Beiträge

Hospizverein Kulmbach – Ehrenamtliche stehen schwerkranken Menschen zur Seite

Bei vielen Menschen ruft der Begriff „Hospiz“ sofort den Gedanken an  Tod und Sterben und damit eine große Angst und Verunsicherung hervor. Der Hospizverein Kulmbach möchte diese Ängste nehmen. 

Coronavirus: Deutlich mehr Anmeldungen bei Bayreuther Tafel 

Seitdem der Laden der Bayreuther Tafel wieder offen ist, hat sich einiges geändert. Ehrenamtliche Helfer kommen nicht mehr, es gibt deutlich mehr Anmeldungen bei der Tafel und es gibt ein striktes Hygienekonzept. 

THW sucht Bufdis – Warum sich ein Jahr freiwilliges Engagement lohnt 

In ganz Deutschland werden wieder Bundesfreiwilligendienstleistende (Bufdis) gesucht. Auch das Technische Hilfswerk (THW) sucht Bufdis, die sich für ein Jahr freiwillig engagieren wollen. 

Peter Nerd hilft schon lange Zeit bei der Tafel Bayreuth mit. Foto: Christoph Wiedemann

Bis zu 1100 Menschen pro Woche bei der Tafel Bayreuth

Die Tafel in Bayreuth hat vor Weihnachten einiges zu tun. Die letzte Ausgabe findet am heutigen Samstag (21. Dezember 2019) statt. Eine Ausgabe beginnt allerdings schon am Freitag: Die Lebensmittel müssen sortiert werden.

3.300 Paletten in Bayern

In ganz Bayern werden etwa 3.300 Paletten für den täglichen Bedarf von den Tafeln ausgegeben, sagt der Vorsitzende der Tafel Bayern, Peter Zilles. In Bayreuth würden wöchentlich etwa sieben Tonnen Lebensmittel an die Kunden ausgegeben werden. Wichtig dabei ist, “dass wir die Leute nicht versorgen, sondern unterstützen”, sagt die Vorsitzende der Tafel Bayreuth, Ingrid Heinritzi-Martin-Martin.

Denn eine Versorgung kann von dem ehrenamtlichen Verein der Tafel nicht garantiert werden. Welche Lebensmittel bei der Tafel in Bayreuth ankommen, können die Helfer nämlich nicht beeinflussen. “Nudeln, Reis – eben die Grundnahrungsmittel mit langer Haltbarkeit kommen nämlich seltener”, sagt Heinritzi-Martin.

Die Lebensmittel in der Tafel Bayreuth

Die meisten Lebensmittel seien kurz vorm Ablaufen oder knapp drüber. Deshalb müssen alle Lebensmittel von den Ehrenamtlichen geprüft werden. So werden verdorbene Lebensmittel aussortiert. Das Essen stammt von von Supermärkten im Raum Bayreuth, sowie kleineren Betrieben. “Fast alle Bäcker sind dabei”, sagt Heinritzi-Martin.

Dazu kommen aber auch deutlich größere Mengen: “Wir bekommen beispielsweise Waren aus Feucht”, sagt Peter Zilles. “Aber nur, weil es sich hier um mehrere Paletten handelt”, erklärt Zilles den Grund für den weiten Weg von Bayreuth nach Feucht. Dort werden nämlich Lebensmittel geholt, welche die Supermärkte nicht mehr von einem Logistikunternehmen brauchen. So stehen beispielsweise schon jetzt zwei Paletten von Weihnachtsartikeln im Lager der Tafel Bayreuth.

Ein Helfer seit der Gründung in Bayreuth

Peter Nerad ist einer der Helfer, die beim Sortieren helfen. Er prüft das Mhd (Mindesthaltbarkeitsdatum) für die Waren der Kühltheke: Joghurt, Quark oder Milch.

“Ich bin dabei, weil ich den Menschen helfen möchte”, sagt Nerad. Er ist bereits seit der Gründung der Tafel Bayreuth ehrenamtlich dabei. Seitdem er im Ruhestand ist, habe er allerdings mehr Zeit und hilft deshalb zwei Tage in der Woche.

Tafel Bayreuth: Mehr ehrenamtliche Helfer

Rund 20 Ehrenamtliche Helfer sind vor den Ausgaben mit den Vorbereitungen beschäftigt. “Insgesamt sind wir immer so um die 140 Helfer”, sagt Heinritzi-Martin. Doch die Tafel Bayreuth bräuchte weitere Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. “Einige helfen einmal pro Woche, andere einmal alle zwei Wochen – das kann sich jeder aussuchen”, erläutert Heinritzi-Martin.

So wie Rosemarie Baierlein. Sie arbeitet jeden Freitag und wird von allen anderen nur “Mutti” genannt. “Ich mach immer Fleischpflanzerl für meine Leute”, sagt sie dazu. “Meine Mama hat gesagt, ich hab das Helfersyndrom” und im Ruhestand habe sie Zeit. “Es ist ein gutes Gefühl, wenn man nach Hause geht und etwas für Allgemeinheit gemacht hat”, nennt Rosemarie Baierlein den Grund für ihre Hilfe.

Bis zu 1100 Menschen bei der Tafel Bayreuth

Die Helfer müssen nicht nur die Waren Sortieren, Regale auffüllen, sondern auch die Ausgabe betreuen. “Zwischen 1.000 und 1.100 Menschen kommen in Bayreuth wöchentlich”, sagt Zilles. Neben Rentnern und Asylbewerbern seien besonders viele Alleinerziehende unter den Kunden der Tafel, weiß Heinritzi-Martin.

Wer berechtig ist bei der Tafel Bayreuth einzukaufen und die Regeln der Ausgabe finden Sie hier auf der Internetseite der Tafel Bayreuth.

Viele Spenden vor Weihnachten

Vor Weihnachten gibt es viele Spenden für die Tafel Bayreuth: Etliche Unternehmen oder Schulen spenden Lebensmittel, basteln Tüten oder spendieren sogar Kinogutscheine. Dazu kommen noch etwa 400 Geschenke der Aktion “Weihnachten im Schuhkarton”, sagt Heinritzi-Martin.

Bis die letzten Spendenartikel ausgegeben sind, kann es schon März werden, weiß Peter Zilles. Die Weihnachtssüßigkeiten kommen ab Januar zu den verschiedenen Tafeln. “Im letzten Jahr hatten wir in Bayreuth 20 Paletten Süßigkeiten.”

Die Ehrenamtlichen der Bayreuther Tafel möchten in diesem Zusammenhang weitere Menschen zum Helfen animieren: Sie brauchen das Ehrenamt und die Menschen hinter dem Ehrenamt. Wer Lust hat, anderen Menschen zu helfen, kann sich bei der Tafel Bayreuth melden.

Oberfränkischer Integrationspreis 2019: Preisträger gesucht

Mit dem oberfränkischen Integrationspreis zeichnet die Regierung von Oberfranken Initiativen aus, die sich dafür einsetzen, dass Zuwanderer in der Region Fuß fassen. Kommunen, Verbände, Vereine, Selbsthilfegruppen, sonstige Initiativen und Einzelpersonen können sich sowohl bewerben als auch Kandidaten vorschlagen, die in Oberfranken entsprechende Projekte durchführen. Bewerbungsschluss ist am 30. September 2019.

Drei Gewinner werden gesucht

Das vom Bayerischen Staatsministerium des Innern und für Integration zur Verfügung gestellte Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro soll auf drei Projekte verteilt werden.

Vorschläge begründen

Die Bewerbungsunterlagen mit Darstellung der Aktivitäten können bis Montag, den 30. September an die Regierung von Oberfranken, zu Händen Herrn Jürgen Neubauer, Postfach 11 01 65, 95420 Bayreuth, Tel. 0921/604-1633, E-Mail: juergen.neubauer@reg-ofr.bayern.de, gesendet werden.

Um eine sachgerechte Auswahlentscheidung treffen zu können, bittet die Regierung von Oberfranken um eine kurze Darstellung der Integrationsprojekte und einige Ausführungen zur Begründung des Vorschlages. Hierzu helfen die im Internet unter http://www.reg-ofr.de/integration (in der Rubrik “Bewerbungsunterlagen für den Integrationspreis”) abrufbaren Formulare zu Integrationsprojekten in Oberfranken.

Nummer gegen Kummer: Telefon-Seelsorge Bayreuth sucht Mitarbeiter

Die Telefon-Seelsorge sucht Helfer, die sich in Bayreuth ehrenamtlich engagieren möchten. Zuvor werden sie ein Jahr geschult.

Einjährige Ausbildung

Die Ehrenamtlichen bietet eine Anlaufstelle für alle Menschen, die unter Beziehungsschwierigkeiten, psychischen Erkrankungen oder gesellschaftlichen Bedingungen leiden. Die Mitarbeiter bemühen sich, den Anrufenden unvoreingenommen zuzuhören, die gegenwärtige Lebenssituation zu klären und die Entwicklung eigener Lösungsstrategien zu unterstützen.

In einer Mitteilung heißt es, dass engagierte Laien dieser Arbeit am besten gerecht würden. Sie würden mit einer einjährigen Grundausbildung vorbereitet und anschließend mit einer Supervisions- und Weiterbildungsgruppe begleitet.

Ein Gewinn für die Helfer

Menschen in Krisen am Telefon seelsorgerlich zu begleiten, bringe den Mitarbeitenden auch einen eigenen Gewinn: Sie engagierten sich in einer sinnvollen Aufgabe und lernten dabei auch sich selbst besser kennen. 

Die nächste Ausbildung beginnt am 27. September. Ein unverbindlicher Informationsabend findet statt am Dienstag, 30. Juli, 19 Uhr in der Evangelisch-reformierten Gemeinde, Erlanger Str. 29, in Bayreuth.

Mehr Infos hier.

Selbsthilfegruppen: Ab ins Klassenzimmer

Selbsthilfegruppen leisten wertvolle Hilfen bei der Bewältigung von persönlich schwierigen Situationen wie Krankheit oder Not. Mit ihrer Arbeit tragen sie auch zu einem funktionierenden Gemeinwesen bei, sind zumeist ehrenamtlich organisiert und kosten nur wenig Geld. Was sie jedoch brauchen, sind Räume, in denen sie sich treffen – und genau hieran besteht offenbar derzeit Mangel.

Schul-Räume am Abend nutzen

Dem will Stadtrat Klaus Wührl-Struller (Grüne) jetzt entgegenwirken. In einem Antrag fordert er die Stadtverwaltung auf, eine Liste mit Räumen erstellen, die von Selbsthilfegruppen genutzt werden können. Neben naheliegenden Möglichkeiten wie dem RW21 oder der Bürgerbegegnungsstätte sollen auch Räume in Schulen, die Abends genutzt werden könnten, berücksichtigt werden. Die Raumvergabe soll sich, so Wührl-Struller, am Vorbild der Sportstättenvergabe orientieren.

Eine solche Liste müsste rasch und unkompliziert möglich sein, glaubt Wührl-Struller, „zumal ja bei diesen Gruppen die Gefahr der Beschädigung von Räumen und Einrichtungsgegenständen gleich Null ist.“