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Franken sind die glücklicheren Bayern

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Wir haben es schon immer gewusst: Wir Franken sind nicht nur die besseren, sondern auch die glücklicheren Bayern. Die zufriedensten Deutschen leben zufolge des aktuellen Glücksatlas allerdings in Schleswig-Hollstein.

Wir Franken belegen im Deutsche Post Glücksatlas 2019 den vierten Platz. Wahnsinn. Darauf stoßen wir heute Abend mit einem schönen Seidla Bier an. Denn unsere Glücksgefühle sind kaum noch zu bändigen. Ähnlich dem Rentner aus Mittelfranken, der vor einiger Zeit 2,7 Millionen Euro im Lotto gewonnen hat und den total überschwänglichen Überbringer der Nachricht völlig euphorisiert mit den Worten „bassd scho“ empfangen haben soll. So sind wir eben.

Aber auch insgesamt ist die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland laut dem Glücksatlas in diesem Jahr besonders hoch. „Zum Spitzenwert in der Zufriedenheit tragen die anhaltend gute Beschäftigungslage und die positive Entwicklung der Haushaltseinkommen bei sowie eine solide Robustheit der Bevölkerung gegenüber medialen Schlechtwettermeldungen“, sagt Studienleiter Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg.

Wohnsituation macht Franken glücklich

Während den Platz ganz oben die Bewohner Schleswig-Holsteins verteidigt haben, bekommt man die „Anleitung zum Unglücklichsein“ in Brandenburg, das erneut das Schlusslicht unter den deutschen Bundesländern bildet.

Und wir in Franken? Sind alles in allem mit unserem Leben zufrieden, was laut der Studie schon zu Platz 4 in Deutschland reicht. Mit Blick auf die Sparte Wohn- und Freizeitsituation sind wir sogar Deutscher Meister. Die Wissenschaftler führen das auf die unterdurchschnittliche Mietbelastung zurück – nur 16,9 Prozent des Einkommens müssen bei uns für die Kaltmiete ausgegeben werden.

 

Bei der Gesundheitszufriedenheit (6,6) liegt Franken im Durchschnitt (6,6), obwohl die Pflegequote mit 34,7% deutschlandweit die drittniedrigste ist. Auch mit ihrer Arbeitssituation (7,1) sind die Franken leicht unterdurchschnittlich zufrieden, obwohl sie die drittniedrigste Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent haben.

Und wer hätte es gedacht: Das Haushaltseinkommen bewerten wir Franken sehr positiv (6,9). Kein Wunder, wir verfügen mit den restlichen Bayern über das bundesweit höchste durchschnittliche Einkommen (24.963 Euro). Noch vor den Hamburgern. Die liegen übrigens insgesamt auf Platz 3, obwohl sie den gleichen Schnitt von 7,27 Punkten wie wir Franken haben.

Blick von oben auf den Rest Bayerns

Wir könnten nun natürlich unglücklich darüber sein oder uns ärgern, dass wir um den Platz auf dem Treppchen gebracht wurden. Aber erstens stählen uns mit solchen gefühlten Niederlagen wöchentlich der Glubb und leider viel zu häufig aktuell auch die Tigers und medi. Stattdessen genießen wir lieber das erhebende Gefühl, auf die auf Platz 5 darnieder liegenden Südbayern herabzublicken, die vor allem über ihre schlechte Wohnsituation (zu wenig Wohnraum bei zu hohen Mieten) flennen.

Auch wenn die Deutschen immer glücklicher werden, liegen sie im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld. Stand 2018: nur Platz 10. Abgeschlagen hinter den Wohlfühlstaaten Dänemark, Niederlande und Schweden. Aber bassd scho, sollen die Touristen nur dorthin, haben wir wenigstens unser schönes Franken für uns allein.