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Beach Bum

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Jeden Donnerstagabend geht bt-Filmkritiker Alex Bauer mit zwei Lesern des Bayreuther Tagblatts ins Kino. Mit dabei waren diese Woche Eva Rundholz aus Eckersdorf und Cornelia Aubrecht aus Bayreuth. Fazit: “Beach Bum” muss man mit Humor nehmen.

Darum geht es:

Die Meinung von Eva Rundholz:

Das sagt Cornelia Aubrecht:

bt-Filmkritiker Alex Bauer findet:

Neigschaut: bt- Kinokritiker Alex Bauer.

„Moondog kokst gern. Er säuft gern. Er kifft gern. Er hat gern Sex mit vielen Frauen. Und Moondog ist Schriftsteller – angeblich sogar ein guter. Klingt so ein bisschen nach Charles Bukowski – nur ohne das harte Leben ohne Job und Geld. Denn Moondog ist stinkreich, dank seiner Frau. Blöd nur, dass die stirbt und er nur an das Erbe rankommt, wenn er seinen Roman, an dem er seit Jahren sitzt, endlich fertig bekommt. Soweit verstanden?

Dann ist ja gut. Denn das waren jetzt die ersten zehn Minuten von „Beach Bum“ mit Matthew McConaughey. Was danach passiert ist schräg. Sehr schräg. Denn auf seinem Weg zum fertigen Roman trifft der eh schon völlig verrückte Moondog immer wieder noch viel verrücktere Typen.

Wie etwa R&B-Star Lingerie (Snoop Dogg), der in seiner Villa kiloweise Gras gebunkert hat. Oder Flicker (Zac Efron), einen Schlaghosen tragenden Typen, der auf christlichen Metal steht und mit dem Moondog aus der Entzugsklinik ausbricht. Oder Captain Wack (Martin Lawrence), ein Typ, der mit seinem rostigen Boot Touristen zu Delphintouren mitnimmt, dabei aber eigentlich überhaupt keine Ahnung hat, was er da wirklich tut. Oder…oder…so geht das weiter und weiter.

Der Film ist eine eineinhalb Stunden dauernde Aneinanderreihung von schrägen Ereignissen mit noch schrägeren Figuren. Und Moondog ist der König aller dieser Freaks. Was da Matthew McConaughey abliefert, ist schon bemerkenswert und zeigt, dass er eben doch noch ein ziemlich guter Charakterschauspieler ist.

Als Zuschauer weiß man nur leider nicht, was man mit Moondog und seiner wirren Geschichte anfangen soll. Denn irgendwie schafft man es nicht, Moondog sympathisch zu finden, obwohl er sicher ein netter Kerl ist und das Leben wie Nektar säuft. Und auch die „Erbe gegen Roman“-Geschichte ist völlig egal, nur Beiwerk der verrückten Begegnungen und den verstörenden Bildern, die man so auf der Leinwand sieht.

Da kann man sich eigentlich nur berieseln lassen vom ganzen Irrsinn. Und lachen. Viel lachen. Denn ohne Spaß: Dieser schräge Trip ist lustig. Mehr aber auch nicht. Und das ist bei „Beach Bum“ sogar ganz gut so.“

3 von 5 Sterne

 

 

Verlosung: Mit dem bt zur Tatort-Premiere

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Vergangenes Jahr wurde gedreht, jetzt feiert Bayreuth-Tatort im Kino Premiere. Karten gibt es nirgendwo zu kaufen. Das bt hat aber zwei Tickets für seine Leser.

Am Sonntag, 24. Februar, zeigt Das Erste um 20.15 Uhr “Ein Tag wie jeder andere”, den fünften Franken-Tatort des Bayerischen Rundfunks. Bereits an diesem Donnerstag geben sich Darsteller und Autoren, Regisseure und Produzenten in Bayreuth ein Stelldichein. Um 19 Uhr feiert der Tatort im Cineplex Weltpremiere, davor gibt es einen Roten Teppich, danach präsentieren sich die Darsteller auf der Bühne.

Karten für dieses Event gibt es nirgendwo zu kaufen. Zwei bt-Leser dürfen aber exklusiv dabei sein und uns im Nachhinein erzählen, wie sie den Film finden. bt-Filmkritiker Alex Bauer wird selbstverständlich auch wieder mit von der Partie sein.

Kriminalhauptkommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel), Kriminalhauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Kriminalkommissar Sebastian Fleischer (Andreas Leopold Schadt) betrachten die Leiche von Katrin Tscherna (Katharina Spiering). | Bild: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hendrik Heiden



Und darum geht es im fünften Franken-Tatort:

Der Tag in Bayreuth beginnt wie jeder andere. Doch dann geschieht ein Mord. Der Bayreuther Anwalt Thomas Peters (Thorsten Merten) erschießt im laufenden Prozess einen Richter. Kurz vor der Tat schaut er auf die Uhr und wartet die volle Stunde ab. Dann flüchtet er. Exakt eine Stunde später stirbt eine Universitätsmitarbeiterin. Wieder ist Anwalt Peters der Täter. Es gibt zunächst kein erkennbares Motiv, keine Verbindung zwischen dem Täter und den beiden Opfern. Doch es gibt ein Tatmuster. Auch hier hat Peters die volle Stunde abgewartet. Und er ist weiter flüchtig. Felix Voss (Fabian Hinrichs), Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und ihr Team ermitteln in einem rasanten Wettlauf gegen die Zeit, um ein nächstes Menschenleben zu retten. Unter anderem spielt der Film an der Uni, im Klinikum und im Festspielhaus.

Von links: Sebastian Marka (Regisseur), Uli Putz (Produzentin), Andreas Leopold Schadt (Rolle: Kriminalkommissar Sebastian Fleischer), Dagmar Manzel (Rolle: Kriminalhauptkommissarin Paula Ringelhahn), Fabian Hinrichs (Rolle: Kriminalhauptkommissar Felix Voss), Eli Wasserscheid (Rolle: Kriminalkommissarin Wanda Goldwasser), Matthias Egersdörfer (Rolle: Leiter der Spurensicherung Michael Schatz) und Stephanie Heckner (BR-Tatort-Redaktionsleitung). | Bild: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hendrik Heiden

Vor der Kamera standen neben Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel unter anderem auch Andreas Leopold Schadt, Matthias Egersdörfer, Eli Wasserscheid, Jürgen Tarrach und Stephan Grossmann.

Nach “Der Himmel ist ein Platz auf Erden” (2015), “Das Recht, sich zu sorgen” (2016), “Am Ende geht man nackt” (2017) und “Ich töte niemand” (Erstausstrahlung am Sonntag, 15. April 2018 im Ersten) ist “Ein Tag wie jeder andere” der fünfte Franken-Tatort des Bayerischen Rundfunks für Das Erste.


Folgender Ablauf ist geplant:

18.15-18.45 Uhr                    Roter Teppich

19.00 Uhr                               Begrüßung und Beginn der Vorführung

20.45 Uhr                               Das Filmteam präsentiert sich auf der Bühne

21.15 Uhr                               Empfang


Wer den Film dreieinhalb Wochen vor allen anderen sehen will, der schickt uns entweder eine Mail (redaktion@bayreuther-tagblatt.de) mit seinen vollständigen Kontaktdaten oder aber er teilt den dazugehörigen Beitrag auf der Facebook-Seite des bt und schreibt seinen Namen in das Kommentarfeld. 

Thomas Peters (Thorsten Merten) wird panisch, als er seine Pistole im Bayreuther Festspielhaus hebt. | Bild: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Hendrik Heiden