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Tigers: Testen gegen ein DEL-Urgestein

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Am Freitag kommt es im Tigerkäfig zu einem ganz besonderen Eishockey-Spiel. Eine Woche vor dem Saisonauftakt werden die Icetigers aus Nürnberg, DEL-Gründungsmitglied und die vierterfolgreichste deutsche Eishockey-Mannschaft aller Zeiten, zum Testspiel erwartet.

Das Duell mit dem Nachbarn, der in den letzten DEL-Spielzeiten immer zum erweiterten Favoritenkreis zählte, ist das absolute Highlight in der Vorbereitung der Tigers. Die Nürnberger werden in Bayreuth top motiviert erwartet. Sollte es in absehbarer Zeit noch einmal mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft klappen, dann in der bevorstehenden Saison. Danach nämlich hat Schmuckunternehmer und Hauptsponsor Thomas Sabo bereits seinen Rückzug angekündigt.

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Personell wird sich der ambitionierte Erstligist in Bayreuth aber anders präsentieren als gewohnt. Während die Icetigers früher langjährige NHL-Spieler in ihren Reihen hatten, hat sich die neue Führungsriege unter Geschäftsführer Gastner, dem sportlichen Leiter Dietzsch und Trainer Kleinendorst jetzt eher dem eigenen Nachwuchs verschrieben. Mit Stürmer Patrick Reimer, Torhüter Niklas Treutle und Verteidiger Oliver Mebus werden die Nürnberger aber wohl auch deutsche Spitzenkräfte aufs Bayreuther Eis schicken. Dazu kommen namhafte Kontingentspieler wie Tom Gilbert, Philippe Dupuis, Brandon Buck, Will Acton oder Chris Brown, die in der DEL schon ihre Klasse gezeigt haben.

Verstärkt haben sich die Nürnberger mit Verteidiger Chris Summers,  Stürmer Jim o’Brien, dem Münchner Andreas Eder und Junioren-Nationalverteidiger Moritz Wirth.

Die Bayreuth Tigers im Fokus

Zu dem Testspiel erwarten die Bayreuth Tigers rund 2000 Zuschauer, viele davon aus Nürnberg, wo die Nachfrage nach Eintrittskarten groß sein soll. An der Abendkasse lägen genügend Tickets bereit, heißt es. Los geht’s am Freitag um 19:30 Uhr.

Dann wird auch zum ersten Mal das eigens hergestellte Tigers-Herz im Tigerkäfig zu erwerben sein. Ein vitaminreiches Brot in Herzform, welches künftig in Bayreuth angeboten wird. Zudem wird es in naher Zukunft Power-Riegel geben, die ebenfalls von einem Bäckerei-Fachbetrieb speziell für die Bayreuth Tigers hergestellt werden. Diese können am Freitag – so lange der Vorrat reicht – probiert werden.

Tigers-Gegner: Bad Tölz will Deutscher Meister werden

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Der EC Bad Tölz, am 13. September erster Gegner der Bayreuth Tigers in der neuen DEL2-Saison, hat jetzt ehrgeizige Ziele ausgegeben. Wie Hauptsponsor Cengiz Ehliz auf seiner Facebook-Seite verrät, sollen sich die Tölzer Löwen in der neuen Saison für die Play-Offs qualifizieren, bis 2023 in die DEL aufsteigen und 2026 Deutscher Meister werden. In der vergangenen Saison konnten die Tigers drei von vier Spielen gegen die Tölzer Löwen gewinnen.

Anknüpfen an glorreiche Zeiten

Der Arbeitstitel des Projektes lautet “Zurück in die Zukunft” – immerhin waren die Löwen 1962 und 1966 schon zweimal Deutscher Meister. In der vergangenen Spielzeit wurden die Tölzer Löwen 12. in der DEL2, landeten damit einen Platz hinter den Tigers und spielten statt in den Play-Offs in den Play-Downs. Dort konnten sich die Tölzer Löwen mit 4:3 und damit nur denkbar knapp gegen den EHC Freiburg durchsetzen.

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Aufstieg ab 2021 möglich

Derzeit ist es so, dass der Meister der DEL2, zuletzt waren das die Ravensburg Towerstars, nicht in die höchste Spielklasse aufsteigt, weil von dort auch keine Mannschaft absteigt. Seit 2006 gibt es keine auf- und absteige zwischen DEL und DEL2 mehr. In der Saison 2020/2021 sollen sie wieder eingeführt werden. Einen entsprechenden Beschluss haben die Gesellschafter der beiden Ligen im vergangenen Jahr gefasst.

In einem Video verdeutlicht Ehliz seine Pläne:

Eigenen Angaben zufolge unterstütz Sponsor Ehliz die Löwen in der kommenden Saison in Millionenhöhe.

Für die Umsetzung der sportlichen Ziele ist ausschließlich der Club verantwortlich. Wir haben nur Einfluss auf die Rahmenbedingungen. Um diese zu verbessern, werden wir in der kommenden Saison in das Projekt weeArena mit dem sportlichen Betrieb siebenstellig, im unteren Bereich, investieren.

(Cengiz Ehlitz)

Der 49-Jährige ist Gründer des Unternehmens “wee”, nachdem das Bad Tölzer Eisstadion bereite benannt ist. “wee” ist ein sogenanntes Cashback-System. Für Einkäufe mit der Karte erhält man nicht Bonuspunkte, sondern an anderer Stelle Geld zurück. Konkret: Wer bei Einzelhändlern einkauft, die sich “wee” angeschlossen haben, kann mit seinem Guthaben den Eintritt zu DEL2-Spielen der Tölzer Löwen bezahlen, oder im Eisstadion essen, trinken und Trikots kaufen. In Bad Tölz soll so die erste voll-digitale Halle Europas entstehen – laut CSU-Presseorgan Bayernkurier handle es sich um einen Fingerzeig in Richtung des amerikanischen Cashback-Systems Blue Chip von Amazon.

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Große Pläne auch in Frankfurt und Ravensburg

Aber nicht nur in Bad Tölz schmiedet man große Eishockey-Pläne. Auch beim Tigers-Gegner Frankfurt plant man den Aufstieg in die DEL und den Bau einer neuen Eis- und Basketballhalle für 23.000 Zuschauer. Die Halle soll Nahe des Frankfurter Flughafens entstehen, als Investor steht dem Eishockey-Magazin zufolge ein Mitgesellschafter des NHL-Clubs Edmonton Oilers bereit. Ebenfalls laut über Aufstieg und Stadionneubau denkt man beim DEL2-Meister Ravensburg nach. Die Towerstars gastieren am 6. Oktober im Tigerkäfig, ehe die Tigers am 24. November auswärts beim amtierenden Champion auflaufen.

EHC: “Geige” kommt zurück

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Mit Andreas Geigenmüller wird in der kommenden Saison wieder ein Bayreuther Eishockey-Urgestein für den EHC auf Tore-Jagd gehen. Nach einem Jahr der Abwesenheit beendet der 32-jährige seine Profi-Laufbahn und kehrt nach Bayreuth zurück, um für den EHC in der Landesliga aufzulaufen.

275 Tore, fast 300 Vorlagen

Von 2008 bis 2018 konnte er hier in 438 Spielen 275 Tore und 297 Vorlagen verbuchen. Mit 21 Jahren stieß er zur damaligen Landesliga-Mannschaft des EHC. Er ging den Weg des EHC bis in die DEL2 und gehörte der Aufstiegsmannschaft von 2016 an.

Eine Herzensangelegenheit

Zur Erklärung sagt Geigenmüller, es sei ihm eine Herzensangelegenheit, seine Laufbahn bei seinem Stammverein zu beenden, der ihm seine Karriere ermöglicht habe.

Den Nachwuchs fördern

Geigenmüller soll nicht nur für den EHC auf Tore-Jagd gehen, sondern auch in der Nachwuchsabteilung mitarbeiten.