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Serie CO2-Fasten: Challenge 14 – Energiesparen

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Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge 14 lautet: Den eigenen Stromverbrauch bewerten.

Stromzähler; Foto: pixabay

Auf Strom verzichten? Heute unvorstellbar. Der Stromzähler läuft und läuft, aber wo liegt der eigene Stromverbrauch im Vergleich zum deutschen Durchschnitt?

Stromverbrauch bewerten

Wie hoch war die letzte Stromrechnung? Wie hat sich der eigene Verbrauch in den letzten Jahren verändert? Den eigenen Stromverbrauch in Frage zu stellen und alle Stromverbraucher im Haushalt zu lokalisieren, ist der erste Schritt, um über Einsparungen nachzudenken!

Welcher Stromverbrauch für welche Haushaltsgröße normal ist, erfahren Sie hier.

Stromverbrauch messen – So funktioniert’s

Wie viel Strom verbraucht eine Stehlampe im ausgeschalteten Zustand? Welches der Programme einer Waschmaschine ist tatsächlich am stromsparendsten?

Strom-Messgerät; Foto: pixabay

Um das herauszufinden, wird ein Strom-Messgerät einfach zwischen Steckdose und das zu untersuchende Gerät gesteckt und schon kann der Stromverbrauch abgelesen werden. Bei Geräten (z.B. Kühlschrank) mit schwankenden Verbrauchswerten muss über einen längeren Zeitraum gemessen werden, um einen realistischen Durchschnittsverbrauch ermitteln zu können.

Viele Energieversorger und Kommunen halten solche Strom-Messgeräte zur kostenfreien Ausleihe für Ihre Kunden und Bürger bereit.

Mehr dazu hier:

Serie CO2-Fasten: Challenge 13 – Auf Butter verzichten

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Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge 13 lautet: Heute mal auf Butter verzichten!

Butter? Heute gestrichen!

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Butter den größten CO2-Fußabdruck aller gängigen Lebensmittel hat? Und zwar mit großem Abstand. Diese Kostbarkeit sollte also mit Genuss und maßvoll verzehrt werden. Und es gibt gute Alternativen.

Foto: pixabay

Die durch Produktion, Lagerung und Transport von Nahrungsmitteln bedingten Treibhausgasemissionen betragen 2,2 Tonnen CO2-Äquivalente pro Person und Jahr (für Deutschland).  Dabei sind die Aktivitäten des Verbrauchers (Kochen, Einkaufsfahrten, etc.) nicht eingerechnet, da diese schon beim Stromverbrauch und Verkehr einbezogen werden.

Bezogen auf das Gewicht verursacht Butter mit fast 24 kg CO2 pro kg Butter den höchsten CO2 Ausstoß aller gängigen Lebensmittel, gefolgt von Rindfleisch, Hartkäse und Schweinefleisch. Nun isst ja kaum jemand Butter kiloweise, trotzdem lohnt es sich über Alternativen nachzudenken.  Aus Sicht des Klimaschutzes ist Margarine (am besten Sorten ohne Palmöl) der Butter vorzuziehen, da Margarine nur einen Bruchteil der Emissionen verursacht. Gleiches gilt für Pflanzenöle.

Tierische Lebensmittel haben die schlechteste Klimabilanz, besonders Rindfleisch und Milchprodukte. Bei der Verdauung von Rindern und aus der Gülle der Nutztiere entweicht Methan in die Atmosphäre, welches um ein Vielfaches klimaschädlicher als CO2 ist. In die Klimabilanz tierischer Lebensmittel fließt auch der Aufwand für Futtermittel, Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie für Lagerung, Kühlung und Transport ein.

Der CO2-Ausstoß durch biologische Lebensmittel liegt zwischen 6 und 29 Prozent unter dem der konventionell angebauten. Besonders hoch ist der Unterschied bei Tomaten.

Wieviel CO2 kann eingespart werden, wenn alle mitmachen?

Beispiel: Durch den Verzicht auf tierische Lebensmittel sowie den Einkauf von möglichst saisonalen und regionalen Bioprodukten können bis zu 40 Prozent der Emissionen für Lebensmittel vermieden werden.

Zurück zur Butter: Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt in Deutschland pro Jahr 5,9 Kilo. Würde man die Hälfte durch Margarine ersetzen, könnten deutschlandweit pro Jahr über fünf Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.

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Serie CO2-Fasten: Challenge 11: Den grünen Daumen entdecken

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Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge elf lautet: Pflanzen? Pflanzen!

Urban Gardening liegt voll im Trend. Das eigene Gemüse auf dem Balkon oder im Garten anzubauen ist Hobby, Anti-Stress-Therapie und Klimaschutz in einem. Damit möglichst bald geerntet werden kann, lohnt es sich die Pflanzen bereits jetzt auf einer warmen, hellen Fensterbank anzuziehen.

Pflanzen pflanzen, so wächst’s bestimmt…

  • Anzucht-Töpfe vorbereiten (z.B. aus altem Zeitungspapier)
  • Torffreie Erde einfüllen
  • 2-3 Samen reinstecken
  • Gießen
  • Auf helles Fensterbrett stellen
  • Abwarten…gießen…abwarten…
  • Sich die Frage stellen, ob das jetzt Unkraut ist oder das erhoffte Tomatenpflänzchen
  • Gegebenenfalls Pflänzchen vereinzeln
  • Gewächs etwa ab Mai ins Freie umsiedeln
  • Gießen, hegen und pflegen
  • Sich am Wachstum erfreuen
  • Beim Anblick der ersten Früchte einen kleinen Freudentanz aufführen
  • Gleichmut üben, wenn sich Tiere über die Pflanze hermachen
  • Ernten, essen, glücklich sein

Erstausstattung für die eigene Gemüsevielfalt; Foto: Jana Edlinger

Wie viel CO2 kann gespart werden?

Wie sooft ist die Antwort ein vollmundiges „Kommt darauf an…“. Soviel ist jedoch sicher:

Selbst angebautes Gemüse hat viele Vorteile gegenüber dem Pendant aus dem Supermarkt: Es kommt ohne beheiztes Treibhaus aus, wurde nicht automatisch bewässert, nicht mit Kunstdünger gedüngt und legt keine weiten Transportwege zurück.

Wer klimaschonend gärtnern möchte, sollte unbedingt auf torffreie Erde achten. Beim Abbau von Torf gehen nämlich Moore unwiederbringlich verloren und das im Torf gespeicherte CO2 entweicht in die Atmosphäre.

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Serie CO2-Fasten: Challenge 9 – Richtig lüften

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Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge 9 lautet: Richtig lüften.

Im Laufe unseres Lebens nehmen wir ca. 35.000 kg Nahrungsmittel und 70.000 kg Wasser zu uns. Deutlich mehr Luft schleusen wir durch unsere Lungen. Ca. 350.000 kg Luft werden von uns ein- und wieder ausgeatmet. Je nach Alter und Aktivität sind das 12 bis 20 kg pro Tag.

Bei solchen Mengen lohnt es sich, über die Qualität unserer Innenraumluft nachzudenken, zumal wir ca. 90% unseres Lebens in geschlossenen Räumen verbringen. Durch regelmäßiges Stoßlüften lässt sich die Qualität der Raumluft deutlich verbessern, dabei wird gleichzeitig Energie und somit CO2 eingespart.

Wie funktioniert’s?

Fenster zum Lüften NICHT kippen, sondern ganz öffnen. Dies sorgt schnell für den benötigten Luftaustausch. Am besten drei- bis viermaliges Stoßlüften täglich für etwa 4 bis 10 Minuten (je nach Jahreszeit und Witterung). Läuft die Heizung, sollten die Thermostate beim Lüften gedrosselt werden und erst nach dem Schließen der Fenster wieder aufgedreht werden. Werden beim Stoßlüften noch die Fenster auf der gegenüberliegenden Seite geöffnet und für „Durchzug“ gesorgt, wird die noch effektivere Querlüftung erreicht.

Warum ist diese Art des Lüftens klimafreundlicher?

  • Dauerlüften mit gekippten Fenster bringt nur wenig Luftaustausch
  • Die von den Heizkörpern aufsteigende Warmluft geht verloren
  • Die Stoß- bzw. Querlüftung sorgt für einen schnellen Luftaustausch
  • Bauteile kühlen nicht aus
  • Somit wird wertvolle Heizenergie eingespart

Gut gelüftete und mit ausreichend Frischluft versorgte Wohn- und Arbeitsräume sind für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit unbedingt notwendig.  Die durch Fensterlüftung verursachten Wärmeverluste und der daraus resultierende höherer Heizenergiebedarf und Schadstoff-Ausstoß muss hierzu nicht im Widerspruch stehen, wenn durch richtiges Lüften das Gleichgewicht zwischen Gesundheits- und Energieaspekten geschaffen wird.

Lüften passierte früher durch undichte Stellen bei Fenstern und Türen einfach nebenbei. Bei den heute üblichen Fenstern und Türen ist der Wärmeverlust und Luftaustausch nur sehr gering.

Neben der Energieeinsparung gibt es weitere gute Gründe für ausreichendes Stoß- bzw. Querlüften:

  • Erhalt Ihrer Gesundheit
  • Zufuhr von Sauerstoff
  • Abfuhr von Feuchtigkeit
  • Entfernung von Schadstoffen

Mehr Informationen gibt es hier:

Serie CO2-Fasten: Challenge 8 – Unterwegs mit dem ÖPNV

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Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge 8 lautet: Wochenendausflug mit dem ÖPNV.

Wochenendausflug mit dem ÖPNV – wie funktioniert’s?

„Aber da wo ich hin will, fährt weder Bus noch Bahn!“ – Puh…das ist natürlich erst mal ein Satz, der jede Konversation sofort beendet! Doch zum Glück ist der Kopf ja rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können.

Inzwischen haben die allermeisten Verkehrsunternehmen eine schöne Übersicht an Freizeitmöglichkeiten – die mit den eigenen Verkehrsmitteln erreicht werden können – aufgestellt und veröffentlichen diese im Internet oder in Broschüren. So muss man sich gar nicht lange plagen, sondern sucht sich einfach aus dem Angebot das Schönste raus.

Wer zum Beispiel zwischen Treuchtlingen und Lichtenfels, zwischen Rothenburg ob der Tauber und Amberg etwas erleben möchte, kann sich gut bei der VGN über Ihre Freizeit-Tipps hier informieren.

Wie viel CO2 kann ich damit sparen?

Das kommt darauf an, welches Verkehrsmittel man benutzt. Allgemein lässt sich sagen, dass ein PKW pro Kilometer im Schnitt 206 g CO2 ausstößt. Ein Linienbus im ÖPNV emittiert bei durchschnittlicher Auslastung nur etwa die Hälfte an CO2 und die Bahn liegt mit ca. 40 g CO2 noch einmal darunter.

Bei einem Ausflugsziel, das 50 km entfernt liegt, können für Hin- und Rückfahrt mit dem Bus 10,3 kg CO2 und mit der Bahn sogar 16,6 kg CO2 eingespart werden.

Auch bei den anderen Emissionen schneiden Bus und Bahn deutlich besser ab als der PKW. Wie das genau aussieht, zeigt die Tabelle des Umweltbundesamtes.

Quelle: Umweltbundesamt (Emissionen einzelner Verkehrsmittel; PKW mit 1,5 Passagieren)

Mehr Informationen gibt es hier:

 

Serie CO2-Fasten: Challenge 2 – Ein Tag ohne Handy

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Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge 2 lautet: Ein Tag ohne Handy.

Einfach mal abschalten, wer wünscht sich das nicht in unserer hektischen Zeit? Dabei wäre der Einstieg in den Ausstieg so leicht. Zumindest was das Smartphone betrifft. Ab in die Schublade damit. Nichts leichter als das, sollte man meinen. Aber jeder Zehnte würde sich eher einen Finger amputieren lassen als auf sein Smartphone zu verzichten. Zeit für de zweiten Teil der CO2-Fasten Challenge.

Lieber ohne Sex als ohne Smartphone?

Jedem Siebten ist das Smartphone sogar wichtiger als Sex. Und jeder Zehnte würde sich eher einen Finger amputieren lassen. Dies sind Ergebnisse aus einer Umfrage des britischen Unternehmens Tappable aus dem Jahr 2018.

Wenn das zutrifft, dürfte ein Smartphone-Verzicht recht schwerfallen. Aber 24 Stunden müssten doch zu schaffen sein? Und diese Zeit könnte man wunderbar für die schönen Dinge des Lebens verwenden.

Wie viel CO2 kann gespart werden, wenn es alle machen würden

Nach einer Studie des Ökoinstitutes (August 2012) ist bei Smartphones im Realbetrieb mit einem jährlichen Stromverbrauch von 6,1 Kilowattstunden zu rechnen. Das ist zwar wenig im Vergleich zum Kühlschrank oder der Heizungspumpe. Aber die Menge macht’s: Deutschlandweit sind (2018) 57 Millionen Smartphones in Betrieb. Der Stromverbrauch für die täglichen Ladevorgänge beträgt zusammengenommen 348 Millionen  Kilowattstunden, bei deren Bereitstellung rund 180.000 Tonnen CO2 freigesetzt werden.

Hinzu kommt bei Smartphones der erhebliche, aber schwer zu quantifizierende indirekte Stromverbrauch durch die erforderliche Netzinfrastruktur mit ihren unzähligen Servern und Rechenzentren. Nicht zu vergessen die Emissionen, die bei der Herstellung der Geräte und der Gewinnung der Rohstoffe anfallen. Dies gilt natürlich auch für viele andere elektronische Geräte. Die Smartphone-Challenge steht somit stellvertretend für all die als unentbehrlich angepriesenen Smartwatches, Tablets oder Fitnessarmbänder, deren Verkaufszahlen rasant zunehmen.

Vorsicht Falle: Wer die Challenge mitmacht, sollte als „Ersatzdroge“ nicht auf den PC zurückgreifen. Denn dessen Stromverbrauch ist um ein Vielfaches höher als der eines Smartphones.

Den Blog der Klimaschutzmanager der Metropolregion Nürnberg finden Sie hier.