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Der Storch in seinem Horst neben der Sudpfanne

Störche nisten wieder in Bayreuth

In den vergangenen Jahren hat immer ein Storchenpaar im Bayreuther Stadtteil Oberkonnersreuth gebrütet. 2017 und 2018 sind jeweils drei Jungvögel ausgeflogen, im vergangenen Jahr sogar vier junge Störche.

Störche nisten in Oberkonnersreuth

Auf dem Schlot der ehemaligen Brauerei in Oberkonnersreuth hat sich auch heuer wieder ein Storchenpaar eingefunden. Für die Tiere gibt es viele Gefahren. “Viele der bei uns verunglückten Weißstörche sind das Opfer von Stromschlag an den Masten der Überlandleitungen”, sagt Oppold. Zudem verschlechtern sich die Ernährungsbedingungen für Störche durch die Entwässerung von Feuchtwiesen und die Regulierungen von Flüssen.

Auch die immer intensivere Nutzung von Grünland und die Beseitigung von Gewässern, Tümpeln und Wiesengräben verringern die Überlebenschancen der Storchenbrut. Wer Störche während der Brutzeit stört, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss ein Bußgeld zahlen.

Störche. Symbolfoto: Pixabay

Feuerwerk verboten

Zu seinem Schutz sollte auch das Abbrennen von Feuerwerken in der Nähe seines Horstes vermieden werden. Der Adebar brütet von Anfang April bis Ende August. “Sollte auf ein Feuerwerk nicht verzichtet werden können, ist ein ausreichender Abstand zum Storchenhorst einzuhalten”, sagt Joachim Oppold, Pressesprecher der Stadt Bayreuth. Er spricht dabei von mindestens 600 Metern.

Denn die Storcheneltern können sonst wegen der Feuerwerkskörper in Panik geraten und ihr Gelege oder ihre Jungen im Stich lassen. Dadurch kühlen die Eier aus und die Jungen sterben schließlich ab. Die Jungvögel werden zur Beute von Greifvögeln oder verhungern. “Unabhängig davon sind Feuerwerke ohnehin beim Gewerbeaufsichtsamt anzuzeigen”, sagt Oppold. Zudem müsse das Abbrennen erst genehmigt werden. Eine Ausnahme ist das Feuerwerk bei der Jahreswende.

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