Bassist der völlig überdreht herumzieht: das macht einfach Spaß! (Und erinnert fast ein wenig an die Lassie Singers)

https://www.youtube.com/watch?v=tHp1KXMDhaI


6. Swutscher – Im Westen

Wütend und betrunken in jedem Song schreien Swutscher ihre kruden Gedankengänge in jeden der sie hören will und deren Nachbarn. Denn leise anhören kann man ihr Debüt “Wilde Deutsche Prärie” nicht.


7. International Music – Farbiges Licht

Versucht mal diese Band zu googlen, macht keinen Spaß. Dafür ihr Debütalbum “Die besten Jahre” aber umso stärker und erinnert vom Sound her des Öfteren an Joy Division oder andere Post-Punk-Perlen. “Mein neues Mädchen fragt mich jeden Tag was ich an ihr mag” Schnell auf den Zug aufspringen, solange die Jungs noch keiner kennt!


8. Granada – Berlin

Gut, das zweite Album fetzt nicht ganz so wie das erste. Aber bei welcher Band ist das denn nicht so? Trotzdem packen uns die Österreicher wieder an der Hand und lassen uns vor der Bühne, im Wohnzimmer oder im Bus tanzen und “Scheiß Berlin” singen! Vor ein paar Monaten haben wir die Herrschaften übrigens Backstage bei ihrem Konzert in Bayreuth begleitet.


9. Die Nerven – Niemals

Treibende Riffs, ein verzweifelter Sänger und ein cooler Bandname: Die Nerven! Das neueste Album “Fake” ist kommerziell gesehen wohl das erfolgreichste der Band und ist definitiv ein mehrfaches Durchhören wert. Die Nerven spielen übrigens am 28. Februar in Nürnberg und das Ticket kostet nur 18 Euro. So günstig seht ihr die nie wieder, garantiert!


10. Sophie Hunger – She Makes President

Auch Sophie Hunger hält sich nicht an Gepflogenheiten und sprengt Genres in kleine, elektronische Teilchen die anschließend um unsere Köpfe kreisen. Melodie- und Tempowechsel soweit die Ohren reichen, nix zum nebenbei herdudeln also. Aber hört man richtig zu, dann ergibt ihr neuestes Album verdammt viel Sinn. “She will not make your babies / She will make president” Sehr schön auch ein Beitrag der Reihe “Sagen Sie jetzt nichts” mit Sophie Hunger in der Süddeutschen Zeitung.


11. Der Nino aus Wien – Hände

Der große Musiker aus Wien, der wohl für immer wie 18 aussehen wird, aber gefühlt seit 100 Jahren im Geschäft ist (tatsächlich kam sein erstes Album 2008 raus). Auch auf der neuen Scheibe geht es wieder schmutzig zu. Wobei es mit Wiener Dialekt eigentlich eh egal is, wos ma singt, des is eh fix! (Das eingebaute Video ist übrigens nicht das offizielle, just sayin)

 


12. Father Midnight – Sisyphos

Surfpunk aus? Berlin Natürlich! Der wohl geheimste aller Geheimtipps, die Band hat noch nichtmal 1.000 Plays auf Spotify. Zu Dritt schafft die Gruppe ein Sound, der einen ein halbes Orchester vermuten lässt. Gut, dass sie das nicht brauchen, denn noch spielen sie auf 2 Quadratmeter Bühnen. Also Bierchen auf und zu Father Midnight im Wohnzimmer vandalieren!


Der Musikalische Jahresrückblick 2018: Deutsche Bands auf Spotify

(“Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin” von Element of Crime ist auf Spotify nicht verfügbar. Dafür gibt es einen anderen Song vom gleichen Album)

2018 – Ein musikalischer Jahresrückblick Teil 6: Indie-Rock

Nach den diversen Favoriten der Kollegen, gibt es heute mal etwas andere Musik. In der heutigen Liste gibt es nämlich das Genre, das uns doch im Herzen eigentlich allen am besten gefällt, auch wenn das nicht jeder zugibt: Indie-Rock! Ja, über eine genaue Definition von Indie kann man sich streiten, aber das passt schon so. Alles frisch aus dem Jahr 2018 und fein säuberlich für euch sortiert! Wie immer ohne hirarchische Reihenfolge, wir haben alle Songs fast gleich lieb.

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1. Arctic Monkeys – Four Out Of Five

Ewig musste man auf das neue Album der Monkeys warten, dann kam es und alle fanden es blöd. Aber so im Rückblick ist es einem doch irgendwie ans Herz gewachsen. Auch wenn ich bis heute nicht weiß, in welchen Lebens-Momenten man die neue Tracks von Alex Turner hören soll. Schade übrigens auch, dass das mit der Bart-Petition nicht geklappt hat.


2. First Aid Kit – Rebel Heart

Was für ein Album! Tocotronic sangen einmal “In höchste Höhen, wo wir schwindeln, in tiefste Tiefen und zurück”. Und genauso kann man auch den Weg durch das “Ruins”-Album der Schwestern aus Schweden beschreiben. Einfach nur großartig und auch live eine echte Wucht.


3. isaac gracie – last words

Ein ruhiges Album, ein Album voller Schmerz und Sehnsucht, ein Album, das in keinem Jahresrückblick fehlen darf. Und dazu noch das Debüt des Briten Isaac Gracie. Pflichtprogramm!


4. Goat Girl – The Man

Augen zu und Tanzen. Das ist ein Befehl. Ende.


5. Ezra Furman – Love You So Bad

Der Mann, dessen Band gefühlt jedes Jahr anders heißt, hat wieder zugeschlagen! “Transangelic Exodus” ist wild, zügellos und hält auch beim zehnten Anhören noch Überraschungen bereit. Hit-Single: “Love You So Bad”


6. Sports Team – Kutcher

Klassischer Indie, beim Hören sitzt man quasi in Röhrenjeans mit den Jungs zusammen bei Bier und Zigaretten in der Garage von Mama. Und überhaupt, wer kann einem so schönen britischen Akzent widerstehen? Auch aufgrund ihrer, an Eskalation grenzenden Live-Auftritte und dem gigantischem Backstage-Bier-Konsum der Band, haben sich die Londoner einen Platz in dieser Liste verdient.


7. Franz Ferdinand – Always Ascending

Inzwischen die Opas des Indie, aber trotzdem ein tolles Comeback nach dem völlig danebengegangen Projekt FFS (gemeinsam mit den “Sparks”). Zwar ohne neue Ideen, aber dafür mit ein bisschen mehr Elektronik, schaffen die Kerle es immer noch uns zum Tanzen zu bringen.


8. Lala Lala – I get Cut

Aus der wird noch was großes. Klingt ein wenig wie eine wütende “Soko” die ihr Effektgerät mal ausprobieren möchte und es dabei ein wenig übertreibt. Also einfach nur toll.


9. Courtney Barnett – Need a Little Time

Einen echten Meilenstein legte Courtney Barnett dieses Jahr aufs Indie-Parkett (das reimt sich ja!). Und diesmal fast ohne die sonst so störenden Brei-Songs zwischendurch.


10. Cut Worms – It won´t be too long

Mit beatles-ähnlichen Melodien machen die Cut Worms große Lust auf einen Sonnenuntergang an einem Steg am Hudson River in New York (oder wenn man im Beatles-Bild bleiben möchte: der Themse). Von denen wird man noch viel hören, also am besten jetzt schon cool finden!


11. Yo La Tengo – Shades Of Blue

Wenn Legenden ein neues Album rausbringen, dann kann das schief gehen (Guns n Roses), oder ganz großartig werden (The Libertines). Gott sei Dank gehören Yo La Tengo zur zweiten Kategorie und bleiben voll auf Kurs, auch weiterhin Indie-Geschichte zu schreiben. Und der Gesang erinnert so sehr an Nico – wie könnte man diese Band dafür nicht lieben. (Einzeln gibt es den Song leider nicht auf YouTube, darum hier gleich ein ganzes (professionell gefilmtes) Konzert. Shades Of Blue kommt bei Minute 23:14)


12. LAUREL – Adored

Wütende Sehnsucht und doch auch ein wenig zerbrechlich: wer so einen Spagat schafft und dazu noch verdammt “Rock´n´Roll ist”, der muss in diese Liste kommen. Und LAUREL ist da die perfekte Kandidatin. Ihr Debütalbum klingt so, als sei sie seit mindestens 30 Jahren auf Tour und hielte noch viel länger eine eiskalte Flasche Bier in der Hand. “You’ve been wasting my time, honey / I’ve been wasting your life, baby / We can sit and talk / And I’ll pretend that I give a fuck”


Der musikalische Jahresrückblick 2018: Indie auf Spotify

2018 – Ein musikalischer Jahresrückblick Teil 4: Singer-Songwriter/Soft Electro

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. 2018 hatte einiges zu bieten. Ohne Frage. Neben großen Themen wie Umwelt oder Politik gab es auch jede Menge zielgruppenspezifisch interessante Dinge wie Psytrance und Goa oder Warnwesten für Hühner. Darüber hinaus prägte auch wieder jede Menge Musik das Jahr. Melodische Musik sowie von Babys unkoordiniert herausgeschmetterte Musik, angebrachte Musik sowie unangebrachte Musik, instrumentale Musik sowie Acapella Musik. Wir wollen im Laufe der letzten Tage des Jahres einen musikalischen Jahresrückblick wagen. Eine Reise durch verschiedene Genres innerhalb eines Kalenderjahres. Für Teil 4 haben wir uns von unserer IT-Abteilung lossagen können und eine Bestandsaufnahme in der Redaktion gemacht. Herausgekommen ist eine Mischung verschiedener Genres. Mit Ausnahmen. Daher heute in Teil vier: Singer-Songwriter/Soft Electro (mit etwas Hip Hop).

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1. Billie Eilish – when the party’s over


2. Roosevelt – Under the Sun


3. Balthazar – Entertainment


4. Beirut – Gallipoli


5. Angus & Julia Stone – Youngblood


6. Girlpool – Hire


7. RY X – YaYaYa



8. Mac Miller – Ladders


9. Sam Fender – Dead Boys


10. Jeff Kaale – Pillow Talk


11. EAU ROUGE – Closer


12. Robyn – Ever Again


Der Musikalische Jahresrückblick 2018: Singer-Songwriter/Soft Electro auf Spotify

2018 – Ein musikalischer Jahresrückblick Teil 3: Psytrance/Psybiance/Goa

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. 2018 hatte einiges zu bieten. Ohne Frage. Neben großen Themen wie die Hochzeit von Harry & Meghan in England oder Mikroplastik generell gab es auch jede Menge zielgruppenspezifisch interessante Dinge wie die Hochzeit von Harry & Meghan in England oder die lästige Fliege im Büro. Darüber hinaus prägte auch wieder jede Menge Musik das Jahr. Bekannte Musik sowie unbekannte Musik, erfolgreiche Musik sowie erfolglose Musik, schön komponierte Musik sowie schlechte Musik. Wir wollen im Laufe der letzten Tage des Jahres einen musikalischen Jahresrückblick wagen. Eine Reise durch verschiedene Genres innerhalb eines Kalenderjahres. Für Teil 3 hatten wir eigentlich etwas anderes vorgesehen, aber unsere IT-Abteilung hat uns verfolgt und uns mit Genres überhäuft, von deren Existenz wir bislang noch nie gehört hatten. Daher heute in Teil drei: Psytrance/Psybiance/Goa.

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1. Infected Mushroom – Bliss on Mushrooms


2. Volcano & Electric Universe – Akasha

https://www.youtube.com/watch?v=pKYW8Z2Fdx4


3. Juno Reactor – Return of the Pistolero


4. Basic – Virtual Space


5. Entheigenic – Clockwork Cosmology


6. Krama, Normalize – Hexapole


7. Interactive Noise – Tales of the Darkened Light



8. Deliriant – Space and Time


9. Jumanji – In da Jungle (Avalon & Outsiders Remix)


10. Alpha Portal, GMS – Full Throttle GMS Remix


11. Magik, Shivatree – Into the Chasm


12. Kuba – District 6

https://www.youtube.com/watch?v=kZulRWseQzU


Der Musikalische Jahresrückblick 2018: Metal und Hard Rock auf Spotify

2018 – Ein musikalischer Jahresrückblick Teil 1: Hip Hop

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. 2018 hatte einiges zu bieten. Ohne Frage. Neben großen Themen wie dem historischen Aus der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM-Vorrunde in Russland oder der zähen Koalitionsbildung zwischen Union und SPD gab es auch jede Menge zielgruppenspezifisch interessante Dinge wie Jenny Frankhauser als Dschungelkönigin oder den Besuch zweier Stockenten in meinem Garten. Darüber hinaus prägte auch wieder jede Menge Musik das Jahr. Gute Musik sowie schlechte Musik, laute Musik sowie leise Musik, echowürdige Musik sowie echounwürdige Musik. Wir wollen im Laufe der letzten Tage des Jahres einen musikalischen Jahresrückblick wagen. Eine Reise durch verschiedene Genres innerhalb eines Kalenderjahres. Wir beginnen die große Rückschau mit dem Musikgenre, das im Jahr 2018 für den meisten Diskussionsstoff gesorgt hat: Hip Hop.

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1. Kendrick Lamar & SZA – All the Stars

“You can bring a bullet, bring a sword
Bring a morgue, but you can’t bring the truth to me“


2. Samy Deluxe – Flagge hissen / Anker lichten

“Es gibt Arbeit, doch kein Boss – was ist das für ein Wort?
Wenn jeder hier für alle sorgt, ist doch für alle gesorgt!”


3. Nicki Minaj, Labrinth & Eminem – Majesty

“Take a ride with me, hop into my time machine
I’ma take the driver’s seat as I thrust into hyperspeed”


4. Haiyti – Bahama Mama

“Immer Backstage Playboybunnys
Feiern ihren Sound und der Drive-by ist sunny”


5. Dendemann & Trettmann – Littbarski

“Ja, sie verlässt die Wohnung, und ich will keinen Stress haben ohne Grund
Also bleib’ ich allein daheim – Ist auch viel besser und gesund”


6. Rick Ross, T-Pain, Kodak Black – Florida Boy

“Yo, gold rims, good dope, make a wonderful summer
Heard I was a genius, when it come to the numbers”


7. Alligatoah – Die grüne Regenrinne

“Zeit für die Beweisaufnahme
Erstes Indiz: mein Schandmaul riecht
Kombiniere: ich war voll wie eine Strandhaubitze”



8. Eminem – Fall

“Like you had it when you thought you had me slippin’ at the telly
Even when I’m gettin’ brain, you’ll never catch me with a thot”


9. Bonez MC & Raf Camora – 500 PS

“Ich drück’ aufs Gas, hör’ die 500 PS
Fahren durch die Stadt, GTA Los Angeles”


10. J. Cole – BRACKETS

“Lord knows I need something to fill this void”


11. Drake – That’s how you feel

“Work all winter, shine all summer
Ride for your brother, you die for your mother”


12. RIN – Data Love

“Wenn du mich brauchst, klick online mit der Maus
Da bin ich 24/7, saug mich aus”


Der Musikalische Jahresrückblick 2018: Hip Hop auf Spotify