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Stadt Bayreuth engagiert sich für “Stadtradeln”: Aktion für den Klimaschutz und Radfahren

Am 19. September 2020 startet das Stadtradeln in Bayreuth. Eine internationale Aktion für den Klimaschutz wirbt fürs Fahrradfahren.

Bayreuther Studenten demonstrieren für den Umweltschutz und gegen das Artensterben

Die Students for Future Bewegung der Uni Bayreuth hat am Freitag (19.6.2020) auf dem Bayreuther Marktplatz eine Mahnwache für den Klimaschutz abgehalten. 

Demo auf Bayreuther Marktplatz: Klimaschutz soll nicht in Vergessenheit geraten

Auf dem Bayreuther Marktplatz demonstrierten am Freitag (5.6.2020) Aktivisten von Students for Future. Die Studenten wollten den Klimaschutz wieder in Erinnerung rufen.

Demo zur Klimaschutzkonferenz in Bayreuth: “Aufhören zu labern und anfangen zu handeln”

Während in der Uni Bayreuth am Donnerstag (12.2.2020) die Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg stattgefunden hat, haben vor der Uni über 200 Menschen für den Klimaschutz demonstriert. Die Demonstranten waren sich dabei einig: man müsse nun aufhören zu reden und endlich anfangen zu handeln.

Demo zum Klimaschutz am Donnerstag in Bayreuth

Am Donnerstag (12.2.2020) hat an der Uni Bayreuth die Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg stattgefunden. Parallel dazu demonstrierten vor der Uni etwa 200 Menschen für den Klimaschutz. Dadurch wollten sie die Konferenz unterstützen, wie die Veranstalter sagten. Die Demonstranten waren vom Luitpoldplatz über die Opernstraße, über den Hohenzollernring zum Campus der Uni Bayreuth gezogen.

Die Demonstranten am Marktplatz. Foto: Radentscheid Bayreuth

Bayreuth: “Wir schauen euch auf die Finger”

Einer der Organisatoren der Demonstration sagt: “Wir demonstrieren nicht dagegen. Es geht eigentlich nur darum, dem ganzen Aufmerksamkeit zu geben”, sagt der Student. Es sei ihnen wichtig, das Signal zu senden: “Hey, wir schauen euch auf die Finger”.

An und für sich sei die Demonstration eine unterstützende Botschaft. Die Reaktionen auf die Veranstaltung sei jedoch nicht durchweg positiv, sondern eher durchwachsen gewesen. “Der Wille ist da, aber ich habe das Gefühl, dass noch nicht alles verstanden wurde.” Als Beispiel gibt der Organisator an, dass die allermeisten Gäste der Klimaschutzkonferenz mit Autos angereist sind. Das wäre auch anders gegangen, meint der Student: Vor allem wenn die meisten aus dem gleichen Eck kommen würden.

Die Demonstranten schrieben ihre Forderungen mit Straßenkreide vor das RW Gebäude der Uni Bayreuth. Foto: Katharina Adler

Keine Nachhaltigkeit bei der Konferenz in Bayreuth

Zudem hätten die Veranstalter auch zu wenig Rücksicht auf Nachhaltigkeit genommen. Es seien verschiedene Prospekte und Hefte an die Menschen ausgeteilt worden. Zudem hätte es zum Kaffee keine regionale Milch gegeben. Vegane oder vegetarische Alternativen sollen ebenso gefehlt haben.

“Ich hatte das Gefühl, dass der Wille und das Verständnis, dass Veränderung regional passieren muss, da ist. Trotzdem war das alles nichts Konkretes”, sagt der Organisator der Demo. Man würde sich nicht auf konkrete Ziele einigen, sondern spreche nur davon, dass die bisherigen Ziele verfehlt wurden und aufgeholt werden müssten.

Die Demonstranten fanden deutliche Worte und Visualisierungen für ihre Meinung. Foto: Katharina Adler

Klimakonferenz in Bayreuth: Die Ziele reichen nicht

Demian Rothammel studiert ebenfalls an der Uni Bayreuth und hat die Demonstration ebenfalls organisiert. Grundsätzlich finden die Demonstranten die Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg gut, erwarten aber mehr. “Es muss noch mehr gemacht werden. Die grundsätzlichen Ziele sind ok, aber reichen bei Weitem nicht aus”, sagt Rothammel.

“Man muss aufhören zu labern und anfangen zu handeln.” Es sei eine Demo, die Rückenwind für die Konferenz gebe und das ganze unterstützen und vorantreiben solle, ergänzen die Demonstranten Silas Schmedt und Marit Scharrmann.

 

Zu heiß und zu trocken: Der Bayreuther Klimawald braucht Hilfe

Der Bayreuther Klimawald ist in Gefahr! Die anhaltende Trockenheit in den letzten Wochen macht auch den 4.700 Jungbäumen an dem Waldgrundstück nahe der Adolf-Wächter-Straße zu schaffen. Deshalb wird Anfang August die zweite große Gießaktion gestartet. Weil dann die überwiegend studentischen Helfer aber noch in den Semesterferien sind, bitten die Organisatoren um Hilfe aus der Bevölkerung.

In diesem Waldstück gegenüber der Adolf-Wächter-Straße findet die Pflanzaktion zum Klimawald statt.

In diesem Waldstück gegenüber der Adolf-Wächter-Straße fand die Pflanzaktion zum Klimawald statt. Foto: Carolin Richter

Im April pflanzten 270 freiwillige Helfer mehrere tausende Setzlinge und ließen somit den Bayreuther Klimawald entstehen, der durch die Kohlenstoff-Speicherung einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten sollte.

Klimawald: So entstand die Idee

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Wegen des fehlenden Regens mussten allerdings bereits Anfang Juli zahlreiche Helfer die Bewässerung der Jungbäume übernehmen. Bereits im Vorfeld wurde vor einem trockenen, heißen Sommer gewarnt. “Wenn die Jungpflanzen anfangen die Blätter hängen zu lassen, sollte man zügig eingreifen”, so Udo Wenzel vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth.

Klimawald: Diese Bäume wurden gepflanzt

Schon der Juni war in Bayreuth 5 Grad wärmer und 70 Prozent trockener als das langjährige Mittel. Dieser Trend hat sich dann auch im Juli fortgesetzt. Die Witterungsbedingungen, die schon für gewachsene Wälder problematisch sind, fordern die Jungbäume umso mehr. Deshalb ruft das Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung erneut zu einer großen Gießaktion auf.

Hier können die Helfer Wasser holen, um die Jungpflanzen anzugießen.

Hier können die Helfer Wasser holen, um die Jungpflanzen anzugießen. Foto: Carolin Richter

Dazu wird ein 13.000 Liter-Fass der Landwirtschaftlichen Lehranstalten mit Wasser gefüllt, das dann mit Gießkannen zu den Pflanzen gebracht wird. Wasser sowie Gießkannen werden vor Ort gestellt. Die Aktion findet am 2. und 3. August statt. Freiwillige können sich online für die Aktion anmelden.

Umweltschutz: Ein Bus voller Bayreuther fährt zur Großdemo

Die Fridays-for-Future-Bewegung hat längst nicht mehr etwas mit Schuleschwänzen zu tun. Die Jugendlichen, die sich in den Ortsgruppen in ganz Deutschland und weltweit für den Klimaschutz engagieren, meinen es ernst. Wie sehr sie für eine saubere Klimapolitik kämpfen, beweisen die Aktivisten wieder am Wochenende. In Aachen versammeln sich Fridays-for-Future-Gruppen aus ganz Europa zu einem gigantischen internationalen Streik in der Nähe des Drei-Länder-Ecks. Auch Jugendliche aus Bayreuth reisen mit dem Bus nach Aachen, um sich für den Klimaschutz stark zu machen, zwei Bayreuther fahren sogar mit dem Fahrrad zur Demo. Damit alle, die nicht mitfahren können, trotzdem dabei sind, berichtet das Bayreuther Tagblatt am Freitag und Samstag über die Aktionen.

Aktionen im Braunkohlerevier

Engagierte aus sechzehn Ländern gehen dabei gemeinsam auf die Straße. Ihr Ziel: Der Politik zeigen, dass Klimaschutz ein globales Problem ist, das nicht national gelöst werden kann.

Das ganze Wochenende über finden im rheinischen Braunkohlerevier, dem größten CO2-Produzenten Europas, Aktionen von “Ende Gelände” statt, bei denen Menschen mit ihren Körpern die Kohle-Infrastruktur blockieren.

Klimaschutz-Konzert mit internationalen Stars

Der große Streik in Aachen beginnt am Freitag um 12 Uhr an mehreren Orten in der Stadt. Vor dem Tivoli, dem Fußballstadion von Alemania Aachen, kommen um 14 Uhr alle zu einer Abschlusskundgebung zusammen. Danach steigt ein großes Klimagerechtigkeits-Konzert mit bekannten Musikern. Unter anderem machen Ruslana, die ukrainische Gewinnerin des ESC und politische Aktivistin, Brass Riot, Leo Holldack und Bodo Wartke mit Songs zum Klimaschutz Stimmung.

Blockade

Am Samstag machen die Aktivisten an der Kante des Tagebaus Garzweiler auf eine gerechte Klimapolitik aufmerksam – unter anderem mit einem “Teach In”. Direkt an der Tagebaukante bauen die Demo-Teilnehmer ein Klassenzimmer auf, um dem Energiekonzern RWE klar zu machen, dass sein Platz in den Geschichtsbüchern ist. Nach der Lektion ziehen die Klimaschützer weiter nach Keyenberg. Das Dorf ist wegen des Braunkohleabbaus vom Abbaggern bedroht.