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HWK Oberfranken Bayreuth

Elf Landessieger aus Oberfranken: Leistungswettbewerb des Handwerks

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Die bayerischen Landessiegerinnen und Landessieger des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks (PLW) stehen fest: von den 106 besten Nachwuchsgesellinnen und Gesellen sind elf Handwerker aus Oberfranken. „Diese Erfolge sind zum einen natürlich eine persönliche Bestätigung für das tolle Engagement und Können unserer jungen Handwerker“, sagte der HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller. Zum anderen aber zeigten sie den ausbildenden Betrieben immer wieder, dass sich ihr Investment lohne. Für den Wettbewerb 2018 hatten sich ursprünglich 343 Nachwuchshandwerker qualifiziert und angemeldet.

HWK-Präsident Thomas Zimmer und weitere Vertreter des Handwerks und der Handwerkskammer besuchen die Landessiegerinnen und Landessieger in ihren Betrieben. Weitere Informationen zu den Terminen erhalten Sie bei der Handwerkskammer für Oberfranken. 

Zu den elf oberfränkischen Siegern gehören:

Augenoptikerin Nadja Jänisch, Fielmann AG & Co. OHG, Forchheim

Brauer und Mälzer Sebastian Dippold, Brauerei Wagner GmbH, Memmelsdorf

Fahrzeuglackierer Denis Klink, LZB Lackierzentrum GmbH, Bayreuth

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Lukas Warmuth, Fliesenfachgeschäft Andreas Schmittlutz GmbH, Rattelsdorf

Klempner Stefan Kühnl, Dachdeckerei Schilling, Oberhaid

Kosmetikerin Lara Roder, Belessa Bayreuth e. K., Bayreuth

Maurer Nikolai-Andre Lachner, J. Schütz Bauunternehmen, Schönbrunn i. Steigerwald

Schneidwerkzeugmechaniker (Schwerpunkt Schneidwerkzeug und Schleiftechnik), Tobias Schmäling, Otmar Lang GmbH, Schönbrunn i. Steigerwald

Seiler Tim Hocker, LIROS GmbH, Berg

Trockenbaumonteur Alexander Plebakh, Horst Krieglstein, Hof

Zweiradmechatroniker, Fachrichtung Fahrradtechnik Tobias Sieber, Joshua Schrüffer und Robert Hauenstein GbR, Bamberg

Die zentrale Abschlussfeier des Leistungswettbewerbs auf bayerischer Ebene findet am 26. Oktober in Bamberg statt. Dort werden alle Landessiegerinnen und -sieger ausgezeichnet.

Hintergrund

Beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks messen sich Teilnehmer, die jünger als 25 Jahre sind, mit den Kollegen Ihres Bereiches. Über die Kammerebene und Landesebene qualifizieren sie sich schließlich bis zum Bundeswettbewerb.Neben der Altersbeschränkung gibt es zwei weitere Teilnahmevoraussetzungen: Die Gesellinnen und Gesellen müssen ihre Abschlussprüfung in der Zeit vom Winter des Vorjahres bis zum Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt und dabei im praktischen Teil mindestens die Note „gut“ erreicht haben.

Anwalt Roland Pfister

Handwerksauftrag: So sichere ich mich kundenrechtlich gut ab

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Man kommt nach Hause und auf einmal ist im Haushalt etwas defekt, etwas größeres – ein Handwerker muss her und zwar schnell – so der erste Gedanke. Hauptsache den Schaden zügig beheben. Doch warum es so wichtig ist, sich bei der Auswahl und bei der Beauftragung des Handwerksbetriebes Zeit zu nehmen und nicht voreilig zu unterschreiben, ist einfach nachzuvollziehen: Wer im Voraus die Auftragsvergabe unstrukturiert und gar mündlich vereinbart, hat am Ende keinerlei Verhandlungsbasis.

Roland Pfister vom Verbraucher Service Bayern, der zuvor über 30 Jahre als Anwalt tätig war, hat am vergangenen Freitag die Bayreuther im RW21 beraten, welche Rechte man als Kunde bei Handwerksaufträgen oder Kundendiensten hat. Damit Sie beim nächsten Reparaturfall abgesichert sind, haben wir hier die wichtigsten Aspekte für Sie zusammengefasst:

1) Wie finde ich einen Betrieb, der gut bewertet ist? Wen frage ich für den Auftrag an?

Es gibt verschiedene Varianten Handwerksbetriebe zu filtern: Über das Internet, die Handwerkskammer, eine Innung oder direkt Bekannte, Nachbarn und Freunde fragen, die bereits Aufträge an diesen regionalen Betrieb vergeben haben. Der Experte rät in diesem Fall: Handwerkskammer und Innung bieten zwar eine Übersicht, welche Betriebe es gibt, sagen aber im Normalfall nichts zur Qualität der gelisteten Betriebe. Im Internet findet man relativ schnell einen verfügbaren Betrieb, hat aber keine objektive Bewertung zu deren Preis-Leistungs-Verhältnis. Regionale Betriebe, die über Mundpropaganda weiterempfohlen wurden, sind demnach im Vergleich meist die beste Wahl, so Pfister.


2) Die Abstimmung des Auftrages: Was soll gemacht werden und zu welchem Preis?

Bevor der Handwerker los legt, sollte man immer eine schriftliche Leistungsbeschreibung und anfordern. Dort sind die Details des Auftrages beschrieben und Kosten für einzelne Posten im Detail gelistet. Auch ein Zeitraum, in dem die Leistung zu erbringen ist, sollte aufgeführt sein. Fordert man die Leistungsbeschreibung nicht an, hat man später keinerlei Dokumentation oder Diskussionsgrundlage. Zudem ist es nötig, eine Abrechnungsmethode zu vereinbaren. Hier gibt es verschiedene Varianten:

  • Erstens den Kostenvoranschlag über Regiestunden: d.h. bezahlt wird nach Arbeitszeit. Nur wer die Arbeiten permanent überwacht, kann später die Rechnungssumme im Zweifelsfall verweigern.
  • Zweitens der Kostenvoranschlag über einen Festpreis: Der Kunde kann so konkret kalkulieren, allerdings kann der Preis der Arbeiten möglicherweise etwas höher angesetzt sein.
  • Drittens der Kostenvoranschlag nach Aufmaß: Diese Variante schätzt der Experte als sehr sicher ein. Die Abrechnung erfolgt nach, der Fläche die bearbeitet wird.

Alle zusätzlichen Vereinbarungen, die sich zu einem späteren Zeitpunkt ergeben, als auch Angaben zu Anfahrt / Abfahrt / Abtransport von Material / Nachtzuschlägen sollten schriftlich festgehalten und beidseitig unterschrieben werden. Auch einen sogenannten Sicherheitseinbehalt der Kostensumme, falls Schäden auftreten, vereinbart man bestmöglich im Voraus, rät Pfister.


3) Die Abnahme des Auftrages nach Fertigstellung

Bevor die Rechnung gestellt wird, muss die Leistung immer seitens des Kunden abgenommen werden – ein Schritt der im Alltag oft vernachlässigt wird. Nur so können Sie sicher sein, dass der Auftrag wie vereinbart abgeschlossen wurde und Mängel oder Schäden schriftlich aufnehmen.


4) Behebung der Mängel und die finale Rechnung

Sind Leistungsbeschreibung und Auftragsausführung im Einklang, steht dem Kunden nichts im Wege, die Rechnung guten Gewissens zu begleichen. Falls Mängel entdeckt wurden, sollte man den Betrieb – vor der Zahlung – schriftlich um Nachbesserung bitten. Erfolgt trotz zweimaliger Nachbesserung oder Aufforderung keine Beseitigung der Mängel, darf man einen anderen Betrieb damit beauftragen. Die Kosten können Verbraucher danach beim ursprünglich ausführenden Betrieb in Rechnung stellen. Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, sollte man hier ein Beweissicherungsverfahren durchführen, d.h. ein Gutachter stellt dann zuvor fest, was eine Beseitigung der Mängel tatsächlich kosten. Allerdings kostet dieses Verfahren dem Kunden einiges. In Anspruch sollte man es somit eher bei größeren Aufträgen nehmen.

“Alles, was Sie zur Klarheit der Vertragsvereinbarung beitragen können, sollten Sie mit dem Handwerksbetrieb immer im Voraus schriftlich festlegen.” (Roland Pfister)

Bild der Institution von vorne

Wirtschaftliche Lage der Handwerkskammer bleibt stabil

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Die Handwerkskammer für Oberfranken hat den Konjunkturbericht zum dritten Quartal herausgegeben. Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt dabei auf hohem Niveau. Die Befragung von Inhaberinnen und Inhabern zeigen jedoch leicht gedämpfte Erwartungen bezüglich der Entwicklung.

Die oberfränkische Handwerkskammer zeigt sich in ihrem Bericht zufrieden aufgrund der positiven Entwicklung: Es sind leichte Verbesserung der Auftragseingänge und Beschäftigung im Vergleich zum Jahr 2017 zu verzeichnen. Der Umsatz ist auf gleichem Niveau geblieben. Insgesamt ist die Kapazitätsauslastung sehr hoch.

Der Fachkräftemangel zeichnet sich dabei deutlich ab. 22 Prozent der Betriebe gaben an, ihre Belegschaft erweitert zu haben, vor allem im Bereich Kfz und Lebensmittelhandwerk. Getrübt werden die Aussichten durch die Unsicherheit vieler Betriebe aufgrund des Außenhandelsstreits mit den USA, drohender Dieselverbote und des geringen Arbeitsangebots von Fachkräften.

Gregor Faltin von Sellwerk referierte für Google über Onlinekommunikation

Digitalisierung im Handwerk: “Eine schöne Website reicht nicht…”

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Heute ist Tag des Handwerks. Zu diesem Zwecke organisierte die Handwerkskammer für Oberfranken und das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk an der Uni Bayreuth in Kooperation mit der Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation die Veranstaltung „Was uns bewegt!“, eine Reihe von Vorträgen und Workshops zum Thema Digitalisierung im Handwerk. Für HWK-Präsdient Thomas Zimmer ist Digitalisierung „das Megathema schlechthin!“

“Große Strahlkraft für Oberfranken”

In seiner Begrüßungsrede erklärte Zimmer, warum er die Veranstaltung an die Uni Bayreuth geholt hat. „Die Uni Bayreuth spielt das Thema „Digitalisierung“ genauso facettenreich, wie es im Handwerk gespielt wird.“ Zimmer verwies auf den DLD Campus, der vor kurzem an der Uni Bayreuth stattfand. Damals kamen Menschen aus aller Welt auf dem Bayreuther Campus zusammen, um das Thema Digitalisierung genauer zu beleuchten. Veranstaltungen wie diese würden, laut Zimmer, für eine „große Strahlkraft für Oberfranken sorgen.“

Digitalisierung bietet die Möglichkeit weltweit agieren zu können. Gerade für das Handwerk bringt das eine Reihe an Möglichkeiten mit sich. In Fachvorträgen wurde über Kommunikationskanäle, die DSGVO oder auch Cloud-Lösungen für Unternehmen gesprochen. Gregor Faltin von Sellwerk referierte im Auftrag der Google Zukunftswerkstatt über passende Kommunikations-Kanäle im Online-Marketing. Er stellte dar, was Firmen tun können um mögliche Kunden, potentielle künftige Angestellte oder Geschäftspartner im Internet auf sich aufmerksam machen zu können. Wir haben mit ihm nach dem Vortrag darüber gesprochen, welche Aspekte hierbei besonders für kleine Unternehmen wichtig sind. Denn eine schöne Website reicht nicht um im Internet Kontakte zu knüpfen. 

bt-Interview mit Gregor Faltin

HWK-Ehrenpräsident Hugo Thauer verstorben

Trauer um Ehrenmitglied der Handwerkskammer

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Die Handwerkskammer für Oberfranken trauert um Hugo Thauer. Der Ehrenpräsident der HWK ist am gestrigen Dienstag, den 11. September im Alter von 86 Jahren verstorben. Thauer hielt noch bis Juni den Vorsitz des Gewerberats des oberfränkischen Handwerks.

HWK Präsident Thomas Zimmer äußerte sich in einer Pressemitteilung: „Wir verlieren mit Hugo Thauer eine große Persönlichkeit, die sich nicht nur für das Handwerk in Coburg und Oberfranken, sondern auch für seine Heimatregion außerordentlich verdient gemacht hat“

Thauer wurde 1999 zum Präsidenten der HWK Coburg gewählt und war maßgeblich am Zusammenschluss mit der HWK für Oberfranken beteiligt. Dort war er zwischen 2004 und 2009 Mitglied der Vollversammlung und des Vorstands. Zudem engagierte er sich außerordentlich für das oberfränkische Maler- und Lackiererhandwerk.

Jens Beland, der Kreishandwerksmeister von Coburg erklärt: „Unser Ehrenpräsident hat sich mehr als 45 Jahre ehrenamtlich für das Handwerk in Oberfranken engagiert. Wir verlieren mit ihm einen wichtigen und klugen Ratgeber.“

Wanderausstellung: Leidenschaft, die Spuren hinterlässt

Wanderausstellung zu 100 Jahren Handwerk in Bayern

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100 Jahre Freitstaat Bayern, 200 Jahre Verfassungsstaat Bayern. Anlässlich dieser beiden Jubiläen startete die Wanderausstellung “Leidenschaft, die Spuren hinterlässt” am Tag des Handwerks in Nürnberg und portraitiert elf Bayerische Handwerksbetriebe – angefangen vom Metallbaubetrieb im Jahre 1918 bis zu einem Startup im Jahr 2018.

Für einige Tage zu sehen sind die Fotoaufnahmen in den Städten Augsburg, München, Passau, Regensburg, Würzburg oder Bamberg. Und in dieser Woche im 1. OG des Bayreuther Rathauses: 100 Jahre Handwerkstradition zum kennenlernen.

Thomas Zimmer, Präsident der HWK für Oberfranken im bt-Interview:

Impressionen der Ausstellungseröffnung im Bayreuther Rathaus:

Ausbildungsstart 2018 – Immer mehr Lehrverträge im Handwerk vergeben

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1.830 neue Ausbildungsverträge im Handwerk wurden für dieses Jahr in Oberfranken abgeschlossen, so der Stand am 31. August 2018. Das sind 0,4 Prozent mehr als 2017. Der Anstieg ist in diesem Jahr etwas geringer als in den Vorjahren. Im Landkreis Bayreuth wurden dabei 127 Ausbildungsstellen besetzt, im Stadtgebiet sind es 158.

Obwohl sich die Ausbildungszahlen konstant entwickeln, wird der Bedarf an Fachkräften im Handwerk nicht weniger. “Trotz der erfreulichen Zahlen konnten einige Betriebe ihre Lehrstellen nicht besetzen. Der Bedarf ist in allen Gewerben hoch, besonders aber im Baugewerbe und in den Lebensmittelhandwerken”, so Rainer Beck, Geschäftsführer der HWK. Aufgrund der hervorragenden Konjunktur sei der Bedarf an Auszubildenden und Fachkräften ungebrochen hoch.

Knapp 500 Ausbildungsplätze im oberfränkischen Handwerk sind im Moment allerdings noch unbesetzt. Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart am 1. September, gibt es so noch die Chance eine Stelle zu erlangen.

Die bt-Redaktion hat nachgefragt, welche Eigenschaften und Vorkenntnisse junge Leute mitbringen sollten, die ins Handwerk einsteigen wollen oder welche Ausbildungsstellen besonders beliebt sind.

Wir haben mit Frank Grökel, dem Ausbildungsberater im Gebiet Oberfranken Ost von der HWK für Oberfranken, am Telefon gesprochen:


Wer aktuell noch einen Ausbildungsplatz sucht, sollte einen Blick in die Lehrstellenbörse der HWK für Oberfranken werfen oder sich deren App Lehrstellenradar 2.0 downloaden.