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Nach Messerangriff im Jobcenter: Angeklagter muss in die Psychiatrie

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Vor dem Landgericht Bayreuth wurde heute (16. Dezember 2019) das Urteil im Prozess wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags in zwei Fällen gesprochen. Der Angeklagte soll im März 2019 drei Menschen im Jobcenter Bayreuth mit einem Messer angegriffen haben. Das Gericht hat verkündet, dass Tobias Z. schuldunfähig sei. Er wird nun auf unbestimmte Zeit in der Psychiatrie untergebracht.

Das ist im März in Bayreuth geschehen

Nach den Polizeimeldungen vom 6. März 2019 soll der Angeklagte in das Jobcenter in der Spinnereistraße in Bayreuth gegangen sein. Dort soll er dann drei Mitarbeiter mit einem Messer angegriffen haben. Dabei habe er einen der Mitarbeiter gezielt angegriffen, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Als zwei Mitarbeiter ihrem Kollegen zur Hilfe eilten, habe der 38-Jährige auch diese Mitarbeiter verletzt. Anfang Dezember hatte der Richter dann die Öffentlichkeit vom Verfahren ausgeschlossen. 

Ein Mann ist in Hof von zwei Unbekannten attackiert worden.

Mann attackiert Schüler (11) grundlos – Schläger auf der Flucht

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Ohne Grund ging am Mittwochnachmittag (4. Dezember 2019) ein junger Mann am Jean-Paul-Platz in Wunsiedel einen elfjährigen Schüler an. Bei einem anderen Einsatz der Polizei wollte ein Mann einen Streit schlichten – dann wurde er selbst zum Opfer.

Schüler grundlos in den Bauch geschlagen

Zur Tatzeit stand ein etwa 17 Jahre alter junger Mann im Torbogen zum Friesnergässchen und rauchte. Als der 11-jährige Schüler vorbeiging, packte er ihn an der Schultasche, zog ihn zurück und schlug ihm in den Bauch. Nach kurzem Gerangel konnte der Schüler weglaufen. Der Unbekannte, der Sportkleidung und Adidas-Schuhe mit weißen Sohlen trug, rannte in Richtung Landratsamt davon.

Polizei Wunsiedel sucht Zeugen

Wer kann Angaben zu dem unbekannten Täter  machen bzw. wer hat den Vorfall beobachtet? Hinweise nimmt die Polizei in Wunsiedel unter der Telefonnummer 09232/99470 entgegen.

Mit einem Polizeihubschrauber wurden Straftäter im Kreis Bayreuth gesucht.

Großaufgebot der Polizei erwischt zwei Straftäter – auf der Flucht überschlägt sich das Auto

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Die Polizei hat im Kreis Bayreuth zwei Straftäter gefasst. Sie haben sich mit ihrem Auto auf der Flucht überschlagen: Mehrere Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und Signalhorn waren am Montag (2. Dezember 2019) von Pegnitz nach Betzenstein unterwegs. Zunächst war kurz vor 12 Uhr die Polizei darüber informiert worden, dass an einer Tankstelle in Betzenstein ein BMW betankt worden war und ohne zu bezahlen weiter gefahren ist.

Bei einem anderen Einsatz im Kreis Bayreuth wurden Drogen bei Kindern in der Schule entdeckt – darunter Crystal Meth.

Auto bei Betzenstein überschlagen

Kurz darauf erhielt die Polizeieinsatzzentrale in Bayreuth die Mitteilung, dass sich ein Fahrzeug zwischen Betzenstein und Ottenhof überschlagen hatte.  Noch vor dem Eintreffen der ersten Streifen hatten die beiden Insassen das Fahrzeug verlassen und sind in Richtung Industriegebiet Betzenstein geflohen.

Nach Angaben von Zeugen hatten sie dabei scheinbar auch eine Geldkassette mitgenommen. Während ein Zeuge beim Unfallfahrzeug blieb, verfolgte ein zweiter Beobachter die beiden Flüchtigen und konnte der Polizei berichten, dass diese in ein Waldgebiet gerannt waren. Die erste eintreffende Polizeistreife stellte kurz darauf fest, dass an dem Auto keine Kennzeichen montiert waren. Schnell war klar, dass es sich bei dem Unfallfahrzeug um das Tatfahrzeug des Tankbetrugs gehandelt hatte, das offenbar bei seiner überstürzten Flucht in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen war.

Großaufgebot an Einsatzkräften der Polizei

Die Pegnitzer Polizei schickte fünf Streifenwagen und bekam Unterstützung von drei Hundeführern und fünf Streifenwagen der operativen Ergänzungskräfte Bayreuth sowie einer Streife der Verkehrspolizeinspektion Bayreuth. In wenigen Minuten waren die relevanten Waldgebiete umstellt worden und erste Polizeikräfte begaben sich in das abgesperrte Gelände, um die flüchtigen Straftäter aus dem Wald zu treiben.

Unterstützung eins Jagdpächters Betzenstein

Gleichzeitig überwachte ein Polizeihubschrauber aus der Luft das gesamte Einsatzgebiet. Während zufällig anwesende Arbeiter der Stadt Betzenstein die Unfallstelle absicherten, unterstützten verschiedene Zeugen die polizeiliche Fahndung. Ein örtlicher Jagdpächter und eine Frau aus Mergners gaben dann die entscheidenden Hinweise, so dass die beiden Flüchtigen vom Polizeihubschrauber aus entdeckt und um 12:30 Uhr festgenommen werden konnten.

Im weiteren Verlauf fanden die Beamten eine Feuerstelle, an der die beiden Gesuchten versucht hatten, Dokumente zu verbrennen. Die vermeintliche Geldkassette stellte sich als Dokumententasche heraus.  Auch die zunächst am Unfallfahrzeug angebrachten und gut versteckten Kennzeichen aus Friedrichshafen konnten aufgefunden werden. Dabei stellte sich heraus, dass sie nicht ausgegeben waren.

Mehrere Straftaten in Baden-Würtemberg

Die beiden rumänischen Straftäter wurden zunächst in die Haftzellen der Polizeiinspektion Pegnitz verbracht und durften die Nacht in polizeilicher Obhut verbringen. Im Laufe der weiteren Untersuchungshandlungen am Dienstagabend und Mittwochmorgen konnten die Pegnitzer Ermittler in Erfahrung bringen, dass das Fluchtfahrzeug weder zugelassen noch versichert war und der Fahrer keinen Führerschein hatte. Beide hatten früher in Baden-Würtemberg gewohnt und waren seit einiger Zeit mit dem unversicherten und nicht zugelassenen Fahrzeug ohne festen Wohnsitz und Arbeitsstelle in Deutschland unterwegs.

Die Kennzeichen aus Friedrichshafen waren Fälschungen mit Zulassungsplaketten, die bei einem PKW-Aufbruch in Markdorf gestohlen worden waren. Den beiden 21-Jährigen Straftätern lagen darüber hinaus in Baden- Würtemberg gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Urkundenfälschung, Warenkreditbetrug und schwerer Diebstahl zur Last. Die Pegnitzer Polizisten überstellten die beiden nach Bayreuth, wo die Staatsanwaltschaft über die Beantragung einer Untersuchungshaft entscheidet.

Lob der Polizei an Helfer

Ausdrücklich lobt die Pegnitzer Polizei das besonnene und äußerst hilfreiche Handeln der beteiligte Zeugen und Helfer aus dem Gemeindebereich Betzenstein, die in ihrem Zusammenwirken diesen schnellen Erfolg der Polizei erst ermöglicht hatten und damit verhindern konnten, dass diese Straftäter unerkannt fliehen und ggf. im unmittelbaren Nahbereich von Betzenstein und Mergners weitere Straftaten begehen konnten.

Versuchter Mord in Bayreuth – Angeklagter rastet in Klinik aus

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Vor dem Landgericht Bayreuth musste sich heute (3. Dezember 2019) ein Angeklagter wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags in zwei Fällen verantworten. Der Mann soll im März 2019 drei Menschen im Jobcenter Bayreuth mit einem Messer angegriffen haben. Das Gericht hat die Öffentlichkeit von dem Verfahren ausgeschlossen. Eine öffentliche Verhandlung wäre für den Angeklagten eine zu “starke persönliche Belastung”, erklärte der Richter.

Bayreuth: Versuchter Mord im Jobcenter

Der Richter folgte dem Antrag des Anwalts des Angeklagten. Neben der Schuld- und Straffrage gehe es in diesem Verfahren auch um die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung. Deshalb wird es in dem Verfahren um “den höchstpersönlichen Lebensbereich” des 38-Jährigen gehen.

Dazu trägt auch ein Vorfall vom 29.11.2019 aus dem Bezirkskrankenhaus bei, in dem der Angeklagte untergebracht ist. Dort soll er eine Krankenschwester einen Patienten und einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes verletzt haben, sagte der Richter. Dieser Angriff zeige die psychische Belastung des 38-Jährigen wegen dieses Verfahrens.

Das ist im März in Bayreuth geschehen

Nach den Polizeimeldungen vom 6. März 2019 soll der Angeklagte in das Jobcenter in der Spinnereistraße in Bayreuth gegangen sein. Dort soll er drei Mitarbeiter mit einem Messer angegriffen haben. Dabei soll er gezielt auf einen Mitarbeiter eingestochen haben, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Als zwei Mitarbeiter ihrem Kollegen zur Hilfe eilten, habe der 38-Jährige auch diese Mitarbeiter verletzt.

Mordprozess in Bayreuth

Die Verhandlung wurde auf sechs Termine ab Anfang Dezember angesetzt. Voraussichtlich soll das Urteil am 16. Dezember 2019 gesprochen werden.

Stark blutende Wunde am Kopf und ohne Schuhe – Mann wird von Frau mit Stock geschlagen

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Mit einer stark blutenden Platzwunde am Kopf lieferte der Rettungsdienst am Sonntagnachmittag (1. Dezember 2019) einen 43-jährigen Mann aus Hof in ein Krankenhaus ein. Der stark betrunkene Mann gab an, von einer Frau geschlagen worden zu sein. Beamte der Polizei Hof leiteten Ermittlungen wegen gefährlichen Körperverletzung ein. Außerdem hat ein Mann in Bayreuth eine Frau geschlagen. Sie hat dann mit weiteren Frauen den Mann niedergestreckt.

Mann in Hof mit Kopfwunde und ohne Schuhe

Gegen 14.30 Uhr erhielten die Einsatzkräfte die Mitteilung, dass sich in der Jahnstraße ein Mann mit einer blutenden Kopfverletzung befand. Der mit über 3,2 Promille Alkohol stark betrunkene und ohne Schuhe bekleidete 43-Jährige gab an, mit einem Stock von einer 59-jährigen Frau geschlagen worden zu sein. Weitere Hintergründe erläuterte er nicht.

In der entsprechenden Wohnung trafen die Beamten auf die Tatverdächtige sowie auf zwei Zeuginnen. Aufgrund der ebenfalls starken Alkoholisierung der Frauen und erheblichen Sprachbarrieren gestaltete sich die Klärung der Ereignisse vorerst schwierig, berichtet die Polizei. Die Polizisten ordneten bei der 59-Jährigen eine Blutentnahme an und versuchen in den folgenden Vernehmungen den Sachverhalt aufzuklären.

Streit eskaliert – danach tritt der Täter noch einen Außenspiegel ab

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Wegen eines zunächst verbalen Streits ermitteln nun Beamte der Polizeiinspektion Münchberg gegen einen 31-jährigen Mann aus Münchberg wegen Körperverletzung. Das berichtet die Polizei. Bei einem anderen Polizeieinsatz hat ein Mann einen Hausbewohner mit dem Messer bedroht. Weil sie unter seinem Balkon schlafen wollten.

Münchberg: Geschubst und Außenspiegel abgetreten

Nach ersten Angaben von Zeugen kam es in einer Gaststätte am Sonntagmorgen, den 1. Dezember 2019, gegen 05.10 Uhr zu der Auseinandersetzung. In deren Verlauf schubste und trat der Tatverdächtige einen 20-jährigen. Der genaue Tathergang wird wegen der Alkoholisierung der meisten Beteiligten und Zeugen erst durch spätere Vernehmungen geklärt werden können.

Gegen den 31-jährigen Freund der Geschädigten wird zudem eine Sachbeschädigungsanzeige vorgelegt, da er von einem geparkten Auto den Außenspiegel abgetreten hat.

Einen weiteren Angriff mit einem Messer hat es vor einer Disko gegeben. Zuerst wurde auf das Opfer eingetreten und eingeschlagen. 

Sie wollten unter einem Balkon übernachten – dann hat ein Mann ein Messer gezückt

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Zwei Männer wollten in der Nacht von Samstag auf Sonntag (1. Dezember 2019) unter dem Balkon eines 46-jährigen Marktredwitzers in der Fikentscherstraße übernachten. Als der Bewohner die Männer zur Rede stellte, zückte einer der Männer ein Messer und bedrohte den Anwohner mit Stichbewegungen. Außerdem hat ein 19-Jähriger einen 18-Jährigen vor einer Disko mit einem Messer bedroht. Zuvor hat er mit einem Mittäter auf den 18-Jährigen eingeprügelt.

Polizei Marktredwitz: Verfahren wird eingeleitet

Die verständigte Streife der Polizei Marktredwitz konnte die Täter im Umfeld des Tatortes stellen und das Messer sicherstellen. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wird nun ein Verfahren wegen Bedrohung eingeleitet.

Eine Frau hat bei einem Familienstreit in Selb ein Messer gezückt.

Messer vor Disko gezückt – zuvor zu zweit auf 18-Jährigen eingeschlagen und getreten

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Bei einem Streit vor einer Diskothek in der Nacht von Samstag auf Sonntag (1. Dezember 2019) in Marktredwitz wurde ein 18-jähriger Marktredwitzer von zwei Personen geschlagen und getreten. Der 18-jährige Azubi erlitt dabei leichte Verletzungen im Gesicht und sprach eine Streife der Polizei Marktredwitz an. Dabei gab er ebenfalls an, dass einer der zwei Täter ein Messer gezogen hätte und damit auf ihn einstechen wollte, jedoch durch den Mittäter zurückgehalten wurde.

Marktredwitz: 19-Jähriger zückt Messer

Der 19-jährige Haupttäter und sein 17-jähriger Helfer wurden kurz darauf entdeckt, wobei sie versuchten, zu fliehen. Beamte der Polizei Marktredwitz nahmen die Verfolgung auf und konnten nicht nur die Täter festnehmen, sondern auch das Messer sicherstellen. Der Haupttäter wurde zur Abwehr weiterer Gefahren währen der Nacht in Gewahrsam genommen.

Die Polizei Marktredwitz ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung, des Weiteren erwartet den Heranwachsenden eine Ordungswidrigkeitsanzeige wegen dem Führverbot von gefährlichen Gegenständen, berichtet die Polizei.

In Bayreuth wurde ein Exhibitionist gemeldet. Er soll deutlich an seinem Penis herumgespielt haben.

Ein Mann ist in Marktredwitz ausgerastet.

Mann (29) rastet aus: Bespuckt, beleidigt, gebissen und getreten

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Vorsätzliche Körperverletzung, Beleidigung und tätlicher Angriff auf Polizeibeamte, alle diese Vergehen hat am Montagabend ein 29-jähriger Mann aus Marktredwitz begangen, berichtet die Polizei Marktredwitz.

In Hof hat ein Unbekannter mehrere Autos demoliert. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Mann rastet in Marktredwitz aus

Gegen 20.40 Uhr wurde die Polizei Marktredwitz darüber verständigt, dass in der Leopoldstraße in Marktredwitz eine Person randalieren würde. Die Beamten fuhren zum Tatort und trafen dort den 29-Jährigen an, der nach der Anzeige des Atemalkoholtests mit über 2 Promille, deutlich alkoholisiert war und sich den Beamten gegenüber stark aggressiv verhielt.

Er beleidigte die Polizisten mit den Worten wie beispielsweise „Arschlöcher, Wichser oder ACAB“. Der 29-Jährige konnte dann von den Polizisten überwältigt werden. Da er sich verbal nicht beruhigen ließ und er sich weiter aggressiv zeigte, war es nach Angaben der Polizei erforderlich den Mann zu Boden zu bringen und die Handschellen anzulegen.

Im Krankenhaus ging es weiter

Selbst in dieser Lage trat er noch mit Füßen nach den Polizisten. Einen weiteren Beamten biss der Mann in den Finger. Dadurch wurden einige Polizisten leicht verletzt. Als der 29-Jährige für eine Blutentnahme ins Klinikum eingeliefert wurde, beleidigte er einen Polizisten und spuckte ihn an.

Außerdem habe der junge Mann auch noch von sich selbst behauptet, „rechtsradikal“ zu sein. Nach der Blutentnahme wurde er dann in Gewahrsam genommen und in den Haftraum der Polizei Marktredwitz gesperrt, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte. Die Polizei Marktredwitz zeigt den Mann nun wegen der oben genannten Vergehen an.

Ein Rosenkrieg ist in Bayreuth eskaliert und vor Gericht gelandet.

Rosenkrieg in Bayreuth eskaliert: Stalking, Angriffe und mehr

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Die Anklageschrift vor dem Amtsgericht in Bayreuth ist noch sachlich und nüchtern: Eine 26-Jährige soll eine Frau gebissen, gekratzt und deren Kleid auf einem Parkplatz zerrissen haben. Dann soll ein 39-jähriger Mann dem Opfer mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Vor Gericht wurde allerdings schnell klar: Dahinter steckt ein Rosenkrieg.

Die Geschichte eines Rosenkriegs in Bayreuth

Denn der Anwalt des angeklagten 39-jährigen Manuel E. (Name von der Redaktion geändert) klärte zuerst die Vorgeschichte. Der Angeklagte und das Opfer hatten eine Beziehung und drei gemeinsame Kinder. Als die Beziehung jedoch auseinander ging, startete ein Rosenkrieg und ein Streit um die Kinder.

All das landete vor Gericht. Der Vater, der nun auf der Anklagebank sitzt, hat die Kinder bekommen. Der Anwalt laß aus dem Urteil folgendes über die Mutter vor: Sie sei sprunghaft und nicht am Wohle ihrer Kinder interessiert. Denn sie wollte ihre Kinder mit nach Italien nehmen, ohne dies mit dem 39-Jährigen zu besprechen. Das wurde ihr vom Gericht verboten.

Frühere Verfahren

Nach Angaben des Anwalts habe die Mutter den jetzigen Angeklagten am Tag nach diesem Urteil provoziert und letztendlich angezeigt. Er soll sie mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Das Verfahren wurde allerdings eingestellt.

Nun zum Vorfall vom 5. Juni 2019: Dort soll das Opfer – die ehemalige Freundin des Angeklagten – von dessen Sekretärin, der 26-jährigen Roberta H. (Name geändert), gebissen und gekratzt worden sein. Zudem soll sie ihr Kleid beschädigt haben. Obendrein soll Manuel E. das vermeintliche Opfer mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Angeklagte hat Video von Tat

Um die Aussage von Roberta H. abzukürzen: Sie konnte ein Video vorlegen, auf dem zu sehen war, wie das vermeintliche Opfer auf die Angeklagte losgegangen ist. Richter Gebhardt sagte nachdem er das Video gesehen hatte: “So viel zum Thema, von wem der Angriff ausging.”

Roberta H. beschrieb, dass sie nach diesem Angriff einen gebrochenen Daumen hatte, Kratzspuren im Gesicht, eine kaputte Jeans und ein demoliertes Handy.

Nach dem Video benötigten Richter, Staatsanwalt und Anwalt keine weiteren Zeugen. Auch das vermeintliche Opfer kam nicht zu Wort. Denn aus dem Video würde klar hervorgehen, dass die Angeklagten nicht die Initiatoren des Handgemenges war. Auch ein Faustschlag konnte nicht bewiesen werden.

Verfahren in Bayreuth eingestellt

Alle Beteiligten stimmten zu, das Verfahren einzustellen. Allerdings mit dem Hinweis des Anwalts des Angeklagten Manuel E., dass das vermeintliche Opfer keinen Raum bekommt, um weitere Geschichten zu spinnen und keine Bühne für ihren Auftritt erhalten soll.

Außerdem hatte die angeklagte Roberta H. von den Aktionen des vermeintlichen Opfers berichtet. Beleidigende Nachrichten, Beschimpfungen, pornografische Fotomontagen und weitere Aktionen: “sie hat Terror gegen mich gemacht”, sagte Roberta H. Der Anwalt des Angeklagten bezeichnete diese Aktionen als “Taten auf hohem Niveau”, denn auch die Schwester und ein Freund seien an diesen Taten beteiligt.