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Keine Demos wegen Coronavirus am 1. Mai in Bayreuth

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In Bayreuth wird es keine Demonstrationen am 1. Mai geben. Der Stadt Bayreuth liegen nach eigenen Angaben keine Anmeldungen einer Demonstration vor

Fridays for Future veranstaltet “größte Online-Demonstration der Geschichte”

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Aufgrund des Veranstaltungsverbots findet derzeit keine gewöhnlichen Freitagsdemos statt. Deshalb hat sich die Bewegung nun eine andere Art zu demonstrieren einfallen lassen.

Demo zur Klimaschutzkonferenz in Bayreuth: “Aufhören zu labern und anfangen zu handeln”

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Während in der Uni Bayreuth am Donnerstag (12.2.2020) die Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg stattgefunden hat, haben vor der Uni über 200 Menschen für den Klimaschutz demonstriert. Die Demonstranten waren sich dabei einig: man müsse nun aufhören zu reden und endlich anfangen zu handeln.

Demo zum Klimaschutz am Donnerstag in Bayreuth

Am Donnerstag (12.2.2020) hat an der Uni Bayreuth die Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg stattgefunden. Parallel dazu demonstrierten vor der Uni etwa 200 Menschen für den Klimaschutz. Dadurch wollten sie die Konferenz unterstützen, wie die Veranstalter sagten. Die Demonstranten waren vom Luitpoldplatz über die Opernstraße, über den Hohenzollernring zum Campus der Uni Bayreuth gezogen.

Die Demonstranten am Marktplatz. Foto: Radentscheid Bayreuth

Bayreuth: “Wir schauen euch auf die Finger”

Einer der Organisatoren der Demonstration sagt: “Wir demonstrieren nicht dagegen. Es geht eigentlich nur darum, dem ganzen Aufmerksamkeit zu geben”, sagt der Student. Es sei ihnen wichtig, das Signal zu senden: “Hey, wir schauen euch auf die Finger”.

An und für sich sei die Demonstration eine unterstützende Botschaft. Die Reaktionen auf die Veranstaltung sei jedoch nicht durchweg positiv, sondern eher durchwachsen gewesen. “Der Wille ist da, aber ich habe das Gefühl, dass noch nicht alles verstanden wurde.” Als Beispiel gibt der Organisator an, dass die allermeisten Gäste der Klimaschutzkonferenz mit Autos angereist sind. Das wäre auch anders gegangen, meint der Student: Vor allem wenn die meisten aus dem gleichen Eck kommen würden.

Die Demonstranten schrieben ihre Forderungen mit Straßenkreide vor das RW Gebäude der Uni Bayreuth. Foto: Katharina Adler

Keine Nachhaltigkeit bei der Konferenz in Bayreuth

Zudem hätten die Veranstalter auch zu wenig Rücksicht auf Nachhaltigkeit genommen. Es seien verschiedene Prospekte und Hefte an die Menschen ausgeteilt worden. Zudem hätte es zum Kaffee keine regionale Milch gegeben. Vegane oder vegetarische Alternativen sollen ebenso gefehlt haben.

“Ich hatte das Gefühl, dass der Wille und das Verständnis, dass Veränderung regional passieren muss, da ist. Trotzdem war das alles nichts Konkretes”, sagt der Organisator der Demo. Man würde sich nicht auf konkrete Ziele einigen, sondern spreche nur davon, dass die bisherigen Ziele verfehlt wurden und aufgeholt werden müssten.

Die Demonstranten fanden deutliche Worte und Visualisierungen für ihre Meinung. Foto: Katharina Adler

Klimakonferenz in Bayreuth: Die Ziele reichen nicht

Demian Rothammel studiert ebenfalls an der Uni Bayreuth und hat die Demonstration ebenfalls organisiert. Grundsätzlich finden die Demonstranten die Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg gut, erwarten aber mehr. “Es muss noch mehr gemacht werden. Die grundsätzlichen Ziele sind ok, aber reichen bei Weitem nicht aus”, sagt Rothammel.

“Man muss aufhören zu labern und anfangen zu handeln.” Es sei eine Demo, die Rückenwind für die Konferenz gebe und das ganze unterstützen und vorantreiben solle, ergänzen die Demonstranten Silas Schmedt und Marit Scharrmann.

 

Fridays For Future in Bayreuth: 500 Demonstranten wollen eine Zukunft

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Am heutigen Freitag (29. November 2019) fanden in ganz Deutschland wieder Klimaproteste der Fridays For Future-Bewegung statt. Auch in Bayreuth wurde vor dem Rathaus demonstriert.

Bereits am Montag, den 25. November 2019, gelangte ein Antrag der Fridays For Future-Bewegung zum Ältestenausschuss in Bayreuth: Ein Klimakonzept wurde gefordert. Mit diesem Klimaschutzkonzept befasste sich dann am Mittwoch (27. November 2019) der Bayreuther Stadtrat.

Fridays For Future in Bayreuth

Und am Freitag gingen Schüler, Studenten, Erwachsene und Großeltern auf Bayreuths Straßen. “Wir wollen, dass gehandelt wird.” Da sind sich alle Demonstranten einig und es ist der Grund für das Erscheinen so vieler Menschen. Gestartet wurde am Rathaus, wo sich die Demo am Opernhaus über den Sternplatz und das Friedrichsforum wieder über die Sophienstraße zurück zum Maxplatz bewegte.

“Gehen wir weiter auf die Straße und lasst uns laut sein”, ruft eine Demonstrantin. “Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut”, dröhnt es im Chor durch die Bayreuther Innenstadt. Denn darum geht es den Demonstranten, sie wollen eine Zukunft auf einem Planeten, der nicht vom Klimawandel zerstört wurde.

Politische Forderungen der Bayreuther Demonstranten

Dazu fordern sie die Regierung auf, zu handeln.”Das Pariser Abkommen muss eingehalten werden”, sagt Magdalena Schlags, einer der Organisatoren der Demonstration in Bayreuth, “und das Klimapaket der deutschen Regierung reicht uns nicht.”

Doch auch lokal beschäftigen sich die Klimaschützer mit der Politik. “Am Mittwoch waren wir im Stadtrat”, da es um den Klimaschutz ging. “Wir schauen dem Stadtrat auf die Finger, ob diese Ziele auch eingehalten werden”, sagt Magdalena Schlags.

Fridays For Future und Schule

Die 17-Jährige geht noch zur Schule. Ihre Eltern wissen nicht nur, dass sie auf die Demonstrationen geht, sondern unterstützen sie: “Meine Mama hat beim ersten Mal gesagt: Eine Entschuldigung schreib ich dir nicht, da bring lieber einen Verweis mit nach Hause.” Den gab es bisher allerdings nicht, obwohl viele Schüler fehlen, wenn die Demos anstehen, sagt Magdalena Schlags.

Warum Fridays For Future während der Schulzeit stattfindet? “Wir wollen Aufmerksamkeit. Dazu müssen wir Schwänzen”, sagen verschiedene Teilnehmer auf der Demo. Außerdem finde ein Großteil der Organisation der Demo natürlich außerhalb der Schulzeit statt, wissen die etwa sieben Organisatoren.

“Wir planen die Demo erst ab 12 Uhr und die Kundgebung erst ab 13 Uhr, damit auch die Schüler, die nicht Schwänzen wollen, auf die Demo können”, sagt die 17-Jährige. Und damit hat sie Recht. Selbst nach Schulschluss strömen weitere Jugendliche zur Demo, um sich für das Klima einzusetzen.

Dabei muss gesehen werden, dass neben Schülern und Studenten auch Erwachsene und viele Großeltern teilnehmen. Auch sie setzen sich für den Klimaschutz ein, damit auch nachfolgende Generationen auf einem belebten Planeten leben können, sagt ein Demonstrant.

Wegen Großdemo: Diese Stadtbuslinien fallen aus

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Am kommenden Dienstag machen sich laut der Initiative „Land schafft Verbindung“ bis zu 500 Traktoren zu einer Protestfahrt durch Bayreuth auf. Das wird den Stadtbusverkehr der Stadtwerke Bayreuth erheblich einschränken: Rund ein Drittel aller Haltestellen können die Busse während der Demo nicht erreichen. Darüber hinaus rechnet das Unternehmen mit verspäteten Bussen und hält kurzfristige Ausfälle für möglich.

500 Traktoren quer durch die Stadt

Zwischen 11 und voraussichtlich 17 Uhr fahren laut der Stadtverwaltung Bayreuth 500 Traktoren der Initiative „Land schafft Verbindung“ auf einer Protestkundgebung mit Traktoren von Bindlach zur Tierzuchthalle. Die Strecke führt über die Bindlacher Allee, die Weiherstraße, die Riedinger Straße, den Nordring und die Scheffelstraße bis hin zur Bamberger Straße. Sämtliche Kreuzungen und Einmündungen wird die Polizei in diesem Bereich sperren.

Stadtbusverkehr wird lahmgelegt

„Das wird dafür sorgen, dass der Stadtbusverkehr in weiten Teilen lahmgelegt wird“, sagt Werner Schreiner, Leiter des Verkehrsbereichs bei den Stadtwerken Bayreuth. Etwa ein Drittel der rund 370 Haltestellen werden die Busse der Stadtwerke am Dienstag ab 11 Uhr nicht mehr erreichen können. Betroffen sind vor allem die Stadtteile Meyernberg, Altstadt, Roter Hügel, Wendelhöfen und Teile der Bürgerreuth.

Viele Stadtbusse müssten die Proteststrecke queren und das ist nicht möglich. Deswegen können wir in der betroffenen Zeit einige Linien nur eingeschränkt anbieten. Die Linie 309 wiederum entfällt in beide Richtungen – ebenso die Linie 313. Wir gehen jedoch schon jetzt davon aus, dass die Autofahrer versuchen werden, die Sperrungen zu umgehen. Das wird wiederum für Staus sorgen, die auch uns behindern.

(Werner Schreiner, Leiter des Verkehrsbereichs der Stadtwerke Bayreuth)

Wie lange die andauern, könne niemand voraussagen – er bitte die Fahrgäste schon jetzt um Verständnis für die Situation.

Knotenpunkt ZOH

Der Schulbusverkehr der Stadtwerke Bayreuth in Richtung ZOH und Bahnhof wird aller Voraussicht nach auch während der Protestfahrt funktionieren. „Es kann aber sein, dass es ab der ZOH nicht mehr weitergeht“, schränkt Werner Schreiner ein. In jedem Fall bittet er alle Fahrgäste, sich rechtzeitig zu informieren: „Idealerweise auf der Webseite der Stadtwerke Bayreuth, gerne aber auch im Kundencenter Verkehr an der ZOH oder ab Montag während der Geschäftszeiten unter der Telefonnummer 0921 600-436. Am Dienstag selbst werden wir aktuell auf unserer Webseite darüber berichten, wie die Lage im Stadtbusverkehr ist. Selbstverständlich werden wir auch an der ZOH mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern präsent sein, um unseren Fahrgästen zu helfen. Sobald der Verkehr wieder fließt, fahren wir wieder unseren regulären Linienverkehr“, verspricht Schreiner.

Änderungen des Stadtbusverkehrs im Überblick:

  • 301 ZOH-Jakobshof: Die Haltestellen „Wörthstraße“ und „Adolf-Wächter-Straße“ entfallen.
  • 302 ZOH-Industriegebiet/Hammerstatt: Die Haltestellen „Basell“ sowie „Theodor-Schmidt-Straße I“ und „Theodor-Schmidt-Straße II“ entfallen stadteinwärts.
  • 303 ZOH-Klinikum: Die Haltestellen „Rabenstein“, „Richthofenhöhe“, „Preuschwitzer Straße“, „Rheinstraße“, „Eibseestraße“, „Bonnhoeffer-Schule“, „Bodenseering“, „Klinikumallee II“, „Klinikum“ und „Reha-Klinik“ entfallen.
  • 305 ZOH-Hohe Warte: Die Haltestellen „Gartenstadt“, „Festspielhaus“, „Grüner Baum“ und „Güterbahnhof“ (stadteinwärts) entfallen.
  • 305 ZOH-Meyernberg Nord: Fährt stadtauswärts nur bis zur Haltestelle „Stadtfriedhof“ und setzt stadteinwärts ab der Haltestelle „Siebener Platz“ wieder ein.
  • 306 ZOH-Roter Hügel: Fährt nur bis zur Haltestelle „Lippacher Straße“.
  • 309 ZOH-Wendelhöfen: Die Linie entfällt komplett.
  • 309 ZOH-Meyernberg Süd: Die Linie entfällt komplett.
  • 313 ZOH-Maintalsiedlung: Die Fahrt am Mittag entfällt.

Auch auf den anderen Linien sind Verspätungen und kurzfristige Ausfälle möglich.

Demo zum Tag der Deutschen Einheit: “Wir sind mehr”

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Wenn es nach Niklas Wenzel und Andreas Zippel geht, dann soll der Tag der Deutschen Einheit zeigen, wie bunt und offen Deutschland in Europa ist. Aus diesem Grund haben die beiden zu einer Demo am 3. Oktober eingeladen. Impressionen von der Demo gibt es im Video über dem Text. 

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Gegensätze lassen sich gut vereinen

Bunt und offen präsentierte sich dann auch die gesamte Veranstaltung. Passend dazu gab es Unterstützung der Band “Brasspalast”, die den Demonstrantenzug musikalisch begleitete. Los ging es vom Neptunbrunnen vor dem Depot bis zum La-Spezia-Platz. Dort angekommen referierten Vertreter aus den unterschiedlichsten Sparten über das gemeinsame Ziel: “Wir sind Deutschland. Wir sind mehr.”.

Wir wollten den Tag der Deutschen Einheit modern aufbauen. Daher auch die moderne Musik, die die Demo begleitet hat. Es ist wichtig zu wissen, dass die Gedanken von früher heute immer noch genauso gelten.

(Andreas Zippel, Veranstalter der Demo)

Den Veranstaltern war es wichtig, zu zeigen, dass sich Gegensätze nicht unbedingt ausschließen müssen. Die Freude am Heimischen und die Neugierde am Fremden lassen sich durchaus miteinander vermischen, so Andreas Zippel. Das gehöre für den 27-Jährigen zu einem lebendigen Deutschland dazu.

Ein Tag für alle

Frei nach dem Motto “Ein Tag für die ganze Gesellschaft” wurden auch die Redner ausgewählt. Nach einem kurzen Marsch durch die Innenstadt, zeigten sechs durchaus unterschiedliche Redner, wie wichtig ihnen die Vielfalt in Deutschland sei.

Egal ob Sissy Thammer, die Geschäftsführerin des Festivals junger Künstler oder Sebastian Döberl, der Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren. Alle betonten wie wichtig es sei, sich für etwas einzusetzen und nicht gegen etwas zu arbeiten. Neben Thammer und Döberl zählten auch der Pfarrer Carsten Brall, Professor Martin Leschke, Sozialpädagogin Dolores Longares-Bäumler und Hannes Kohlhoff von den Students for Future zu den Speakern.

Unsere Speaker haben einen großen gesellschaftlichen Bereich abgedeckt. Damit wollten wir auch zeigen, wie viele Bereiche es in Deutschland gibt, auf die man sich stützen kann.

(Andreas Zippel, Veranstalter der Demo)