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Corona Hilfe in Bayreuth: Studenten bieten kostenlosen Service an

Das Coronavirus schreitet voran. In Bayreuth sind mehrere Menschen infiziert, in Franken gab es sogar mehrere Tote. Jetzt gibt es: Corona Hilfe Bayreuth.

BRK Bayreuth: „Wir bleiben für Euch da – bleibt Ihr für uns daheim!“

Die Mitarbeiter im Gesundheitswesen wollen die Bevölkerung aufmerksam machen: „Wir bleiben für euch da, bleibt ihr für uns daheim“, lautet die Botschaft.

Bayreuther Expertin: Welche gesundheitlichen Folgen hat die häusliche Isolation?

Welche Folgen hat die häusliche Isolation wegen des Coronavirus auf die Gesundheit. Eine Professorin der Uni Bayreuth gibt Tipps und klärt auf.

So gehen Bayreuther Metzger, Bäcker oder Restaurants mit der Corona-Krise um

Der Katastrophenfall wegen des Coronavirus schränkt gastronomische Betriebe stark ein. Das bieten Bayreuther Metzger, Bäcker und Restaurants an.

Die Auswirkungen der Schulschließungen in Bayreuth: Notbetreuung und Hotline eingerichtet

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Deshalb hat die Bayerische Landesregierung beschlossen, alle Schulen ab Montag (16.3.2020) zu schließen.

Coronavirus in Franken: Zwei weitere Schüler positiv getestet – mehrere Schulen geschlossen

Das Coronavirus breitet sich auch in Franken aus. Es wurden erste Schüler positiv getestet. Mittlerweile wurden weitere Schulen geschlossen.

Coronavirus in Franken. In fränkischen Regionen breitet sich Covid-19 aus.

Alle Infos zum Coronavirus: Wie gefährlich ist die Krankheit wirklich?

Das Coronavirus breitet sich nun auch in Deutschland weiter aus. Nachdem die Krankheit im Dezember in der chinesischen Stadt Wuhan seinen Ursprung nahm, sind inzwischen auch mehrere Fälle in Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken aufgetreten. Inzwischen gibt es auch zwei bestätigte Fälle im Landkreis Bayreuth. In Apotheken sind Desinfektionsmittel und Mundschutz vergriffen, in Supermärkten decken sich Bürger für eine Notsituation ein.

Dieses Vorgehen und Meldungen über die Absage von Großveranstaltungen verunsichert Bürger. Wie gefährlich ist das Coronavirus wirklich? Was kann ich tun um eine Ansteckung zu vermeiden? Das Bayreuther Tagblatt hat mit Experten gesprochen und klärt zehn wichtige Fragen zum Coronavirus.

Coronavirus: Wie viele Infizierte gibt es?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt jeden Tag neue Zahlen über die Zahl der weltweit Infizierten heraus. Am Donnerstagmorgen (5.3.2020) waren es weltweit 95.270 bestätigte Fälle. Gestorben sind davon, laut WHO, 3.279 Menschen. Das sind 0,03 Prozent der Betroffenen. In Deutschland sind derzeit 262 mit dem Virus infizierte Menschen bekannt. Hier gibt es eine Übersicht über die bestätigten Fälle in Franken.

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Ende Februar erklärte Klaus von Stetten vom Gesundheitsamt in Bayreuth: “Der Corona-Virus ist weniger gefährlich als der jährlich auftretende Grippe-Virus.” Wie auch bei einer Grippe könne der Virus vor allem für ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten gefährlich werden und zum Tod führen. Allerdings ist das auch hier nicht der zwingende Verlauf.

Wie unterscheidet sich das Coronavirus von einer Grippe?

Die Symptome ähneln sich zu Beginn sehr, erklärt Klaus von Stetten vom Gesundheitsamt in Bayreuth. Halsschmerzen, Husten, Erschöpfung und Fieber würden daher am Anfang der Erkrankung auftreten. Diese Symptome könnten dann im weiteren Verlauf in einer schweren Lungenentzündung münden, so Klaus von Stetten.

Hilft Händewaschen gegen das Coronavirus? 

Prof. Harald Rupprecht vom Klinikum Bayreuth sagt, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gegen das Coronavirus gebe. Ein regelmäßiges und intensives Händewaschen könne aber eine gute Vorsichtsmaßnahme sein. Komplett vor dem Virus schützen, könne es aber nicht.

Wie kann ich mich und meine Mitmenschen vor Covid-19 schützen?

Beim Husten und Niesen gebe es einige Hygienemaßnahmen, die Bürger beachten sollen. „Halten Sie sich bitte ein Taschen Tuch vor Mund und Nase und werfen es danach weg“, sagt Professor Rupprecht vom Klinikum Bayreuth. Sollte keines zur Hand sein, ginge auch die Armbeuge. Nach Informationen des Bayerischen Gesundheitsamtes solle man sich auf keinen Fall in die Handflächen niesen. Anschließend sollten Bürger ihre Hände im Idealfall desinfizieren.

Kann ich mich mit einem Mundschutz komplett vor dem Virus schützen?

“Ein normaler Mundschutz ist kein Allheilmittel”, sagt Professor Rupprecht. Dennoch habe er Vorteile. “Er schützt, wenn man direkt angehustet wird. Und er schützt andere, wenn man selbst krank ist”, sagt er.

Wie kann ich eine Ansteckung vermeiden?

Für Schwangere, alte und immunschwache Menschen kann der Virus gefährlich sein. Für diese Menschen sei es hilfreich, belebte Orte und Versammlungen zu vermeiden. „Wer weniger oft Einkaufen geht, geht auch ein geringeres Risiko ein“, erklärt Professor Rupprecht vom Klinikum Bayreuth. Zusätzlich sei es hilfreich den Körperkontakt zu verringern. Umarmungen und Händeschütteln seien Verbreitungswege für Atemwegserkrankungen.

Es kommt zu „Hamsterkäufen“? Muss ich Angst davor haben, vor komplett leeren Regalen zu stehen?

Die Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Konserven ist durch die Angst vor dem Coronavirus gestiegen. Dennoch müssen sich Konsumenten keine Sorgen darüber machen, keine Lebensmittel mehr zu bekommen. „Es wird verstärkt eingekauft, aber die Warenlieferungen sind nicht gefährdet. Von daher ist bei uns immer etwas vorhanden“, erklärt Maik Richter, der Marktleiter von Real in Bayreuth.

Wie verhalte ich mich, wenn ich die Vermutung habe, mich angesteckt zu haben?

Das Gesundheitsamt Bayreuth empfiehlt hier ein sofortiges Handeln. Wer nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet Krankheitssymptome zeigt oder nachweislichen Kontakt mit einer infizierten Person hatte, meldet sich bitte unbedingt telefonisch bei der Hausarztpraxis und kommt nicht unangemeldet in die Praxis. So werden Ansteckungen vermieden. Am Telefon werden Betroffene dann über weitere Maßnahmen informiert.

Meine Apotheke hat kein Desinfektionsmittel mehr. Wie bekomme ich trotzdem welches?

Die Weltgesundheitsorganisation hat eine Anleitung herausgegeben, wie Sie sich selbst Desinfektionsmittel herstellen können. Die Anleitung zum Herstellen eines Desinfektionsmittels gibt’s hier. Auch einige Apotheken haben eigens hergestellte Mittel auf Lager.

Coronavirus in Franken: Weitere Infizierte in mittelfränkischer Stadt

Das Coronavirus breitet sich nun auch in Franken aus. Damit ist Covid-19 weiter auf dem Vormarsch, wie es Mediziner und Experten vermutet haben. Warum trotzdem keine Panik ausbrechen sollte, erklärt ein Bayreuther Mediziner vom Klinikum Bayreuth. In vier fränkischen Regionen wurden Patienten positiv auf das Coronavirus getestet, in Oberfranken gibt es eine Familie in Quarantäne. Hier gibt es den Überblick über die Krankheit in Franken:

Update vom 4. März 2020 um 15 Uhr: Dritter Fall von Coronavirus in mittelfränkischer Stadt

Die Stadt Nürnberg teilt mit, dass es nun einen dritten Patienten in Nürnberg gibt, der positiv auf Covid-13 getestet wurde. „Es handelt sich um einen Reiserückkehrer aus Südtirol. Der Infizierte befindet sich in häuslicher Quarantäne und wird vom Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg betreut“, heißt es auf der Seite der Stadt Nürnberg. Das Gesundheitsamt habe sich mit den Kontaktpersonen in Verbindung gesetzt.

Update vom 4. März 2020 um 14 Uhr: Weiterer Corona-Patient in Nürnberg

Das Nürnberger Gesundheitsamt teilte am Mittwoch (4.3.2020) mit, dass eine weitere Patienten positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Nach Informationen der Stadt Nürnberg ist die Frau von einer Reise aus Italien aus Piemont zurückgekehrt. Die Frau ist mit ihrer Familie in häuslicher Quarantäne. Die Testergebnisse der restlichen Familienmitglieder sollen am Donnerstag (5.3.2020) vorliegen.

Coronavirus in Bayreuth

Am Montag (2.3.2020) wurde bekannt, dass eine Arztpraxis und ein Kindergarten in Goldkronach schließen mussten. Grund waren zwei Patienten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die beiden Einrichtungen wurden vorsichtshalber geschlossen. Weitere Informationen zum Coronavirus in Bayreuth gibt es hier.

Covid-19 in Bamberg

Am Dienstag wurde eine sechsköpfige Familie in Quarantäne geschickt, berichtet das Bamberger Landratsamt. Die Familie soll Kontakt zu einem infizierten Mann aus Mittelfranken gehabt haben, teilt das Landratsamt weiter mit.

Erlangen mit dem ersten Fall in Franken

Ein Arzt aus Erlangen war der erste bekannte Fall von Coronavirus in Mittelfranken. Der Patient befindet sich derzeit auf der Isolierstation und wird dort behandelt. Wie Nordbayern.de berichtet, soll es dem Mann aber nicht „wirklich schlecht“ gehen.

Coronavirus in Nürnberg

Ein Mann aus Nürnberg ist ebenfalls positiv auf Covid-19 getestet worden. Er soll sich nach Berichten von Nordbayern.de während einer Geschäftsreise in Baden-Württemberg angesteckt haben. Deshalb werde er aktuell in Karlsruhe behandelt. Allerdings hat sich auch die Frau des Mannes mit dem Virus angesteckt. Sie wird aktuell im Klinikum behandelt. Die Tests bei weiteren Verwandten der Familie seien negativ ausgefallen.

Frau in Schwabach infiziert

Im Klinikum in Roth wird eine Frau behandelt, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Sie habe nach einer Reise in Teneriffa grippeähnliche Symptome bemerkt und sei anschließend positiv auf Covid-19 getestet worden.

Da wegen der Krankheit auch in Bayreuth Desinfektionsmittel knapp wird, stellt eine Bayreuther Apotheke das Mittel wieder selbst her.

Wegen Knappheit durch den Coronavirus: Bayreuther Apotheke stellt eigenes Desinfektionsmittel her

Die Auswirkungen des Coronavirus machen auch vor der Region Bayreuth nicht halt. Am Montag (2.3.2020) wurden bekannt, dass in einer Arztpraxis in Goldkronach zwei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 

In Supermärkten kommt es zu leeren Regalen, weil Menschen sich für den Notfall mit Lebensmitteln eindecken, in Apotheken sind Desinfektionsmittel und Mundschutze vergriffen. Aufgrund von Lieferengpässen ist fraglich, wann Nachschub geliefert wird. Die Bayreuther Rathaus Apotheke stellt deshalb jetzt ihr eigenes Handdesinfektionsmittel her.

Rathaus Apotheke Bayreuth stellt eigenes Desinfektionsmittel her

Wollte man sich in den letzten Tagen in Bayreuther Apotheken für den Coronavirus rüsten, bekam man oftmals die selbe Antwort. Mundschutze und Desinfektionsmittel seien vergriffen und es sei unklar, wann es wieder Nachschub gebe. Besonders die gründliche Desinfektion der Hände sei allerdings sehr wichtig, um den Coronavirus daran zu hindern, sich auszubreiten, erklärt Dr. Jens Landwehr, der Geschäftsführer der Rathaus Apotheke Bayreuth.

„Es reicht nicht, seine Hände einfach mit Wasser abzuwaschen. Deshalb haben wir gehandelt und unser eigenes Hand-Desinfektionsmittel hergestellt.“

(Dr. Jens Landwehr, Rathaus Apotheke Bayreuth)

Die Rathaus Apotheke Bayreuth. Foto: Susanne Monz.

Mitarbeiter sorgen für Nachschub

Landwehr erklärt weiter, dass die Grundsubstanzen dafür in einer Apotheke ja sowieso vorhanden seien. Nach der Vorschrift der WHO und in Absprache mit der Regierung hat das Team der Apotheke dann das Hand-Desinfektionsmittel hergestellt. Das könne und dürfe jede Apotheke tun, so Landwehr. 

Die Rathaus Apotheke sei da nicht die einzige in Deutschland. Für das eigene Desinfektionsmittel hat die Bayreuther Apotheke sehr viel Lob bekommen, auch von Ärzten. Am Dienstagmorgen (3.3.2020) seien noch rund 25 Flaschen vorhanden, weitere seien allerdings in Arbeit, da die Rathaus Apotheke extra Mitarbeiter abgestellt hat, die für Nachschub sorgen.

Mehr zum Coronavirus in Bayreuth gibt’s hier.

Lebensretter 112: Ein neuer Kurs aus Bayreuth soll dabei helfen, Leben zu retten

Stephan Macht absolviert in Bayreuth gerade die Ausbildung zum Rettungssanitäter. Nebenbei lehrt er beim Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes in Bayreuth. Im neuen Kurs „Lebensretter 112“-Kurs bringt er Interessierten in 112 Minuten die Grundlagen der Lebensrettung bei. Hier gibt’s alle Einzelheiten des neuen Programms.

„Hier geht es nicht darum, acht Stunden lang Fingerpflasterla aufzukleben und Kopfverbände anzulegen.“

(Stephan Macht, Dozent)

Einmal im Leben ein Erste-Hilfe-Kurs: Das reicht nicht

„Einen Erste-Hilfe-Kurs machen die meisten Deutschen einmal in ihrem Leben – bei der Führerscheinprüfung“, erklärt Stephan Macht. Danach vergessen die meisten Bürger den Großteil des Gelernten wieder, in der Hoffnung, das Gelernte niemals zu benötigen. Im Ernstfall könne sich das jedoch rächen. Da sind auch die anwesenden Kursteilnehmer des Kurses Lebensretter 112 einig.

Die stabile Seitenlage im Kurs Lebensretter 112. Foto: Frederik Eichstädt.

Vielen Menschen sind die normalen Erste-Hilfe-Kurse zu teuer oder zu lang

Zwar seien viele Menschen durchaus daran interessiert, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzubessern, doch die Dauer und Kosten von regulären Erste-Hilfe-Kursen würden viele Interessenten abschrecken. „Ach, das tut mir jetzt aber leid, ich habe ja ganz vergessen, dass ich an dem Tag doch keine Zeit habe“, sei eine gängige Ausrede, sobald die Interessenten eines normalen Erste-Hilfe-Kurses von den Kosten, rund 50 Euro, oder der Dauer, etwa acht Stunden, erfahren. 

Das ist der Kurs „Lebensretter 112“

Der neue Kurs beim BRK Kreisverband Bayreuth am Hohenzollernring dauert 112 Minuten. Dabei vermittelt der Dozent den Interessierten die Grundlagen der Ersten Hilfe. Neben der Theorie, können die Seminarteilnehmer Übungen wie die stabile Seitenlage und die Reanimation in der Praxis üben. „Der Kurs ist hauptsächlich dazu da, in Notsituationen helfen zu können“, erklärt Macht.

Stephan Macht erklärt die Reanimation. Foto: Frederik Eichstädt.

„Wir haben den Kurs am 11. Februar 2018 ins Leben gerufen. Seitdem ist bei uns die Hölle los. Die Leute interessieren sich wirklich dafür.“

(Stephan Macht, Dozent)

Den großen Erste-Hilfe-Kurs vor dem Führerschein oder die Prüfung zum Betrieblichen Ersthelfer ersetzt der „Lebensretter 112“-Kurs jedoch nicht. Er ist vielmehr dazu da, bereit zu sein „wenn’s drauf ankommt!“, so Stephan Macht.

Beim BRK in Bayreuth sind drei Rettungshunde im Einsatz. Das Bayreuther Tagblatt stellt die beiden neuen Enya und Yucatan vor.